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Aktien Frankfurt: Dax lustlos unter 13 000 Punkten - US-Konjunkturpaket offen

Bulle vor dem Eingang der Frankfurter Börse.
Bulle vor dem Eingang der Frankfurter Börse. © Nikada / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images © Nikada / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwunglos präsentiert sich der Dax zur Wochenmitte. Mit ein Grund für die Lethargie ist laut Börsianern die noch immer fehlende Einigung in der US-Politik auf ein weiteres Konjunkturprogramm in der Corona-Krise. Gegen Mittag gab der deutsche Leitindex um 0,06 Prozent auf 12 939,18 Punkte nach. Ohne neue Impulse dürfte dem Dax eine Rückeroberung der 13 000 Punkte schwer fallen. Die runde Marke hatte er am Vortag nach fast drei Wochen zeitweise wieder übersprungen. Händler sprechen schon von einem möglichen Fehlausbruch, sehen also auch das Risiko eines Rückschlages.

Einen etwas deutlicheren Abschlag von 0,38 Prozent auf 27 503,66 Punkte verbuchte am Mittwoch der MDax der mittelgroßen Werte. Der EuroStoxx 50 rückte moderat vor.

In Deutschland veröffentlichten zur Wochenmitte nochmals zahlreiche Unternehmen Quartalsberichte, darunter Eon aus dem Dax. Der Energiekonzern senkte wegen der Covid-19-Pandemie die Prognose. Die Titel gaben um 0,6 Prozent nach.

Freenet stehen im Fokus nach einer Offerte des US-Kabelkonzerns Liberty Global für das Schweizer Unternehmen Sunrise, an dem der deutsche Mobilfunker beteiligt ist. Die Amerikaner wollen 110 Schweizer Franken je Aktie zahlen und Freenet will seine Beteiligung in Höhe von 24 Prozent komplett andienen. Die Freenet-Aktien profitierten von diesen Nachrichten mit einem Kurssprung um mehr als 14 Prozent.

Evotec (Evotec Aktie) verloren nach Halbjahreszahlen und bestätigter Prognose 5,6 Prozent, hatten am Vortag allerdings sieben Prozent gewonnen. Der Wirkstoffforscher kündigte zudem höhere Ausgaben für die Forschung an. Die Aktien präsentieren sich für gewöhnlich recht schwankungsreich.

Leoni legten nach Quartalszahlen um fünf Prozent zu. Der Autozulieferer prüft Verkäufe einzelner Bereiche der Kabelsparte.

Auch die Titel der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) rückten vor, und zwar um knapp drei Prozent. Drohende Kreditausfälle infolge der Corona-Krise hatten der PBB im zweiten Quartal einen weiteren Gewinneinbruch eingebrockt. Ungeachtet dessen erwartet das Institut für 2020 ein solides Ergebnis. Insgesamt waren Aktien aus dem europäischen Bankensektor abermals gefragt. Im Dax verteuerten sich Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) als bester Wert um 1,8 Prozent./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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Quelle: dpa-AFX