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Chinas Hinterland plant Wachstumsfeuerwerk

Zahlreiche chinesische Provinzen peilen dieses Jahr enorme Wachstumszuwächse an. Es entstehen neue Absatzchancen  doch zugleich wächst die Sorge vor Überhitzung.

Boom ohne Ende: Die chinesischen Provinzen zielen im laufenden Jahr erneut auf sehr hohe Wachstumsraten. Vor allem die abgelegeneren Regionen planen einen Wirtschaftszuwachs zwischen zehn und 14 Prozent, wie Staatsmedien diese Woche berichten. Die Provinzregierungen wollen das Wachstum vor allem durch neue Sachinvestitionen voranbringen. Dazu gehören der Ausbau von Straßen, Eisenbahnen und Flughäfen, aber auch die Errichtung neuer Fabriken und die Anschaffung von Maschinen. Trotz Krisen in USA und EU will China sein hohes Konjunkturniveau auf diese Weise aufrecht erhalten.

Den höchsten Anstieg der Wirtschaftsleistung plant die bitterarme Provinz Guizhou mit einem Plus von 14 Prozent. Die bislang noch rückständigen Regionen wollen vorpreschen, um gegenüber den reichen Küstengegenden wie Peking oder Kanton aufzuholen. Gerade Chinas westliche Regionen entwickeln derzeit eine enorme Wachstumsdynamik, sagt Wirtschaftsexperte Uwe Haizmann von der Beratungsfirma EAC in Shanghai. Für deutsche Unternehmen eröffnen sich dadurch enorme Chancen: Hier spielt sich das chinesische Wachstumswunder erneut ab. Zudem sind die Löhne dort noch niedrig.

Tatsächlich sind viele internationale Großunternehmen bereits mit dabei und treiben den Trend durch ihre Investitionen kräftig an. Die BASF (BASF Aktie) beispielsweise hat ein Chemiewerk in der zentralchinesischen Metropole Chongqing gebaut. Auch der Apple-Produktionspartner Foxconn erweitert derzeit seine Kapazitäten in der Provinz. Für Konsumangebote wird das Hinterland ebenfalls immer interessanter. Adidas (adidas Aktie) eröffnet derzeit dort Hunderte neuer Läden.

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Quelle: Handelsblatt