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AKTIEN IM FOKUS 2: Deutsche-Bank-Studie treibt Lufthansa und Air Berlin an

Flagge der Bundesrepublik Deutschland.
Flagge der Bundesrepublik Deutschland. pixabay.com pixabay.com

(neu: Schlusskurse, Händlerkommentare, weitere Ergänzungen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der Lufthansa (Lufthansa Aktie) und von Air Berlin haben am Montag nach einer Studie der Deutschen Bank zu kontinentaleuropäischen Fluggesellschaften teils sehr kräftig zugelegt. Analyst Michael Kuhn hält die Restrukturierungsbemühungen der Fluggesellschaften für glaubwürdiger als in der Vergangenheit und stufte beide Aktien auf "Buy" hoch.

Das Papier der Lufthansa hob er von "Neutral" auf "Buy" und das Kursziel von 12,50 auf auf 19,00 Euro an. Radikal änderte er zudem sein Urteil für den Air-Berlin-Titel. Den stufte er von zuvor "Sell" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel zudem um 150 Prozent, nämlich von zuvor 1,40 auf nun 3,50 Euro an. Beide Werte bezeichnete der Experte als "Top Picks" unter den Titeln kontinentaleuropäischer Airlines.

Während die Lufthansa-Titel im moderat freundlichen Dax (+0,46 Prozent) um 1,68 Prozent auf 15,70 Euro zulegten, schossen im SDax die Anteilsscheine der Air Berlin förmlich in die Höhe. Mit plus 17,26 Prozent auf 2,215 Euro gingen sie aus dem Handel. Der SDAX gewann zugleich 0,07 Prozent hinzu. In Paris rückten die Aktien von Air-France KLM zudem um 1,08 Prozent auf 8,518 Euro vor, nachdem Kuhn das Kursziel von 6,50 auf 9,00 Euro angehoben hatte. Das Votum für die Aktien der französisch-niederländischen Fluggesellschaft lautet indes weiter "Hold", da ein Großteil der erwarteten Gewinnverbesserungen laut dem Analysten bereits eingepreist ist.

KURZFRISTIGE KURSTREIBER UND LANGFRISTIGE VERBESSERUNGEN

Bei allen drei Papieren sieht der Experte mit Blick auf die Quartalsberichtssaison kurzfristig positive Kurstreiber. So könnten Air France und Lufthansa aufgrund der Veräußerungen von Anteilen an der Amadeus IT Group, einem IT-Anbieter für Reservierungssysteme, positiv überraschen. Air Berlin habe durch den Verkauf des Vielfliegerprogramms im vierten Quartal 2012 einen hohen Buchgewinn verzeichnet.

Neben den kurzfristigen Kurstreibern verwies Kuhn auf langfristige strukturelle Verbesserungen. Alle drei Fluggesellschaften könnten seines Erachtens ihre Gewinne in den kommenden drei Jahren deutlich steigern. Aktuell zieht er die Papiere von Deutschlands größter und zweitgrößter Fluggesellschaft den Papieren der Air France-KLM vor. Der Grund dafür seien die im Vergleich zu Frankreich besseren Konjunkturperspektiven in Deutschland.

Zum kräftigen Kurssprung von Air Berlin sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner zudem, dass einige Händler diese Aktie nach der sehr positiven Deutsche-Bank-Studie nun wieder auf ihre Beobachtungslisten gesetzt hätten. "Das Unternehmen war lange Zeit abgeschrieben und drohte in Vergessenheit zu geraten." Weitere Händler sprachen zudem von Eindeckungskäufen. Viele, die auf fallende Kurse bei Air Berlin gesetzt und die Aktien leer verkauft hätten, seien nach der Deutsche-Bank-Studie zu Eindeckungen gezwungen gewesen, um Verluste zu begrenzen./mis/ck/he

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Quelle: dpa-AFX