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Deutsch-französische Ökostrom-Kooperation

Flagge der Bundesrepublik Deutschland.
Flagge der Bundesrepublik Deutschland. pixabay.com pixabay.com

PARIS (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam den Ausbau erneuerbarer Energien verstärken. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) sagte am Donnerstag bei einem Besuch in Paris, es gebe bei der neuen französischen Regierung "ein hohes Maß an Bereitschaft, mit Deutschland zusammenzuarbeiten". Frankreich will mittelfristig den Anteil der Atomkraft an der Stromproduktion von 75 auf 50 Prozent drücken. Altmaier betonte, während Frankreich weiter vor allem auf Kernenergie zum Ausgleich der je nach Wetter schwankenden Wind- und Solarstromproduktion setze, wolle Deutschland dies mit anderen konventionellen Energieträgern tun. Deutschland will den bis 2022 geplanten Atomausstieg vor allem mit neuen Gaskraftwerken abfedern.

Die Zusammenarbeit soll unter anderem mit einem gemeinsamen Erneuerbare-Energien-Büro verstärkt werden. Deutsche Unternehmen könnten von der geplanten französischen Ökostromoffensive in hohem Maße profitieren. Notwendig wäre aber auch ein stärkerer grenzüberschreitender Netzausbau, etwa damit die Stromflüsse besser auf Produktion und Verbrauch abgestimmt werden können.

Bereits jetzt profitiert Frankreich dank des deutschen Wind- und Solarstrombooms von mehr Stromimporten aus dem Nachbarland. Schon bei der weltgrößten Konferenz für erneuerbare Energien in Abu Dhabi hatte Altmaier mit Umweltministerin Delphine Batho im Januar über mehr Kooperation gesprochen, Frankreich soll auch Gründungsmitglied in Altmaiers Vorreiterbündnis, dem "Club der Energiewendestaaten", werden./ir/aha/DP/she

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Quelle: dpa-AFX