Ad hoc-Mitteilungen

Defekte Takata-Airbags verursachen weitere Rückrufwelle

Ein roter Toyota.
Ein roter Toyota. pixabay.com pixabay.com

WASHINGTON (dpa-AFX) - Defekte Airbags des japanischen Herstellers Takata haben bereits den größten US-Rückruf der Automobilgeschichte verursacht - nun gibt es neue Probleme. Auf dem US-Markt sind weitere 1,4 Millionen Fahrzeuge betroffen, warnt die Verkehrsaufsicht NHTSA. Weltweit wurden laut Takata 4,45 Millionen der problematischen Airbag-Inflatoren verkauft. Konkretere Angaben gab es am Donnerstag zunächst nicht. Bei den Airbags besteht die Gefahr, dass sie nicht richtig auslösen. Auch zwei deutsche Hersteller sind betroffen.

BMW (BMW Aktie) prüft nach eigenen Angaben weltweit 750 000 Autos. Der Hersteller geht aber davon aus, dass nur rund 20 Prozent noch in Betrieb sind, da es um Fahrzeuge aus den Jahren 1997 bis 2000 gehe. Zudem sei in weniger als der Hälfte der Modelle, die nun untersucht würden, der problematische Airbag verbaut. In Deutschland sind laut BMW 210 000 Autos betroffen. In US-Dokumenten ist die Rede von zwei Unfällen in Australien - einer davon tödlich - und einem in Zypern. Die Fahrzeuge stammten von BMW, wie das Unternehmen auf Nachfrage bestätigte.

Zudem sind laut der US-Behörde die VW -Tochter Audi , Honda , Toyota und Mitsubishi (Mitsubishi Aktie) betroffen. Von Audi war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Defekte Takata-Airbags bereiten seit Jahren Probleme und haben den bislang größten US-Autorückruf verursacht. Zu stark auslösende Luftkissen, die Teile der Metallverkleidung durch das Fahrzeug schleudern, werden mit zahlreichen Verletzungen und 29 Todesfällen in Verbindung gebracht. Takata hat in den USA ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Milliardenstrafe akzeptiert. Das Airbag-Debakel trieb das Unternehmen 2017 in die Insolvenz./hbr/DP/men

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem wöchentlichen Marktüberblick.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Quelle: dpa-AFX