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"Ausbeutung" in der Orangensaft-Branche

Eine Studie der Gewerkschaft Verdi prangert die Orangensaft-Herstellung an: Von der Plantage bis in den Einzelhandel sei eine „zunehmende Ausbeutung auf der Beschäftigtenseite“ festzustellen.

Orangensaft aus dem Supermarkt wird einer Studie zufolge häufig unter schlechten Arbeitsbedingungen produziert und für Endverbraucher weiterverarbeitet. In der gesamten Produktions- und Lieferkette von der Plantage bis in den Einzelhandel sei eine „zunehmende Ausbeutung auf der Beschäftigtenseite“ festzustellen, heißt es in einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Untersuchung der Gewerkschaft Verdi und der Christlichen Initiative Romero (CIR) zu den Bedingungen in der Branche am Beispiel des Hauptexportlandes Brasilien.

Bereits zu Beginn der Produktionskette in dem südamerikanischen Schwellenland herrschten auf den Plantagen „üble Arbeitsbedingungen“, hieß es in der Studie. In der Region São Paulo etwa sei nur rund ein Fünftel der Arbeitskräfte festangestellt. Der Großteil arbeite mit Saisonverträgen.

Viele Pflücker verunglückten schwer, da unzureichende Leitern aufgestellt würden, hieß es in der Untersuchung. Außerdem führten die auf den Plantagen "allgegenwärtigen Pestizide" zu schleichend verlaufenden Erkrankungen. Um den staatlichen Mindestlohn zu erhalten, müssten die Pflücker hart arbeiten und 60 Kisten Orangen pro Tag ernten.

Auch in den Fabriken, die Saftkonzentrat produzieren, arbeiteten die Beschäftigten unter „extremen Bedingungen“, hieß es in der Studie. Es sei sehr laut und heiß. Zugleich werde aber nur selten Schutzkleidung gestellt. Frauen würden meist nicht fest angestellt oder entlassen, wenn sie schwanger seien.

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Quelle: Handelsblatt