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Biden: 'Kriegspräsident' Trump hat das Corona-Schlachtfeld verlassen

US-Präsident Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump. Foto: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America (https://. Foto: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Donald_Trump_(25218642186).jpg), „Donald Trump (25218642186)“, Zuschnitt von ARIVA.DE, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/legalcode

WILMINGTON (dpa-AFX) - Angesichts von mehr als 125 000 Corona-Toten in den USA und besorgniserregend steigenden Fallzahlen hat der designierte Präsidentschaftskandidat Joe Biden dem Amtsinhaber Donald Trump Versagen vorgeworfen. "Es scheint, dass unser "Kriegspräsident" sich ergeben, die weiße Flagge geschwenkt und das Schlachtfeld verlassen hat", sagte Biden bei einer Rede am Dienstag in Wilmington (Delaware). Er bezog sich damit auf Trumps Aussage vom März, er fühle sich in Zeiten des Kampfes gegen die Pandemie als "Kriegspräsident".

Trump habe Zeit für wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vergeudet, sagte Biden. Die Infektionen stiegen in einer Reihe von Bundesstaaten an, große Ausbrüche könnten bevorstehen. "Donald Trump macht so gut wie gar nichts dagegen. Mister Präsident, die Krise ist real", sagte Biden. Der Demokrat sprach sich für eine grundsätzliche Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und eine Rückkehr zur Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO aus. Er selbst werde bis zur Abstimmung im November keine großen Wahlkampfveranstaltungen abhalten.

"Wir können uns nicht weiter zur Hälfte wieder erholen und zur Hälfte schlechter werden. Wir können nicht weiter zur Hälfte Masken tragen und zur Hälfte die Wissenschaft ablehnen. Wir können nicht zur Hälfte mit einem Plan weitermachen und zur Hälfte nur auf das Beste hoffen", sagte Biden. Die US-Staaten gehen sehr unterschiedlich gegen Corona vor. Während ehemalige Epizentren wie New York und andere Staaten im Nordwesten die Zahlen deutlich senken konnten, melden Staaten wie Florida und Texas im Süden momentan die höchsten Ansteckungszahlen seit Beginn der Pandemie. Trump drängte dabei auf eine frühzeitige Wiedereröffnung der Wirtschaft.

Biden wurde auch gefragt, ob er am Verfall seiner geistigen Fähigkeiten leide - ein Vorwurf, den vor allem Trump ihm immer wieder macht. "Ich kann es kaum erwarten, meine geistigen Fähigkeiten mit denen des Mannes zu messen, gegen den ich antrete", antwortete der 77-Jährige./scb/DP/fba

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Quelle: dpa-AFX