Ad hoc-Mitteilungen

Allianz-Chef Bäte geht auf interne Kritiker zu - Übernahmen weiter im Fokus

Sturmschäden nach einem Hurrikan (Symbolbild).
Sturmschäden nach einem Hurrikan (Symbolbild). Elhenyo/ iStock / Getty Images Plus/ GettyImages.de / Elhenyo/ iStock / Getty Images Plus/ GettyImages.de / www.gettyimages.de

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Allianz-Chef Oliver Bäte will nach interner Kritik an seinem Modernisierungskurs auf seine Kritiker zugehen. "Ich werde mich künftig mehr um die Betreuung des mittleren Managements kümmern", sagte der Chef von Europas größtem Versicherer dem Magazin "Wirtschaftswoche" laut einem Vorab vom Freitag. Konzerninterne Kritiker werfen Bäte dem Blatt zufolge vor, sich bei dem Umbau zu verzetteln, der die Allianz (Allianz Aktie) fit fürs digitale Zeitalter machen soll. Durch die Fülle der Maßnahmen sei keine klare Richtung zu erkennen.

Bäte verteidigte seinen Kurs, er habe eine "klare Agenda für die vielen Veränderungen da draußen". Allerdings seien die Zeiten vorbei, "in denen wir den Einheiten ein fertig geschriebenes Handbuch vorlegen, in dem steht, wie das Geschäft geht".

Dabei rüttelt der Manager an der Eigenständigkeit der Allianz-Landesgesellschaften, will Doppelstrukturen abschaffen und plant länderübergreifende Produkte und Lösungen. Die Zentrale werde den Ländern nicht mehr nur Vorgaben zu den jährlichen Erträgen machen, stellte er klar. Damit bringt er die Landeschefs dem Bericht zufolge gegen sich auf. Um den Austausch zu verbessern, will er nun ein Komitee mit Vertretern der 13 wichtigsten Landesgesellschaften einrichten, das sich vier Mal im Jahr mit dem Konzernvorstand treffen soll.

Auf Übernahmen will Bäte nicht verzichten. "Wir müssen auch in Wachstum investieren", sagte er. "Wer nicht wächst, stirbt." Medienberichten zufolge verhandelt die Allianz mit dem australischen Versicherer QBE über eine Übernahme. QBE hat aber bereits abgeblockt. Die Allianz will sich zu den Spekulationen nicht äußern. Verbesserungsbedarf sieht der Manager beim Verhältnis zur Allianz Deutschland. Der "Wirtschaftswoche" zufolge hatte es dort zuletzt Kritik an den hohen Gewinnabführungen an die Konzernmutter gegeben. Die größte Konzerntochter müsse auch investieren können, sagte Bäte nun./stw/stk/stb

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem wöchentlichen Marktüberblick.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Quelle: dpa-AFX