Ad hoc-Mitteilungen

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 12.11.2013 - 17.00 Uhr

Zeitungsständer (Symbolbild).
Zeitungsständer (Symbolbild). © Global_Pics / iStock Unreleased / Getty Images © Global_Pics / iStock Unreleased / Getty Images

Medien: 'Wirtschaftsweise' warnen Schwarz-Rot vor Reformrückschritt

BERLIN - Die fünf "Wirtschaftsweisen" warnen Union und SPD vor überzogener Regulierung und ausufernden Staatsausgaben. Zwar wachse die Wirtschaft ordentlich, es gebe aber keinen größeren Verteilungsspielraum, schreiben die Regierungsberater nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und des "Handelsblatts" (Mittwoch) in ihrem neuen Jahresgutachten.

Sparkontrollen in Athen stocken - 1,3 Milliarden Euro vom Geldmarkt

ATHEN - Die Sparkontrollen der "Troika" aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank in Griechenland kommen offensichtlich nur schleppend voran. Ein Treffen von Experten der internationalen Geldgeber mit dem griechischen Finanzminister Ioannis Stournaras ging am Dienstag ohne Ergebnis zu Ende, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen. Unterdessen besorgte sich das Land am Geldmarkt kurzfristig 1,3 Milliarden Euro, um die Löcher in seinem Haushalt zu stopfen.

Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit: Spitzentreffen in Paris

PARIS - Im Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit suchen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union nach Wegen aus der Krise. Auf Einladung von Frankreichs Präsident François Hollande berieten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kollegen am Dienstag in Paris mit den Spitzen der EU. Bereits im Juli hatte eine Gipfelrunde in Berlin gemeinsame Aktionen diskutiert.

Taifun-Opfer immer verzweifelter - UN brauchen Millionen-Spenden

MANILA - Heftiger Dauerregen und anhaltende Probleme bei der Versorgung mit Hilfsgütern haben das Leid von Hunderttausenden Taifun-Überlebenden auf den Philippinen weiter vergrößert. Die Ausläufer eines neuen Sturmtiefs setzten am Dienstag weite Teile des verwüsteten Katastrophengebietes unter Wasser. Trümmerberge behinderten den Abfluss des Wassers. Viele Menschen, die seit Tagen nur unter notdürftig zusammengebauten Dachresten oder Plastikplanen leben, standen in der verwüsteten Stadt Tacloban teils knietief in einer durch Fäkalien, Kadaver und Müll verseuchten stinkenden Brühe.

Italien diskutiert über Verkauf von Stränden zur Haushaltssanierung

ROM - Zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen wird in Italien derzeit heiß über einen Verkauf von Stränden diskutiert. Der Vorschlag von Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Partei PdL (Volk der Freiheit) wird in den nächsten Tagen im Rahmen des Stabilitätsgesetzes im Haushaltsausschuss des Senats behandelt.

Chinas Kommunisten geben Markt 'entscheidende Rolle' in Reformen

PEKING - Chinas Kommunisten wollen mehr Markt und weniger Staat. Ein Jahr nach dem Generationswechsel an der Spitze der Partei beschloss das Zentralkomitee eine "umfassende Vertiefung der Reformen". Der Markt solle nicht wie bisher nur eine "grundlegende", sondern künftig vielmehr eine "entscheidende" Rolle bei der Verteilung von Ressourcen spielen.

Banken in der Londoner City üben für Online-Angriff

LONDON - Tausende Mitarbeiter von Banken und Finanzfirmen in der Londoner City haben am Dienstag bei einer großangelegten Simulation für den Umgang mit einem Online-Angriff geübt. Details zu der Übung wurden streng geheim gehalten, Medien berichteten jedoch, es solle vor allem um Attacken auf die Computersysteme von Investment-Banken und deren Risikomanagement gehen.

Welt-Energie-Bericht: Nahost bleibt als Öllieferant entscheidend

LONDON - Die Weltwirtschaft wird auch in den nächsten Jahrzehnten weiter auf das Öl (Rohöl) aus dem Nahen Osten angewiesen sein. Das ist ein Kernergebnis des neuen Welt-Energie-Berichts, den die Internationale Energieagentur (IEA) am Dienstag in London vorstellte. Die USA werden zwar bereits 2015 - und damit ein Jahr früher als zunächst erwartet - die Rolle des global führenden Erdölproduzenten übernehmen, sagte IEA-Chefökonom Fatih Birol. Jedoch werde diese Entwicklung nicht über die 2020er Jahre hinaus anhalten. "Der Nahe Osten wird entscheidend sein - heute und morgen", sagte Birol. Indien werde als größtes Nachfrageland nach 2020 China ablösen.

EZB-Zinssenkung drückt Italiens Refinanzierungskosten auf Rekordtief

ROM/FRANKFURT - Die jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) lässt die Refinanzierungskosten krisengeschwächter Euroländer weiter sinken. Am Dienstag zahlte die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft Italien einen rekordniedrigen Zins, um sich für ein Jahr frisches Geld zu leihen. Dies dürfte der teils massiven Kritik am Zinsschritt der Notenbank, die insbesondere aus Deutschland laut wird, zusätzlichen Vorschub leisten.

Preisrückgang bei Heizöl und Sprit: Inflationsrate sinkt weiter

WIESBADEN - Sinkende Heizöl- und Spritpreise haben die Inflationsrate in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit August 2010 gedrückt. Im Oktober stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,2 Prozent nach 1,4 Prozent im September, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Damit bestätigte die Behörde erste Schätzungen. Eine niedrigere Teuerungsrate wurde demnach zuletzt im August 2010 mit 1,0 Prozent gemessen.

