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Die Goldreserven der Regierungen: Wo lagern die Schätze dieser Welt?

Seit mehreren Jahrtausenden fasziniert Gold die Menschheit mit seiner Unvergänglichkeit. Während vergangener Krisen hat das glänzende Edelmetall seine Besitzer vor Inflation geschützt. Davon machen nicht nur private Anleger Gebrauch. Auch viele Staaten horten Goldreserven. Doch für manche hat das Gold allerdings schon wieder ausgedient.
Goldbarren auf einer Waage.
Goldbarren auf einer Waage. - © gmutlu www.gettyimages.de

Gold ist nach wie vor als krisensichere Währung beliebt. Nicht nur bei privaten Anlegern, sondern auch bei vielen Regierungschefs dieser Welt. Rund 33.600 Tonnen Gold werden weltweit als Reserve von den Zentralbanken gehalten. Allen voran stehen dabei die USA. Sie allein haben nach Angaben des World Gold Council Goldbestände von über 8.100 Tonnen des Edelmetalls. Doch auch die Goldreserven der Deutschen Bundesbank können sich mit einem Bestand von rund 3.370 Tonnen sehen lassen. Deutschland steht damit auf Platz zwei der Länder mit den größten Goldreserven der Welt. Doch was viele nicht wissen: Der Großteil des deutschen Goldes wurde in der Vergangenheit überhaupt nicht in Deutschland aufbewahrt. Laut "Tagesschau" lag der hierzulande gelagerte Goldanteil im Jahr 1998 bei lediglich zwei Prozent. Mittlerweile befindet sich fast die Hälfte, rund 48 Prozent, des deutschen Goldbestandes in den Lagern der Bundesbank in Frankfurt am Main. Der Rest wird bei der Federal Reserve Bank in New York (36,6 Prozent), der Bank of England in London (12,8 Prozent) und der Banque de France in Paris (2,7 Prozent) aufbewahrt.

China und Russland bauen ihre Reserven weiter aus

Spekulationen gab es in letzter Zeit um die Goldbestände von China und Russland, die in den vergangenen Jahren konstant gewachsen sind. Im Dezember 2017 befanden sich rund 1.840 Tonnen Gold im Bestand der Chinesen. Drei Jahre zuvor waren es noch 1.054 Tonnen Gold. Die Chinesen sind ganz nebenbei auch die derzeit größten Goldförderer der Welt. Ähnlich sieht es mit den russischen Goldreserven aus. Innerhalb eines Jahres stiegen die Bestände der Zentralbank Russlands um rund 184 Tonnen auf 1.800 Tonnen im Dezember vergangenen Jahres. Russland ist derzeit der größte Goldeinkäufer und kaufte allein im Dezember rund 22 Tonnen Gold. Der Grund der beiden Regierungen für die Erhöhung der Goldbestände soll der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom US-Dollar sein. Allein China hat laut "Bloomberg" im vergangenen Jahr US-Staatsanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar veräußert.

Die goldenen Zeiten in Kanada sind vorüber

Ein Land, das sich komplett aus dem Geschäft mit dem Gold zurückgezogen hat, ist Kanada. Zum Ende des Jahres 2000 beliefen sich die Goldbestände der Kanadier laut dem World Gold Council noch auf 36,8 Tonnen. Ende 2015 waren davon noch 1,7 Tonnen Gold übrig. Danach, so scheint es, hat sich das Land komplett von seinen Goldreserven getrennt. Nach Angaben der Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt (NES) hält es die kanadische Regierung nicht mehr für notwendig, Reserven in Gold zu halten und will in Zukunft flexibler agieren und eher in ausländische Staatsanleihen investieren. Jedoch halten nicht nur Regierungen massive Goldreserven. Auch große Institutionen, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die Europäische Zentralbank (EZB), beteiligen sich am Goldkauf. Laut NES stand der IWF im Oktober 2017 an dritter Stelle der weltweiten Goldrangliste mit rund 2.800 Tonnen an Goldreserven. Zur gleichen Zeit hielt die EZB etwa 500 Tonnen im Goldbestand.

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