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Aktien Frankfurt: Schwache EU-Daten drücken Dax unter 9.000 Punkte

Bulle vor dem Eingang der Frankfurter Börse.
Bulle vor dem Eingang der Frankfurter Börse. © Nikada / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images © Nikada / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende Wachstumsprognosen für die Länder der Eurozone haben deutsche Aktien am Dienstag belastet. Der Dax rutschte wieder unter die stark beachtete Marke von 9.000 Punkten und notierte am Nachmittag 0,59 Prozent tiefer bei 8.983,72 Punkten. Der MDax mittelgroßer Werte verlor zuletzt 0,16 Prozent auf 16.071,11 Punkte, nachdem er im frühen Handel ein Rekordhoch bei 16.150 Zählern markiert hatte. Der TecDax fiel um 0,77 Prozent auf 1.130,45 Punkte. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, büßte mehr als ein Prozent ein.

Die gesenkten Wachstumsprognosen der Brüsseler EU-Kommission für nahezu alle Euroländer habe die Märkte ein wenig verunsichert, sagte Marktanalyst Arkadius Barczynski vom Broker GKFX. Zudem habe sich eine gewisse Vorsicht der Anleger vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank EZB an diesem Donnerstag breitgemacht, sagte Craig Erlam, Marktanalyst bei Alpari Reserach. Ein ungewöhnlicher Inflationseinbruch lasse Spielraum für eine weitere Zinssenkung. Sollte sie ausbleiben, dürfte der Euro weiter erstarken und die Aktienrally beenden, vermutet Barczynski.

BERICHTSSAISON IN VOLLER FAHRT

Zudem wirft der mit Spannung erwartete Kongress der chinesischen Kommunistischen Partei am Wochenende seine Schatten voraus. So sendete Peking am Dienstag erneut Signale für eine weitere Wachstumsdrosselung im Reich der Mitte. In den USA steht am Nachmittag die Bekanntgabe des ISM-Index für den Dienstleistungssektor auf der Agenda. Aus Unternehmenssicht steht die Quartalsberichtssaison mit vier Dax-Unternehmen im Fokus.

Highlight im Dax waren Beiersdorf-Aktien mit einem Kurssprung von knapp fünf Prozent. Aufgestockte Prognosen für Umsatz und Profitabilität haben die Papiere des Konsumgüterkonzerns im Verlauf sogar auf ein Rekordhoch bei 73,69 Euro geschoben. Gewinne verbuchten auch die Aktien von FMC und der Muttergesellschaft Fresenius, die um 1,04 bzw. 3,28 Prozent kletterten. Der Sparkurs im US-Gesundheitswesen lastete zwar auch im dritten Quartal auf dem Dialysespezialisten FMC. Ein Börsianer lobte allerdings den bekräftigten Ausblick. Bei Fresenius (Fresenius Aktie) hob er den verbesserten Ausblick für die Sparte Helios positiv hervor.

SYMRISE (Symrise Aktie) UND SKY DEUTSCHLAND SPRINGEN HOCH

Ein deutliches Minus von 3,18 Prozent musste am Dax-Ende hingegen der Autobauer BMW (BMW Aktie) hinnehmen. Dabei fiel der Gewinn etwas höher als erwartet aus, während der Umsatz die Prognosen verfehlte. Analyst Tim Schuldt von der Equinet Bank sieht nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial für die Aktien der Münchener.

Symrise-Papiere feierten im MDax mit einem Kursplus von fünf Prozent die Zahlenvorlage des Aromen- und Duftstoffherstellers, der dank einer starken Nachfrage auch im dritten Quartal Umsatz und Gewinn höher als erwartet steigerte. Die Titel von Sky Deutschland legten nach Zahlen um 5,63 Prozent zu. Der Bezahlsender hat auf dem Weg aus den roten Zahlen einen weiteren großen Schritt gemacht./edh/rum --- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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Quelle: dpa-AFX