Ad hoc-Mitteilungen

Auch 2012 war nicht das Jahr des Pfandbriefs

Aufgrund billiger Geldspritzen der EZB haben deutsche Institute weniger Pfandbriefe am Markt platziert. Obwohl sie recht günstige Refinanzierungsmöglichkeiten bieten, entwickelten sich die Briefe 2012 nicht stabil.

Die billigen Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben den Pfandbrief 2012 weniger attraktiv gemacht. Insgesamt ging der Absatz dieser mit Hypotheken, Schiffskrediten oder Darlehen an die öffentliche Hand besicherten Anleihen hierzulande auf 56,6 (2011: 72,8) Milliarden Euro zurück, wie der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) am Montag mitteilte. Die Branche hatte zumindest auf eine stabile Entwicklung gehofft, ist der Pfandbrief doch eigentlich eine recht günstige Refinanzierungsmöglichkeit für die Banken. Doch die EZB hatte Ende 2011/Anfang 2012 rund eine Billion Euro zu Mini-Zinsen ins Finanzsystem gepumpt, um die größte Not der europäischen Geldhäuser zu lindern. Damit saugten sich auch die deutschen Institute voll - und platzierten weniger Pfandbriefe am Markt.

In den Boomzeiten hatte es der deutsche Pfandbriefmarkt einmal auf einen Absatz von deutlich über 100 Milliarden Euro gebracht. Doch inzwischen reichen die Banken wegen der strengeren Eigenkapitalanforderungen nicht nur weniger Kredite aus, die sie refinanzieren müssen. Manche Häuser wie die Commerzbank (Commerzbank Aktie) steigen als Lehre aus der Schuldenkrise auch komplett aus der Staatsfinanzierung aus, wodurch Öffentliche Pfandbriefe an Bedeutung verlieren. Ihr Absatz belief sich 2012 nur noch auf 14,3 Milliarden Euro, während Hypothekenpfandbriefe im Volumen von 38,5 Milliarden platziert wurden. Dieses Ungleichgewicht dürfte sich auch im laufenden Jahr fortsetzen, prognostizierte der vdp. Insgesamt wird ein Pfandbriefabsatz von 62,5 Milliarden Euro erwartet.

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Quelle: Handelsblatt