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Aktien Frankfurt: Dax wenig bewegt - ThyssenKrupp im Fokus

Der Bulle vor der Börse in Frankfurt am Main.
Der Bulle vor der Börse in Frankfurt am Main. pixabay.com pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch wenig bewegt gezeigt. Die zwischenzeitlichen Verluste machte der deutsche Leitindex nach US-Konjunkturdaten großteils wett - zuletzt stand er noch 0,09 Prozent tiefer bei 9185,03 Punkten. Bereits am Vortag war er etwas von seinen zu Wochenbeginn markierten Rekordständen zurückgefallen. Für den MDax ging es am Mittwoch um 0,23 Prozent auf 16 170,37 Punkte bergab, während der TecDax 0,96 Prozent auf 1135,32 Punkte verlor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,24 Prozent auf 3041,82 Punkte.

Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Broker GKFX sah die im Oktober gegenüber dem Vormonat leicht gesunkenen US-Verbraucherpreise als Beleg, dass die Inflation stabil bleibe. Entsprechend sähen die Märkte von der Inflationsseite keinen Bedarf für die US-Notenbank Fed, die expansive Geldpolitik zu drosseln. Das am Abend anstehende Fed-Sitzungsprotokoll dürfte nach allgemeiner Einschätzung weiter Aufschluss darüber geben, wann und in welchem Umfang die Währungshüter ihre Anleihekäufe drosseln könnten.

THYSSENKRUPP (ThyssenKrupp Aktie) AM DAX-ENDE

Zuletzt hatte der scheidende Fed-Chef Ben Bernanke signalisiert, dass die Fed selbst bei einer sachten Rückführung noch lange von Zinserhöhungen absehen wird. Seine designierte Nachfolgerin Janet Yellen gilt ebenfalls als starke Befürworterin einer lockeren Geldpolitik

Bei den Einzelwerten stand ThyssenKrupp im Fokus. Die Aktien des Industrie- und Stahlkonzerns rutschten nach einem freundlichen Auftakt um 2,06 Prozent ab. Damit waren sie Schlusslicht im Dax. Zunächst hatte die Nachricht gestützt, dass die Essener wegen "exklusiver Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des US-Werks in Calvert/Alamaba" ihre für diesen Donnerstag geplante Zahlenvorlage auf den 2. Dezember verschieben. Die Gespräche, die laut ThyssenKrupp den Abschluss eines langfristigen Brammen-Liefervertrags für das Stahlwerk in Brasilien (CSA) beinhalten, deuteten aber darauf hin, dass der Konzern dieses behalten müsse, monierte ein Händler. Zudem könnte die von Medien berichtete, geplante Kapitalerhöhung etwas belasten.

ABSTUFUNGEN BELASTEN POST UND MEDIENTITEL

Darüber hinaus bewegten vor allem Analystenkommentare. Die Titel der Deutschen Post büßten 1,02 Prozent ein. Hier belastete eine Abstufung, die die US-Bank Merrill Lynch mit der zuletzt starken Kursentwicklung begründete. Zudem bringt die EU-Kommission Deutschland im Dauerstreit um staatliche Beihilfen für die Bonner vor den Europäischen Gerichtshof. Im MDax verbilligten sich die Titel von Sky Deutschland und RTL Group (RTL Group Aktie) um 1,57 beziehungsweise 3,12 Prozent. Merrill hatte die Titel beider Medienunternehmen ebenfalls abgestuft.

Dagegen ging es für Metro (Metro Aktie) dank Überlegungen für einen Börsengang seiner russischen Großmärkte um 3,12 Prozent bergauf. Bereits am Vortag hatten entsprechende Berichte die Aktie des Handelskonzerns angetrieben. Nun äußerten sich etliche Analysten positiv.

COMPUGROUP SCHWACH NACH ZAHLEN

Am TecDax-Ende sackten die Titel des Zahlungsabwicklers Wirecard nach einer Abstufung durch Barclays um 5,33 Prozent ab. Die Titel von Compugroup verloren 1,41 Prozent. Beim Koblenzer Ärztesoftwarehersteller dämpfte das schwache Geschäft in den USA auch im dritten Quartal die Ergebnisse. Laut einer Händlereinschätzung fielen die Quartalszahlen mehr oder weniger wie erwartet aus./gl/la

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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Quelle: dpa-AFX