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Eine Branche im Aufwind? Das sind die größten Windkraftanlagenbauer

Sie darf im Mix der erneuerbaren Energien auf keinen Fall fehlen: Die Windkraft. Vielerorts dominieren Windkraftanlagen das Landschaftsbild. Zum Global Wind Day stellen wir Ihnen die fünf größten, börsennotierten Windkraftanlagenhersteller vor.
Die Windkraftbranche boomte zuletzt in Deutschland.
Die Windkraftbranche boomte zuletzt in Deutschland. - © istock.com / chromatika

Mehr als 500 Gigawatt Windenergie seien inzwischen bereits weltweit installiert, teilte der Global Wind Energy Council, kurz GWEC, anlässlich des Global Wind Day am Donnerstag mit. Im Jahr 2016 seien weltweit etwa 112,5 Milliarden Dollar in Windkraft investiert worden. Die Branche erlebte in Deutschland zuletzt einen Boom, wie aus einer Anfang Februar veröffentlichten Studie des Bundesverbands Windenergie, kurz BWE, und des Anlagenbauerverbands VDMA Power Systems hervorging. So seien 2016 deutlich mehr neue Anlagen in Deutschland gebaut worden als noch ein Jahr zuvor. Der deutsche Markt sei im vergangenen Jahr um rund 4.625 Megawatt gewachsen – und damit um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr. Damit habe die Branche in Deutschland fast das Niveau des Rekordjahres 2014 erreicht, teilten die Verbände weiter mit.

Wie sieht allerdings die Zukunft der Windkraftbranche in Deutschland aus? Beide Verbände gehen aufgrund eines derzeit hohen Genehmigungsstandes für Neubauten zunächst weiter von einem Zuwachs neuer Windkraftanlagen für die Jahre 2017 und 2018 aus: So könnte der Markt 2017 um 4.500 bis 5.000 Megawatt wachsen und 2018 noch zwischen 3.000 und 3.500 Megawatt. 2019 würden dann allerdings erstmals nur noch Projekte aus Ausschreibungen umgesetzt werden, sodass das Volumen des deutschen Marktes auf unter 2.800 Megawatt schrumpfen könne. Im Folgenden stellt ARIVA.DE Ihnen fünf der weltweit größten Windkraftanlagenhersteller vor. Einige davon kommen auch aus Deutschland.

Vestas

Der dänische Windkraftkonzern Vestas mit Hauptsitz in Aarhus produziert bereits seit 1979 Windkraftanlagen und ist der größte europäische Windkraftanlagenhersteller sowie nach eigener Aussage Weltmarktführer. 2016 installierte Vestas zudem einem Ranking von Bloomberg New Energy Finance, kurz BNEF, zufolge Anlagen an Land mit einer Leistung von 8.700 Megawatt und war damit weltweit Spitzenreiter. Das Unternehmen wird an der Börse derzeit mit 17,9 Milliarden Euro bewertet.

GE Wind Energy

GE Wind Energy ist die Windenergiesparte des börsennotierten US-Konzerns General Electric. Die Sparte wurde 1980 ins Leben gerufen und hat ihren Sitz im niedersächsischen Salzbergen. Dem BNEF-Ranking zufolge belegte General Electric 2016 mit einer neu installierten Leistung von 6.500 Megawatt an Land den zweiten Rang. Der Konzern General Electric wird an der Börse derzeit mit 222,4 Milliarden Euro bewertet.

Goldwind

Der volle Name des chinesischen Windkraftanlagenbauers lautet Xinjiang Goldwind Science & Technology. Auch dieses Unternehmen gehört zu den größten Windkraftanlagenbauern weltweit. 2016 installierte Goldwind Anlagen an Land mit einer Leistung von 6.400 Megawatt und belegte damit im BNEF-Ranking den dritten Platz nach Vestas und General Electric. An der Börse ist das chinesische Unternehmen derzeit 650,1 Millionen Euro wert.

Siemens Wind Power

Siemens Wind Power ist die Windernergiesparte des deutschen Elektronikkonzerns Siemens und hat ihren Hauptsitz in Hamburg. Im Juni 2016 einigte sich Siemens mit dem spanischen Windkraftanlagenhersteller Gamesa auf eine Fusion ihrer Windkraftgeschäfte, die im April abgeschlossen wurde. Die neu entstandene Marke soll den Namen Siemens Gamesa Renewable Energy tragen und ihren Hauptsitz in Spanien haben. 2016 belegte Gamesa im BNEF-Ranking mit neuen Anlagen an Land mit einer Leistung von insgesamt 3.700 Megawatt den vierten Platz hinter den drei Marktführern Vestas, General Electric und Goldwind. An der Börse wird Siemens derzeit mit 107,1 Milliarden Euro bewertet und Gamesa mit 11 Milliarden Euro.

Nordex

Nordex hat seinen Hauptsitz in Rostock, während die Verwaltung des Unternehmens in Hamburg sitzt. Auch das im TecDax notierte Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Windkraftanlagenbauern. Im April 2016 übernahm Nordex die Windsparte des spanischen Mischkonzerns Acciona Windpower für 785 Millionen Euro. Im BNEF-Ranking belegte Nordex 2016 den sechsten Platz mit einer neu installierten Leistung an Land von 2.700 Megawatt. An der Börse wird Nordex derzeit mit 1,12 Milliarden Euro bewertet.

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