Devisen: Euro gibt etwas nach - türkische Lira steigt

Dollar-, Euro- und Pfund-Banknoten.
Dollar-, Euro- und Pfund-Banknoten. pixabay.com pixabay.com

Die Reaktionen am Devisenmarkt auf das vom britischen Parlament abgelehnte Austrittsabkommen Großbritanniens aus der EU fielen verhalten aus. Das britische Pfund wie der Euro reagierten kaum. Mit der Ablehnung des von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Vertrags hatten die Anleger gerechnet.

Chefökonom Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe hält einen geregelten Brexit noch immer für möglich. "Die Regierung dürfte nun einen späteren Austrittstermin beantragen und vor allem auf eine Lösung des Grenzproblems auf der irischen Insel dringen", schätzt Krüger.

Analyst Dirk Clench von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hält sowohl einen ungeregelten Brexit als auch einen Rücktritt vom Brexit für denkbar. "Aufgrund des derzeitigen Chaos ist es das Naheliegendste, den Austrittstermin zu verschieben, um Zeit zu gewinnen." Zunächst muss sich May jedoch am Mittwochabend einem Misstrauensvotum stellen.

Etwa ein Prozent zum US-Dollar legte die türkische Lira zu. Händler erklärten dies mit der Zinsentscheidung der türkischen Notenbank. Die Zentralbank hält an ihrem hohen Leitzins vom 24 Prozent fest, obwohl die hohe Inflation in den vergangenen Monaten etwas zurückgegangen war.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88590 (0,89025) britische Pfund, 123,91 (124,02) japanische Yen und 1,1269 (1,1266) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag mit 1293,70 Dollar gehandelt. Das waren 4,20 Dollar mehr als am Dienstag./elm/jkr/fba

Quelle: dpa-AFX