Devisen: Eurokurs gibt nach

Verschiedene Währungen.
Verschiedene Währungen. © alfexe / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © alfexe / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

Marktbeobachter erklärten die Kursentwicklung mit neuen Daten zur Industrieproduktion in den USA. Diese hatte im Dezember stärker als erwartet zugelegt und auch die Auslastung der Unternehmen war höher als erwartet. Nach zuletzt eher schwachen Stimmungsdaten aus der amerikanischen Wirtschaft hatte die Anleger die positive Entwicklung nicht erwartet. "Die Industrieproduktion sollte die Sorgen von Konjunkturskeptikern am Markt verringern", kommentierte Expertin Charlotte Heck-Parsch von der BayernLB.

Die besser als erwartet ausgefallenen Daten aus der US-Industrie gaben dem Dollar Auftrieb und setzten den Euro unter Druck. Enttäuschende Daten zur Stimmung der amerikanischen Verbraucher konnten an dieser Entwicklung nichts mehr ändern.

Auch das britische Pfund zählte am Nachmittag zu den Verlieren am Devisenmarkt. Am Montag soll Premierministerin Theresa May im Parlament ihren "Plan B" für den Austritt Großbritanniens aus der EU vorstellen. Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen nennt die Situation für Investoren "frustrierend". Es lasse sich aktuell nicht absehen, was für einen "Plan B" May vorstellen möchte. Damit bleibe auch "vollkommen unklar", wie es auf dem Weg zum Brexit und damit für das Pfund weitergehen solle.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88125 (0,88260) britische Pfund, 124,78 (123,95) japanische Yen und 1,1331 (1,1312) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag mit 1283,60 Dollar gehandelt. Das waren 8,44 Dollar weniger als am Vortag./jkr/fba

Quelle: dpa-AFX