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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 20.11.2013 - 17.00 Uhr

Zeitungsständer (Symbolbild).
Zeitungsständer (Symbolbild). © Global_Pics / iStock Unreleased / Getty Images © Global_Pics / iStock Unreleased / Getty Images

Kreise: EZB denkt über negativen Einlagensatz nach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) denkt laut Kreisen über eine Senkung des Einlagensatzes in den negativen Bereich nach. Der Zins zu dem Banken bei der EZB Geld parken, könnte demnach auf minus 0,1 Prozent reduziert werden, falls eine weitere Lockerung der Geldpolitik notwendig werden sollte, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch. Die Agentur beruft sich dabei auf zwei Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind.

USA: Lagerbestände steigen deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Lagerbestände der US-amerikanischen Unternehmen sind im September deutlich stärker als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legten sie um 0,6 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten ein Plus von 0,3 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Lagerbestände um revidierte 0,4 (zunächst 0,3) Prozent gestiegen.

USA: Hausverkäufe fallen weiter zurück

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Oktober weiter zurückgefallen. Die Zahl sei um 3,2 Prozent auf annualisiert 5,12 Millionen gesunken, teilte die "National Association of Realtors" (NAR) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten nur einen Rückgang um 2,9 Prozent erwartet. In den Monaten Juli und August hatte der Verkauf bestehender Häuser noch bei jeweils etwa 5,39 Millionen den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht.

USA: Einzelhandelsumsatz steigt im Oktober stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Umsätze des Einzelhandels im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich seien die Erlöse um 0,4 Prozent geklettert, teilte das amerikanische Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Im September hatten die Umsätze nach revidierten Daten zum Vormonat stagniert (zuvor minus 0,1 Prozent).

USA: Inflation geht dritten Monat in Folge zurück

WASHINGTON - In den USA nimmt der Preisauftrieb auf Verbraucherebene weiter ab. Die Jahresinflationsrate fiel im Oktober von 1,2 Prozent im Vormonat auf 1,0 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten diesen Rückgang erwartet. Die Inflation ist damit bereits den dritten Monat in Folge auf dem Rückzug. Im Juli hatte die Jahresrate noch bei 2,0 Prozent gelegen.

Weidmann: Zusätzliche Lockerung nicht notwendig - keine Spaltung im EZB-Rat

FRANKFURT - Bundesbankchef Jens Weidmann hat sich gegen eine schnelle zusätzliche Lockerung der Geldpolitik im Euroraum ausgesprochen. "Der Rat der EZB hat doch gerade erst die Geldpolitik weiter gelockert, da halte ich es nicht für sinnvoll, gleich schon die nächste Runde einzuläuten", sagte Weidmann der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag). Die Europäische Zentralbank (EZB) könne zwar noch mehr tun, doch dies sei nicht angebracht.

Britische Notenbank hält einstimmig am geldpolitischen Kurs fest

LONDON/FRANKFURT - Die Bank of England (BoE) zeigt bei ihrer Geldpolitik Einigkeit: Erneut trugen alle neun Mitglieder des geldpolitischen Rates den Kurs der Notenbank mit. Es wurde keine Notwendigkeit für zusätzliche konjunkturelle Stützungsmaßnahmen gesehen. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur Zinssitzung vom 6. und 7. November hervor. Seinerzeit hatte die BoE den Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent und das Volumen der Anleihekäufe bei 375 Milliarden Pfund belassen. Dieses Volumen ist allerdings bereits seit einem Jahr ausgeschöpft.

Fed-Chef Bernanke signalisiert auf lange Zeit lockeren Kurs

WASHINGTON - Die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed bleibt auf absehbare Zeit extrem locker. Selbst im Falle einer sachten Rückführung der milliardenschweren Wertpapierkäufe, wird die Federal Reserve noch lange von Zinserhöhungen absehen. Dies signalisierte der scheidende Notenbankchef Ben Bernanke während eines öffentlichen Auftritts vor Ökonomen in der Nacht zum Mittwoch. Hinweise darauf, wann die Fed ihren im Sommer in Aussicht gestellten Kurswechsel beginnen könnte, gab Bernanke nicht. Damit bleibt fraglich, ob die geldpolitische Wende noch in diesem Jahr eingeläutet wird.

Japan: Handelsdefizit steigt weiter an - Kehrseite der Abenomics

TOKIO/FRANKFURT - Der Importüberschuss Japans ist im Oktober abermals gewachsen. Nach Regierungszahlen vom Mittwoch stieg das Defizit in der Handelsbilanz von rund 934 Milliarden Yen im September auf 1,09 Billionen Yen (etwa acht Milliarden Euro). Es ist bereits das sechzehnte Mal in Folge, dass der Wert der Einfuhren den der Exporte überschreitet. Das hat zwei Gründe: den schwachen Yen und die große Abhängigkeit Japans von Energieimporten.

Deutschland: Preisrückgang bei Produzenten setzt sich fort

WIESBADEN - In Deutschland setzt sich der Trend sinkender Preise auf Produzentenebene fort. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Mittwoch lagen die Erzeugerpreise im Oktober 0,7 Prozent tiefer als im Vorjahr. Damit ist das Preisniveau zum dritten Mal in Folge gesunken. Verglichen mit dem September dieses Jahres lagen die Preise 0,2 Prozent niedriger. Bankvolkswirte hatten die Entwicklung in der Tendenz erwartet, allerdings fielen die Preisrückgänge etwas stärker als prognostiziert aus.

/rob/jkr

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Quelle: dpa-AFX