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Aktien Frankfurt: Insgesamt freundlich - Händler: Keine starken Impulse

Blick auf die Frankfurter City. Die Mainmetropole ist einer der wichtigsten europäischen Finanzplätze.
Blick auf die Frankfurter City. Die Mainmetropole ist einer der wichtigsten europäischen Finanzplätze. pixabay.com pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - In einem insgesamt eher impulslosen Handel haben sich die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Montag nur wenig von der Stelle bewegt. Vor allem der Dax zeigte sich mit einem Plus von 0,03 Prozent auf 7.595,99 Punkte eher antriebsarm. Der MDax rückte um 0,28 Prozent auf 12.999,94 Punkte vor und der TecDax pendelte zuletzt bei einem Stand von 899,66 Punkten ebenfalls um seinen Schlusskurs von Freitag. "Es gibt nur wenig Impulse", fasste Händler Niklas Breckling von der Schnigge Wertpapierhandelsbank das Marktgeschehen zusammen. Seiner Meinung nach ist die jüngste Korrektur aber noch nicht ganz abgeschlossen. Sie könnte den Markt noch bis auf 7.300 Punkte drücken.

Von dem G20-Treffen am Wochenende seien kaum Impulse ausgegangen, so Breckling. Laut Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG dürften sich die Anleger nun verstärkt auf die Wahlen in Italien am kommenden Wochenende konzentrieren. Da in die Börsen in den USA an diesem Montag geschlossen bleiben, sind auch von dieser Seite keine Kursanstöße zu erwarten.

KABEL DEUTSCHLAND PROFITIEREN WEITER VON ÜBERNAHMESPEKULATIONEN

Auf Unternehmensseite gehörten die Aktien von Kabel Deutschland mit einem deutlichen Kursplus von annähernd fünf Prozent zu den Hinguckern. Erneute Spekulationen um Übernahmepläne von Vodafone sorgten für Fantasie. Der britische Mobilfunkanbieter könnte Kreisen zufolge bereits in dieser Woche mit dem Kabelnetzbetreiber über dessen Übernahme sprechen, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet. Diese Spekulationen hatten die Kabel-Deutschland-Titel bereits vergangene Woche um knapp neun Prozent nach oben getrieben.

Metro-Aktien legten nach den jüngsten Aussagen von Konzernchef Olaf Koch um mehr als ein Prozent zu. Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" sagte der Vorstandschef des größten deutschen Handelskonzerns, dass er die Kosten strikt unter Kontrolle halten werde, um damit die Entwicklung des Konzerns zu verbessern. Index-Kollege Wincor Nixdorf gab nach Aussagen des Vorstandschefs Eckard Heidloff zur Geschäftsentwicklung dagegen 0,93 Prozent nach. Der Manager zeigte sich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg "sehr zuversichtlich", dass der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen weiter wachsen wird. Allerdings sei die Nachfrage in Zentraleuropa nach wie vor verhalten.

ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN

Im Dax setzten sich die Aktien der Lufthansa (Lufthansa Aktie) nach einer Branchenstudie der Deutschen Bank an die Index-Spitze. Schlusslicht bildeten die Anteilsscheine der Deutschen Bank nach einem "Handelsblatt"-Bericht zum Libor-Skandel. Dem Artikel zufolge droht mittelfristig aus dem Zinsskandal möglicherweise ein Schaden von mehr als einer Milliarde Euro.

Bei den beiden Autobauern Daimler (Daimler Aktie) und BMW sorgte eine Studie der UBS für deutlich gegensätzliche Kursreaktionen von plus 1,07 und minus 0,70 Prozent. Die Branchenstudie der Deutschen Bank katapultierte die Aktien von Air Berlin an die SDax-Spitze. In dem Kleinwerteindex verteuerten sich die Aktien von Bertrandt (Bertrandt Aktie) nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen um mehr als ein Prozent./rum/ag

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Quelle: dpa-AFX