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Bundesbank warnt vor Folgen der Schifffahrtskrise für die Bankenbranche

Blick auf die Frankfurter City. Die Mainmetropole ist einer der wichtigsten europäischen Finanzplätze.
Blick auf die Frankfurter City. Die Mainmetropole ist einer der wichtigsten europäischen Finanzplätze. pixabay.com pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bundesbank hat vor Risiken für Banken infolge der schweren Krise in der Schifffahrtsbranche gewarnt. Die Finanzierung immer größerer Schiffe und ein "Absturz der Frachtraten in ungeahnte Tiefen" stelle ein "beträchtliches" Risiko für Geldinstitute dar, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret am Montag in einer Rede in Hamburg. Mittlerweile betrachte die Bundesbank die Krise der Reedereien aus einem "breiteren Blickwinkel, der die Stabilität des gesamten Finanzsystems im Auge hat."

Mitte 2012 habe das Volumen aller Darlehen der wichtigsten Kreditgeber der Schifffahrtsbranche etwas mehr als 100 Milliarden Euro betragen, so Dombret. Bisher habe die zumeist robuste Konjunktur den deutschen Banken geholfen, die Probleme aus den Kreditgeschäften mit Reedereien aufzufangen. Seit einiger Zeit werden betroffenen Banken dennoch besonders aufmerksam analysiert, so Dombret.

Ein Cocktail aus viel zu optimistischen Erwartungen und einer nicht tragfähigen Kreditaufnahme habe zur Krise in der Schifffahrt geführt. Nach dem Einbruch der Weltkonjunktur 2008 stehe gesamte Branche vor der Aufgabe, ihr Geschäftsmodell in einem schwierigen Marktumfeld zu überprüfen, sagte Dombret./jkr/bgf

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Quelle: dpa-AFX