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Einzelhändler verklagen ihre Lieferanten

Nach dem Schlecker-Insolvenzverwalter verklagen laut einem Bericht nun auch Metro (Metro Aktie), Rossmann, Müller und Kaufland ihre Lieferanten. Ihnen wird vorgeworfen, sich an illegalen Preisabsprachen beteiligt zu haben.

Die Schadenersatzklagen des Schlecker-Insolvenzverwalters gegen frühere Lieferanten des Drogeriekonzerns finden immer mehr Nachahmer. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ fordern derzeit zahlreiche Handelsketten Schadenersatz von Lieferanten, die an illegalen Preisabsprachen beteiligt waren.

So sieht sich der Düsseldorfer Handelsriese Metro als „Opfer einer Vielzahl von Kartellabsprachen“ und hat „Forderungen gegen Lieferanten geltend gemacht“, bestätigt ein Unternehmenssprecher. Metro-Töchter würden Vergleichsverhandlungen führen, aber auch „in einzelnen Fällen wegen kartellrechtswidriger Absprachen“ klagen. Die Drogeriekette Rossmann hat bereits Ende 2016 vor dem Landgericht Hannover zwei Klagen gegen insgesamt sechs Kosmetik- und acht Süßwarenhersteller eingereicht, darunter Mars und Haribo, bestätigt ein Gerichtssprecher.

Die Supermarktkette Kaufland nimmt vor dem Landgericht Stuttgart derzeit den Konsumgüterhersteller Unilever in Regress. Das Drogerie-Unternehmen Müller geht dort gegen Hersteller wie Beiersdorf (Beiersdorf Aktie) vor. Der Streitwert betrage in dem Fall 30 Millionen Euro, teilte ein Sprecher des Landgerichts Stuttgart auf Anfrage mit.

Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz fordert von früheren Lieferanten insgesamt 335 Millionen Euro ohne Zinsen. „Wir gehen gegen die Beteiligten aus fünf Kartellen gerichtlich vor, darunter sind Hersteller von Kaffee, Süßwaren, Drogerieartikeln und Waschmitteln“, hatte der Insolvenzverwalter im Januar gegenüber der „Wirtschaftswoche“ erklärt.

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Quelle: Handelsblatt