Ad hoc-Mitteilungen

Deutsche Börse gibt Kengeter Rückendeckung

Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse stärkt seinem Vorstandsvorsitzenden den Rücken. Carsten Kengeter steht unter dem Verdacht des Insiderhandels, besitzt aber „einstimmig“ das „volle Vertrauen“.

Das Kontrollgremium habe in einer außerordentlichen Sitzung am Montag die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Kengeter „sorgfältig und intensiv behandelt“. Zuvor habe es „ausführliche Gespräche mit externen Sachverständigen“ sowie eine „erneute Analyse der Abläufe im Jahr 2015“ gegeben. „Ergebnis der Prüfung war die übereinstimmende Erkenntnis, dass Fusionsverhandlungen mit der LSE im Jahr 2015 nicht stattgefunden haben“, erklärte die Deutsche Börse.

Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) hatten am 23. Februar 2016 öffentlich gemacht, dass sie eine Fusion ausloten. Gut zwei Monate zuvor, am 14. Dezember 2015, hatte Kengeter im Rahmen eines Vergütungsprogramms Deutsche-Börse-Anteile im Wert von 4,5 Millionen Euro gekauft, die er nicht vor Ende des Geschäftsjahres 2019 verkaufen darf. Nach Bekanntgabe der Fusionspläne stiegen die Aktienkurse beider Unternehmen deutlich.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen des Verdachts auf Insiderhandel gegen Kengeter. Nach Erkenntnissen der Ermittler gab es bereits im Sommer 2015 Gespräche der Leitungsebenen der beiden Unternehmen über einen möglichen Zusammenschluss.

Zur umstrittenen Fusion gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange haben den geplanten Verkauf der Sparte LCH.Clearnet SA der Europäischen Kommission jetzt formell vorgeschlagen. Mit dem bereits angekündigten Geschäft soll wettbewerbsrechtlichen Bedenken begegnet werden, wie die beiden Börsenbetreiber am Dienstag mitteilten.

Am Dienstag laufe die Frist ab, Brüssel Vorschläge zur Abmilderung der Fusionsfolgen zu machen. Jetzt seien die EU-Wettbewerbshüter am Zuge, sie müssen die Marktteilnehmer befragen. Die beiden Unternehmen hatten den Verkauf der Pariser Abrechnungs- und Abwicklungstochter im Herbst 2016 vorgeschlagen. Anfang Januar teilten sie zudem mit, dass mit der Euronext schon ein möglicher Käufer bereit stehe.

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Quelle: Handelsblatt