Baumwolle: Handelskonflikt und höhere US-Ernte belasten

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Baumwollpreis, der im Juni auf über 93 US-Cents je Pfund in die Höhe geschnellt war, notiert nun wieder unter 80 US-Cents und damit so niedrig wie zuletzt im Februar. Auch hier spielt der Handelsstreit eine Rolle, denn seit Juli unterliegen Einfuhren von US-Baumwolle nach China einem Strafzoll von 25 Prozent, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

Mitte September habe das US-Landwirtschaftsministerium zudem seine Schätzung für die US-Produktion etwas angehoben. Grund seien späte Regenfälle gewesen, die eine Aufgabe zusätzlicher Flächen v.a. in Texas und Oklahoma verhindert hätten. Dies habe den etwas niedriger angesetzten Ertrag mehr als ausgeglichen. Zwischenzeitliche Sorgen wegen möglicher Zerstörungen durch den Hurrikan Florence hätten sich ebenfalls wieder gelegt. Zwar habe der Sturm zu einer Verschlechterung des Pflanzenzustands in North Carolina geführt. In den zwei Hauptanbaustaaten – der mit Abstand größte sei Texas, gefolgt von Georgia – habe sich der Pflanzenzustand aber zuletzt verbessert, auch wenn er weiterhin deutlich schlechter als im Vorjahr sei, heißt es weiter.

„In Texas etwa werden aktuell nur 23 Prozent der Pflanzen mit gut oder sehr gut bewertet, im herausragenden letzten Jahr waren es zur gleichen Zeit 59 Prozent. In Indien scheint die Belastung mit dem Schädling Baumwollkapselwurm (Pink Bollworm) niedriger zu sein als befürchtet. Im August war noch von 700 betroffenen Ortschaften die Rede, nun sollen es doch nur 20 sein. Unterstützt wurde der Preisrückgang bei Baumwolle wohl auch durch einen Rückgang der spekulativen Netto-Long-Positionen um gut 40 Prozent seit Juni“, so die Commerzbank-Analysten.

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