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EZB-Chefvolkswirt Praet: Krisenmaßnahmen sind keine Dauerlösung

Das Euro-Zeichen vor der EZB in Frankfurt.
Das Euro-Zeichen vor der EZB in Frankfurt. © querbeet / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © querbeet / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

LONDON (dpa-AFX) - EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat bekräftigt, dass die Krisenmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht dauerhaft wirken können. "Die außergewöhnlichen Maßnahmen können nur vorübergehende Lösungen sein", sagte Praet am Mittwoch laut Redetext in London. Die Marktteilnehmer müssten ihre Bemühungen fortsetzen, zu einem weniger von der Zentralbank abhängigen, marktbasierten Finanzsystem zurück zu finden.

Einige Analysten hatten die Rede Praets mit Spannung erwartet, weil sie sich richtungsweisende Äußerungen zur Liquiditätsversorgung im Währungsraum erhofft hatten. Etwa seit Jahresbeginn haben die Zinsen auf den Interbankenmärkten - ausgehend von sehr niedrigem Niveau - wieder zugelegt. Ein Teil dieses Anstiegs geht auf unerwartet hohe Rückzahlungen von EZB-Notkrediten durch die Geschäftsbanken zurück. Praet hatte vor einigen Wochen gesagt, die EZB werde diese Entwicklung aufmerksam verfolgen. Die Geldmarktsätze hatten daraufhin wieder nachgegeben. Die Analysten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) sprachen von einer verbalen Intervention Praets./hbr/bgf

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Quelle: dpa-AFX