OECD: Frühindikator CLI steigt leicht

PARIS - Die globalen Konjunkturaussichten haben sich weiter leicht aufgehellt. Der OECD-Frühindikator CLI stieg im September um 0,1 Punkte auf 100,7 Zähler, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag mitteilte. Dies ist der dritte Anstieg in Folge.

Top-Notenbanker Nowotny bestreitet 'Nord-Süd-Gefälle' im EZB-Rat

WIEN/FRANKFURT - Der österreichische Notenbankchef und EZB-Rat Ewald Nowotny sieht keine fundamentalen Konflikte zwischen Europas Währungshütern. "Es gibt kein Nord-Süd-Gefälle", sagte Nowotny am Dienstag in Wien. Seit die Europäische Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag überraschend den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt hatte, kursieren Meldungen über eine Spaltung innerhalb der Notenbank.

Großbritannien: Inflationsrate nähert sich Zielwert der Notenbank

LONDON/FRANKFURT - In Großbritannien nähert sich die Teuerung in großen Schritten dem Zielwert der Bank of England. Wie das nationale Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte, sank die jährliche Inflationsrate von 2,7 Prozent im September auf 2,2 Prozent im Oktober. Das ist der geringste Wert seit gut einem Jahr und nur noch wenig mehr als das Notenbankziel von zwei Prozent. Das britische Pfund reagierte mit deutlichen Kursverlusten, weil der geringere Preisauftrieb eine anhaltend lockere Geldpolitik ermöglicht.

EZB-Ratsmitglied Asmussen: Zinsen können noch weiter sinken

FRANKFURT/OSNABRÜCK - Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat die jüngste Zinssenkung im Euroraum verteidigt und eine weitere Lockerung der Geldpolitik nicht ausgeschlossen. "Je nachdem, wie sich die Inflation entwickelt, sind wir beim Zinssatz noch nicht am Ende unserer Möglichkeiten", sagte Asmussen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Die Inflation im Euroraum war im Oktober überraschend deutlich auf 0,7 Prozent und damit den tiefsten Stand seit vier Jahren gesunken. Daraufhin senkten die Währungshüter den Leitzins um 0,25 Punkte auf das Rekordtief von 0,25 Prozent.

'FT': China dürfte Wachstumsziel auf 7,0 Prozent senken

LONDON - China dürfte sein jährliches Wachstumsziel laut einem Zeitungsbericht von 7,5 auf 7,0 Prozent senken. Das berichtet die "Financial Times" (Dienstag) mit Bezug auf eine der führenden Investmentbanken Chinas. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt werde demnach einen Gang herunterschalten, um auf einen reformorientierten und nachhaltigeren Wachstumspfad einzuschwenken. Der Bericht basiert auf Angaben der China International Capital Corp (CICC), einer Investmentbank, die vom Sohn des ehemaligen Premiers Zhu Rongji geführt wird.

Italien: Inflation sinkt auf tiefsten Stand seit fast vier Jahren

ROM - In Italien ist die Inflationsrate auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gefallen. Der für europäische Zwecke errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im Oktober um 0,8 Prozent zum Vorjahr, wie die Statistikbehörde Istat am Dienstag in Rom nach endgültigen Daten mitteilte. Damit erreichte die Teuerung den niedrigsten Wert seit November 2009.

Zahl der Unternehmens- und Verbraucherpleiten gesunken

WIESBADEN - Die Zahl der Firmenpleiten ist trotz der schwachen Konjunktur im August gesunken. Die Amtsgerichte meldeten 2212 Anträge auf Unternehmensinsolvenz. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag 7,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Den letzten Anstieg gab es den Angaben zufolge im Oktober 2012 mit plus 1,8 Prozent. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Amtsgerichte für August auf 1,6 Milliarden Euro. Auch die Zahl der Verbraucherpleiten war rückläufig, sie verringerte sich um 14,1 Prozent auf 7384 Fälle.

Japan: Verbraucherstimmung fällt auf Jahrestief - Steuererhöhung belastet

TOKIO/FRANKFURT - In Japan ist das Verbrauchervertrauen im Oktober überraschend eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit Dezember vergangenen Jahres gefallen. Als Ursache nannten Experten unter anderem die Ankündigung der Mehrwertsteuererhöhung in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. Der Index der Verbraucherstimmung ging um 4,2 Punkte auf 41,2 Zähler zurück, wie die Regierung am Dienstag in Tokio mitteilte. Dies ist der stärkste Rückschlag bei der Verbraucherstimmung seit der verheerenden Erdbebenkatastrophe im März 2011. Volkswirte hatten hingegen mit einem leichten Anstieg auf 45,5 Punkte gerechnet.

Kompromiss im EU-Haushaltsstreit - Einigung über Milliardenausgaben

BRÜSSEL - Das EU-Parlament und die Regierungen der 28 EU-Staaten haben ihren monatelangen Haushaltsstreit beigelegt. Sie einigten sich nach fast 16-stündigen Verhandlungen am frühen Dienstagmorgen auf einen Kompromiss. Die EU darf demnach im kommenden Jahr 135,5 Milliarden Euro ausgeben, wie die litauische Ratspräsidentschaft mitteilte. "Wir stärken die besonders wichtigen Bereiche Wachstum, Beschäftigung und Innovation", sagte der Ratsvorsitzende und litauische Finanz-Staatssekretär Algimantas Rimkunas.

/rob/hbr

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem wöchentlichen Marktüberblick.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Quelle: dpa-AFX