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Chemie-Branche warnt vor Wettbewerbsproblemen durch Energiewende

Lagerung von Fässern mit Chemikalien (Symbolbild).
Lagerung von Fässern mit Chemikalien (Symbolbild). © industryview / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © industryview / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, hat davor gewarnt, durch die Kosten der Energiewende der heimischen Wirtschaft zu schaden. "So wie wir es jetzt machen, drücken wir auf die Wettbewerbsfähigkeit bei den Unternehmen", sagte Vassiliadis am Montag in Stuttgart auf einer Tagung zur Energieversorgung. Gleichzeitig bekräftigte er seine Forderung, die Finanzierung der Energiewende generell zu überdenken. Deutschland habe im internationalen Vergleich besonders hohe Kosten, was sich auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auswirke.

Zu der Tagung waren Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter der Chemie-Branche ebenso gekommen wie Vertreter aus der Politik.

Baden-Württembergs Umweltminister Frank Untersteller (Grüne) wies die Kritik zumindest teilweise zurück. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Strompreise nur wegen der Energiewende stärker nach oben gingen, betonte er. "Ich habe keinen Anhaltspunkt dafür, dass sie stärker steigen als in der Vergangenheit."

Der Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände in Baden-Württemberg, Thomas Mayer, unterstütze unterdessen Vassiliadis Standpunkt. "Wir glauben, dass dringend ein kompletter Umbau der finanziellen Lasten aus der Energiewende nötig ist", sagte Mayer. Die chemische Industrie müsse als Branche etwa 800 Millionen Euro für die sogenannte EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) zahlen. "Im Bezug auf den internationalen Wettbewerb ist das ein Standortfaktor."/lan/DP/stb

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Quelle: dpa-AFX