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Evotec wächst weiter: Kräftiger Umsatz- und Gewinnsprung zum Jahresauftakt

Evotec überzeugt Anleger am Mittwoch mit einem Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Quartal 2017. Das Biotech-Unternehmen profitierte dabei von Forschungsallianzen mit Bayer und Sanofi.
Evotec legt einen starken Jahresstart hin.
Evotec legt einen starken Jahresstart hin. - © istock.com / AlexRaths

Evotec startete mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg ins Geschäftsjahr 2017. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatten auch die Forschungsallianzen mit den Pharmakonzernen Bayer und Sanofi. Dies teilte das Biotech-Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. Die Quartalszahlen kamen bei den Anlegern im frühen Handel am Mittwoch sehr gut an: Für die Aktie ging es zuletzt weiter aufwärts.

Forschungsallianzen als Wachstumstreiber

Das Unternehmen betonte weiterhin, dass die Quartalszahlen der Jahre 2016 und 2017 nicht vollständig vergleichbar seien. Dies liege daran, dass die Beiträge aus der Übernahme des Auftragsforschungsunternehmens Cyprotex erst seit Mitte Dezember 2016 in das Konzernergebnis einfließen würden. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal 2017 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 34 Prozent auf 50,2 Millionen Euro an. Evotec begründete dies mit einem Wachstum der Basisumsätze, Meilensteinzahlungen sowie der Übernahme von Cyprotex. Der Basisumsatz belief sich im abgelaufenen Quartal auf 44 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 30 Prozent entspreche. Die Umsätze aus Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 3,6 auf 6,2 Millionen Euro gestiegen. Dieser Anstieg sei vor allem auf Meilensteine aus den Forschungsallianzen mit Bayer und dem französischen Konzern Sanofi zurückzuführen. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug im ersten Quartal 13,2 Millionen Euro und damit deutlich mehr als die 7,2 Millionen Euro im Vorjahr.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 4,7 Millionen Euro und lagen damit etwas höher als im Vorjahreszeitraum mit 4,4 Millionen Euro. Evotec liege damit allerdings im Rahmen seiner strategischen Pläne, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Die Aufwendungen seien vor allem auf Investitionen in den Bereichen Onkologie und metabolische Erkrankungen zurückzuführen. Darüber hinaus hatte Evotec im ersten Quartal einen ordentlichen Anstieg der Verwaltungskosten zu verbuchen: Diese legten verglichen mit dem Vorjahr um 36 Prozent auf 7,3 Millionen Euro zu, was allerdings insbesondere auf die Aufwendungen von Cyprotex zurückzuführen sei.

Prognose für 2017 bestätigt

In den vergangenen Monaten hatte Evotec weitere Forschungsallianzen angekündigt, darunter jüngst erst eine Allianz mit dem US-Konzern Dermira. Auch finanziell läuft es gut für die Hamburger. Rückendeckung gab es erst im Februar, als sich der neue dänische Großaktionär Novo A/S bei einer Kapitalerhöhung für rund 90 Millionen Euro bei Evotec einkaufte. Inzwischen halten die Dänen, auch durch weitere Zukäufe, einen Anteil von zehn Prozent an dem Biotech-Unternehmen. Der Bestand an liquiden Mitteln stieg damit im ersten Quartal auf 185 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Evotec und geht weiterhin von einem Umsatzanstieg um mehr als 15 Prozent aus und von einem signifikanten Anstieg des um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnisses.

Börse: Aktie deutlich im Plus

Die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017 kamen am Mittwoch bei den Anlegern offenbar sehr gut an: Die Aktie legte zunächst mit einem Plus von knapp drei Prozent kräftig zu und war damit zwischenzeitlich Spitzenreiter im TecDax. Zuletzt notierte die Aktie mit 1,35 Prozent immer noch deutlich im Plus bei 11,60 Euro. Die Privatbank Berenberg beließ ihre Einstufung der Aktie nach Veröffentlichung der Quartalszahlen auf „Buy“.

Für die Aktie des Hamburger Biotech-Unternehmens ging es seit Februar 2016 stetig aufwärts. Der Kurs der Aktie stieg von rund drei Euro im Februar des letzten Jahres auf inzwischen mehr als elf Euro.

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