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Der Niedergang des Mittelständlers Schumag

Jahrelang wurde das Traditionsunternehmen Schumag im besten Fall schlecht geführt, im schlimmsten Fall von den Unternehmenslenkern ausgeplündert. Heute fehlen dem Mittelständler Millionen.

Mit Johannes Ohlinger ist bei dem Aachener Maschinenbauer Schumag die Tugend der Sparsamkeit eingezogen. Der 60-jährige Alleinvorstand schaltet in den leeren Büros des Verwaltungsgebäudes abends das Licht aus. Als Dienstwagen fährt er einen Hyundai. Jeder soll sehen, dass es mit der Verschwendungssucht bei der Schumag AG vorbei ist.

Die Zeichen, die Ohlinger zu setzen versucht, sind überfällig. Denn das 1830 gegründete Traditionsunternehmen, das mit Präzisionsteilen made in Germany wirbt, ist in Nöten. Der Mittelständler mit 49 Millionen Euro Umsatz und rund 660 Beschäftigten schreibt seit fünf Jahren Verlust. Vor einem Jahr teilte Ohlinger den Aktionären mit, dass die Hälfte des Grundkapitals verbraucht ist.

Viele Millionen Euro versenkt

Der Niedergang resultiert nicht nur aus dem scharfen Wettbewerb, der bei Antriebswellen, Stiften und Ventilen für die Autoindustrie tobt. Und auch der Umsatzeinbruch in der Finanzkrise 2009 sowie der überbordende Verwaltungsapparat nach dem Verkauf einer wichtigen Sparte erklären die miese Lage nur unzureichend.

Der Kern des Übels bei Schumag liegt darin, dass das Unternehmen im besten Fall schlecht geführt, im schlimmsten Fall von Aktionären, Aufsichtsräten und Vorständen für eigene Interessen missbraucht und geplündert wurde. Das zeigen interne Schumag-Unterlagen, die der WirtschaftsWoche vorliegen. Danach fehlen dem Unternehmen heute Millionen, die für dubiose Berater, für unnütze Investitionen und für private Zwecke bis hin zum Bordellbesuch draufgingen.

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