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Aktien Frankfurt: Freundlich - Anleger nutzen gedrücktes Niveau für Käufe

Eingang der Frankfurter Börse.
Eingang der Frankfurter Börse. © Nikada/iStock Unreleased / Getty Images Plus/Getty Images © Nikada/iStock Unreleased / Getty Images Plus/Getty Images

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag weiterhin die Sorgen um die politische Zukunft in Italien verdrängt. Gestützt auf gute New Yorker Vorgaben rückte der Dax zur Mittagszeit um 0,53 Prozent auf 7.716,86 Punkte vor und knüpfte so an seine Kursgewinne vom Vortag an. Mit der Rückkehr über 7.700 Punkte näherte sich der Leitindex wieder seinem Stand vor dem Kursrutsch am Dienstag. Der MDax stieg zuletzt um 0,75 Prozent auf 13.239,72 Punkte, und der TecDax legte 0,69 Prozent auf 914,44 Punkte zu.

"Wie in der Vergangenheit häufig zu beobachten war, sind Kursbewegungen an den Börsen, die im Wesentlichen auf politische Ereignisse zurückzuführen sind, oftmals nur von kurzer Dauer", analysierte Marktexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) den jüngsten Kursanstieg trotz der Unsicherheiten in Italien. Ein Händler betonte, dass Anleger das gedrückte Niveau nun zum Einstieg nutzten. Mit Verweis auf die am Vorabend festen US-Börsen scheine es, als ob der Markt die Sorgen um Italien zerstreue und sich vielmehr auf die weiterhin lockere Geldpolitik in den USA konzentriere.

TELEKOM NACH ZAHLEN GRÖSSTER DAX-VERLIERER

Auf Unternehmensseite standen einige Unternehmen mit Zahlen im Blick. Aktien der Deutschen Telekom waren im Dax mit einem Abschlag von knapp einem Prozent der größte Verlierer. Analystin Heike Pauls von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) nannte das operative Ergebnis im vierten Quartal schwächer als erwartet. Der Umsatz sei zwar etwas besser als prognostiziert, die positive Überraschung hierbei aber nicht von guter Qualität, so die Expertin.

Bayer-Aktien dagegen zogen um rund zwei Prozent an, nachdem der Chemie- und Pharmakonzern seinen Umsatz sowie das operative Ergebnis deutlich steigern konnte. In der Spitze kosteten die Papiere mit 76,33 Euro soviel wie noch nie. Gleiches galt für Henkel mit einem zwischenzeitlichen Rekordhoch von 67,82 Euro. Ein Börsianer sprach hier von einer anhaltend starken Kursdynamik. Außerdem ging es für die RWE-Aktien nach einer Hochstufung von Morgan Stanley um mehr als ein Prozent nach oben.

HOCHTIEF (Hochtief Aktie) NACH ZAHLEN AUF TALFAHRT

Im MDax dagegen wirkten sich Resultate von Hochtief stark belastend auf die Papiere aus: Sie büßten rund sechs Prozent ein. Für Commerzbank-Analyst Norbert Kretlow fielen das Schlussquartal, der Ausblick und die Dividende des Baukonzerns schwächer als erwartet aus. Im Gegensatz dazu waren ProSiebenSat.1 mit plus 4,27 Prozent sehr gefragt. Ein Börsianer lobte die Zahlen des Medienkonzerns und den soliden Ausblick. Diverse positive Kurszielanpassungen hievten EADS nach den Zahlen vom Vortag mit plus fünf Prozent an die MDax-Spitze.

Bei den Technologiewerten gab es nach Zahlen ebenfalls recht ausgeprägte Kursreaktionen: Aixtron gehörten trotz tiefroter Jahreszahlen mit fast neun Prozent zu den Gewinnern. Am Markt wurde dies mit steigendem Optimismus erklärt, dass ein Tiefpunkt erreicht sein könnte. Adva dagegen stürzten am Indexende um etwa zehn Prozent ab: Als Belastung nannte ein Börsianer vor allem den Ausblick des Glasfaserkabel-Spezialisten./tih/rum

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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Quelle: dpa-AFX