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Credit Suisse wehrt sich gegen weitere Auflagen der Politik

Ein Trader bei seiner Arbeit (Symbolbild).
Ein Trader bei seiner Arbeit (Symbolbild). © ismagilov / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © ismagilov / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat genug von neuen Regeln. Vorstandschef Brady Dougan warnte in der "Börsen Zeitung" (Dienstag) vor einer weiteren Verschärfung der Kapitalauflagen, wie sie in der Schweiz von zahlreichen Politikern gefordert wird. Die bisherigen Vorgaben reichten aus. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Steuerzahler noch einmal eine Großbank retten müssen, liegt sehr nahe bei null." Erst vor wenigen Tagen hatte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf die Eigenkapitalquoten von Credit Suisse und UBS immer noch für zu niedrig erklärt.

Dem widersprach Dougan vehement. "Wenn das Ziel darin besteht, dass die Steuerzahler nie mehr in die Lage kommen sollen, eine Bank retten zu müssen, dann finden wir bei der Credit Suisse, dass die Voraussetzungen dafür jetzt erfüllt sind.", sagte er. "Es ist wichtig, dass auch die Politik dies anerkennt." Die Aktien der beiden Schweizer Großbanken verloren angesichts der politischen Diskussion in den vergangenen Tagen deutlich an Wert.

Zugleich verteidigte er sein Festhalten am Investmentbanking, während Erzrivale UBS sich von großen Teilen wie zum Beispiel dem Anleihenhandel trennt. "Es gibt Investoren und vor allem auch Konkurrenten, die uns am liebsten ganz aus dem Investmentbanking aussteigen sehen würden", erklärte Dougan. "Aber wir glauben eben nicht, dass dies der beste Weg ist, um den Aktionärsnutzen der Bank zu optimieren."/enl/zb/fbr

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Quelle: dpa-AFX