dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 12.02.2019 - 17.00 Uhr

Tageszeitungen (Symbolbild).
Tageszeitungen (Symbolbild). pixabay.com pixabay.com

WASHINGTON/EL PASO - Heftiges Tauziehen um Donald Trumps Grenzmauer: Wenige Tage vor Fristablauf für einen möglichen neuen "Shutdown" liegt ein Vorschlag eines parteiübergreifend zusammengesetzten Verhandlungsteams auf dem Tisch. Noch bevor die Details aus dem Papier jedoch öffentlich wurden, redeten Scharfmacher aus dem Trump-Lager, darunter der einflussreiche Fox-News-Moderator Sean Hannity, den Vorschlag schlecht. Hannity benutzte öffentlich das Wort "Müll" für den Kompromissversuch.

ROUNDUP 2/Brexit: May fordert von Abgeordneten mehr Zeit und gute Nerven

LONDON - Etwa sechs Wochen vor dem Brexit hat die britische Premierministerin Theresa May vom Parlament mehr Zeit und Unterstützung für Änderungen am Abkommen über den EU-Ausstieg gefordert. Zugleich appellierte die Regierungschefin in ihrer Erklärung am Dienstag an die Abgeordneten, "die Nerven zu behalten". Dem Vorschlag des Oppositionsführers Jeremy Corbyn für eine dauerhafte Zollunion mit der Europäischen Union erteilte sie erneut eine Absage.

ROUNDUP: Große Skepsis bei EU-Finanzministern gegen Steuer-Mehrheitsentscheide

BRÜSSEL - Im Kreis der EU-Finanzminister gibt es erhebliche Bedenken gegen einfachere Entscheidungsfindungen in Steuerfragen. Etliche Ressortchefs sprachen sich bei ihrem Treffen am Dienstag in Brüssel gegen die Einführung von Mehrheitsbeschlüssen in der Steuerpolitik aus. Deutschland und Frankreich standen in der Diskussion mit wenig Rückhalt da.

Vize-Chefposten bei EZB-Bankenaufsicht bleibt vorerst unbesetzt

FRANKFURT - Der Vize-Chefposten der EZB-Bankenaufsicht bleibt bis auf Weiteres unbesetzt. Bislang gebe es keinen offiziellen Vorschlag des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Nachfolge von Sabine Lautenschläger in dieser Funktion, sagte eine Sprecherin der Notenbank auf Anfrage am Dienstag in Frankfurt.

Venezolaner fordern Grenzöffnung für humanitäre Hilfe

CARACAS - Im andauernden Machtkampf zwischen dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó sind erneut zahlreiche Regierungsgegner auf die Straße gegangen. Anlässlich des Tags der Jugend riefen sie bei einer Demonstration am Dienstag in der Hauptstadt Caracas die Streitkräfte auf, die humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung ins Land zu lassen.

Entwicklungsminister will mehr deutsche Investitionen in Afrika

ACCRA/BERLIN - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wirbt für mehr Investitionen deutscher Unternehmen in Afrika. "Wir wollen erreichen, dass mehr vor Ort produziert wird", sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Er nimmt derzeit in Accra, der Hauptstadt von Ghana, an einer deutsch-afrikanischen Wirtschaftskonferenz teil. "Es gibt großes Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen, etwa bei erneuerbaren Energien."

ROUNDUP: IfW-Präsident Snower verabschiedet - Ökonom auch im Ruhestand aktiv

KIEL - Dem langjährigen Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower, haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft am Dienstag einen herzlichen Abschied bereitet. Sie würdigten die Forschungsleistungen des gebürtigen Wieners mit amerikanischer und deutscher Staatsbürgerschaft und seine Verdienste um das IfW, das er mehr als 14 Jahre geleitet hat. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) betonte auch dies: "Sie sind ein feiner Mensch". Zum Schluss applaudierte das Publikum stehend.

Russland erwartet schwächeres Wirtschaftswachstum

MOSKAU - Russland rechnet in diesem Jahr mit einem schwächeren Wachstum seiner Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach am Dienstag veröffentlichten Prognosen des Wirtschaftsministeriums voraussichtlich lediglich um 1,3 Prozent zulegen. Im vergangenen Jahr waren es noch 2,3 Prozent. 2017 wuchs das BIP um 1,6 Prozent. Das Ministerium führte demnach den Anstieg im Vorjahr auf Sondereffekte zurück. Das Wachstum der Wirtschaft sei nicht nachhaltig gewesen, hieß es. Zur konjunkturellen Belebung hätten vor allem die Stahlindustrie und das Bauwesen beigetragen.

RWI rechnet mit 1600 weniger Stellen in Stahlbranche

ESSEN - Vor dem Hintergrund einer zurückgehenden Stahlerzeugung in Deutschland rechnet das Essener RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung wieder mit Stellenstreichungen. Für dieses Jahr zeichne sich ein Beschäftigungsrückgang um 1,8 Prozent oder rund 1600 Stellen ab, sagte der RWI-Stahlexperte Roland Döhrn am Dienstag in Essen. Noch im vergangenen Jahr waren die Belegschaften um rund 1100 Beschäftigte auf knapp 90 000 gewachsen.

GESAMT-ROUNDUP/Studie: Arbeitsmarkt braucht Hunderttausende Zuwanderer

GÜTERSLOH - Ärztemangel, Pflegenotstand, Fachkräfte-Engpässe im Handwerk, tausende Landwirte vor dem Rentenalter: Der deutsche Arbeitsmarkt braucht einer Studie zufolge mittel- und langfristig Jahr für Jahr mindestens 260 000 Zuwanderer. In einer alternden Gesellschaft werde das Angebot an Arbeitskräften ohne Migration bis zum Jahr 2060 um rund 16 Millionen Personen - also um fast ein Drittel - massiv schrumpfen. Das prognostiziert eine Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, die am Dienstag in Gütersloh veröffentlicht wurde. Experten sagen dazu: Es wird ein äußerst harter Job, so viele möglichst qualifizierte Menschen aus dem Ausland zu rekrutieren.

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Quelle: dpa-AFX