Ad hoc-Mitteilungen

Das Prinzip rosarote Hoffnung

Für das Minus in Milliardenhöhe kann man Telekom-Chef René Obermann nur bedingt verantwortlich machen. Was man ihm ankreiden kann: Er hinterlässt seinem Nachfolger eine maue Wachstumsstory.

Es ist kein Abschied nach Maß: In der letzten Jahresbilanz, die der scheidende Telekom-Chef René Obermann vorlegt, steht ein Minus von 5,3 Milliarden Euro. Damit verantwortet der Manager, der zum Jahresende nach mehr als sieben Jahren an der Spitze das Unternehmen verlassen wird, das zweitschlechteste Ergebnis der Firmengeschichte.

Der Milliarden-Fehlbetrag ist nicht das, was er im Namen trägt, betonte der Manager jedoch am Donnerstag. Uns fehlen keine Mittel, um die Entwicklung des Konzerns voranzutreiben. Denn das Minus geht fast ausschließlich auf eine Abschreibung auf die schwächelnde US-Tochter zurück. Ohne diesen Einmal-Effekt betrug der Überschuss 2,5 Milliarden Euro.

Und so präsentiert die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) die Bilanz als Dokument der rosaroten Hoffnung. Hoffnung darauf, dass es endlich eine Lösung fürs schwierige US-Geschäft gibt. Aber auch darauf, dass sich die hohen Investitionen  etwa in schnelle Netze und intelligente Dienste  bald auszahlen und damit Umsatz und Gewinn wieder steigen. Spätestens wenn die Konjunktur in Europa wieder anzieht.

Die US-Tochter schreibt schon seit Jahren rote Zahlen, und seit Jahren sucht die Telekom nach einem Ausweg. Der Verkauf von T-Mobile USA an den Branchenriesen AT&T scheiterte jedoch an den Kartellbehörden. Daraufhin fand der Bonner Konzern eine kleine Lösung: Im Oktober gab er bekannt, dass seine Tochterfirma mit dem kleinen Anbieter MetroPCS zusammengeht.

Dabei wird die T-Mobile USA allerdings niedriger bewertet als beim Einstieg im Jahr 2000. Der damalige Telekom-Chef Ron Sommer machte für den Kauf von Voicestream 40 Milliarden Euro locker  aus heutiger Sicht ein überzogener Preis. Ein Trost: Die Liquidität beeinflusst diese Korrektur nicht.

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Quelle: Handelsblatt