Ad hoc-Mitteilungen

BANG-Papiere überholen FANG-Aktien: Anleger setzen auf Goldminen statt auf Big-Tech

Die sogenannten FANG-Aktien, Facebook, Amazon, Netflix und Google, lagen lange Zeit im Trend, aber die Aktie des Streaming-Giganten Netflix legte in den vergangenen sechs Monaten eine nahezu unterirdische Performance von -25,5 Prozent hin. Die anderen drei Papiere liegen – ebenfalls recht ernüchternd – zwischen +8,5 Prozent und -1,6 Prozent. Auch auf Jahresbasis sind zweistellige Zugewinne nur bei Facebook zu verzeichnen: +16,4 Prozent.
Die Website von Netflix.
Die Website von Netflix. - © GoodLifeStudio / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

Ein wichtiger Indikator für Netflix ist die „Cash Burn Rate“. Netflix wird in diesem Jahr laut jüngsten Schätzungen 3,4 Milliarden US-Dollar verbrennen, so Barron‘s. Für 2020 gehen Experten von nochmals 2,5 Milliarden US-Dollar aus, was nach fünf Jahren über zwölf Milliarden US-Dollar ausmacht.

Vor noch einem Jahr wurde erwartet, dass Netflix bis 2021 einen positiven Free Cash Flow erreichen würde. Jetzt gehen die Analysten von 2022 aus.

Netflix gehört unter den FANG-Aktien zu den Verlierern. In den vergangenen zwölf Monaten verzeichnete das Papier eine Performance von -26,2 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch lag bei 343,20 Euro und das Tief bei 213,69 Euro pro Anteilsschein. Aktuell steht die Aktie bei 243,70 Euro. Im Jahr 2018 meldete Netflix einen Umsatz von 15,79 Milliarden US-Dollar und kommt auf circa 160 Millionen Nutzer weltweit.

Die Netflix-Aktie schätzte Kannan Venkateshwar von Barclays in der jüngsten Bewertung vom 23. September 2019 als „sehr teuer“ ein, so CNBC. Die aktuelle Einschätzung sei nur zu rechtfertigen, wenn Netflix seinen Umsatz pro Nutzer steigern könne und gleichzeitig die Kundenfluktuationsrate verringere. Darüber hinaus beginnt der Marktanteil von Netflix erst langsam international zu wachsen. Der aktuelle Netflix-Aktienkurs beruhe laut Barclays in erster Line auf der Prognose, dass bis 2026 circa 750 bis 1,3 Milliarden Kunden Netflix nutzen werden.

Aber die Konkurrenz schläft nicht. So wird dre Streamingsdienst Disney+ in den USA im November starten. Auch Apple, Warner Medien und NBC wollen Kunden von Netflix abwerben. Neben Barclays reiht sich auch Credit Suisse in die Reihe der Netflix-Skeptiker ein. Laut Credit Suisse werde Netflix seine Q3-Ziele nicht erreichen, die Zahl der Abonnenten nicht genügend steigern können und unter erheblichen Preisdruck durch die Konkurrenz stehen, so finanzen.ch.

Spannender Blick auf Amazon und Apple

Schweift der Blick auf Amazon, so ist Mark Trepper, Präsident von Strategic Wealth Partners, bei Amazon weiterhin bullisch. Amazon Web Services, zu dem auch das Cloud-Computing-Geschäft gehört, verzeichnete 2018 eine jährliche Umsatzsteigerung von mehr als 45 Prozent. Trepper sagte gegenüber CNBC, dass die Amazon-Aktie einen Marktwert von 2.000 bis 2.400 US-Dollar hätte. Eine Bewegung vom aktuellen Wert auf 2.400 US-Dollar pro Anteilsschein würde eine Steigerung um circa 39 Prozent bedeuten und ein neues Allzeithoch markieren.

Auch die Erweiterung von FANG zu FAANG lässt die Performance der US-Tech-Giganten auf Jahresbasis nicht sehr viel heller leuchten. Das Apple-Papier verzeichnete auf zwölf Monatssicht ein Plus von 4,4 Prozent. Belohnt werden aber die Anleger, die vor sechs Monaten Apple ins Depot nahmen, denn mit einer Performance von +20,4 Prozent schlägt die Aktie Facebook und bewegt sich gegen den Trend.

BANG das neue FANG?

Anleger scheinen derzeit mehr auf BANG-Aktien zu stehen: Barrick Gold, Agnico-Eagle Mines, Newmont Mining und Goldcorp. Die Aktie von Barrick Gold legte im vergangenen halben Jahr um 31,9 Prozent zu und im Zwölf-Monatsblick sogar um 62,8 Prozent. In dieser Gruppe schnitt Goldcorp mit einer Zwölf-Monats-Performance von 14,2 Prozent am „schlechtesten“ ab.

Der Trend zu Rohstoff-Aktien lässt sich u. a. mit dem Goldpreis und weiterhin positivem Ausblick für das Edelmetall erklären. Auch der Hedgefund-Guru Ray Dalio empfiehlt Gold. Ein Ende der Gold-Rallye ist vorerst nicht in Sicht. Ralf Borgsmüller, Partner der PSM Vermögensverwaltung GmbH, geht für die nächsten Jahre von einem Preisanstieg auf über 3.000 US-Dollar je Feinunze aus, so sein jüngster Beitrag auf Focus.

Autor: w:o

 

 

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.