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Anarcho-Währung Bitcoin wird seriös

Der Bitcoin galt bislang als Zahlungsmittel für Drogendealer und Terroristen. Jetzt lobt ausgerechnet US-Notenbankchef Ben Bernanke das virtuelle Geld. Steht die Anarcho-Währung vor dem Imagewandel?

Welch Ironie: Der Bitcoin entstand aus Misstrauen gegen das Finanz-Establishment. Und nun lobt ausgerechnet ein Notenbankchef das Digitalgeld. Virtuelle Währungen könnten langfristig nützlich sein, schrieb Ben Bernanke, Präsident der amerikanischen Fed – „besonders wenn die Innovationen ein schnelleres, sichereres und effizienteres Bezahlungssystem fördern“. Und eine Vertreterin des US-Justizministeriums sprach vor dem Kongress von einer „legitimen Finanzdienstleistung“.

Der Bitcoin nimmt derzeit eine erstaunliche Entwicklung. Bisher galt er als Anarcho-Währung: Entstanden als Alternative zum etablierten Bankensystem, genutzt für Drogenhandel und Geldwäsche. Auf Silkroad, dem kürzlich geschlossenen Online-Marktplatz für allerlei Illegales, war er die Leitwährung. Doch gerade mehren sich die Anzeichen, dass die digitale Devise eines Tages zu einer seriösen Währung werden könnte, nicht nur in den USA. Auch wenn sich der Bitcoin weiterhin nur bedingt als Zahlungsmittel eignet.

Das Internet-Geld wird nicht von einem Staat oder einer Zentralbank kontrolliert, sondern von Internetnutzern in komplizierten Rechenoperationen „geschürft“ – im Englischen ist vom „mining“ die Rede. Die einzelnen Einheiten bestehen aus angeblich fälschungssicheren Software-Paketen. Daran reizen die zumeist libertären Befürworter zwei Dinge: Zum einen ist die Geldmenge mathematisch begrenzt, was einen Schutz gegen Inflation bedeutet. Zum anderen werden alle Transaktionen fast anonym über das Internet abgewickelt, und zwar ohne große Transaktionskosten.

Dezentral und anonym: Es verwundert nicht, dass die Politik die Alternativwährung kritisch beurteilte. Doch jetzt beginnt ein Umdenken. Denn die US-Behörden sehen sich inzwischen dazu bereit, illegalen Transaktionen auf den Grund zu gehen. US-Behörden seien in der Lage, Schritt zu halten, sagte eine Vertreterin des Justizministeriums: „Wir konnten Protokolle und Strategien entwickeln, um damit umzugehen.“

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Quelle: Handelsblatt