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Aktien Frankfurt Ausblick: Moderates Minus - ThyssenKrupp wegen US-Werk im Fokus

Die deutsche Finanzmetropole Frankfurt am Main.
Die deutsche Finanzmetropole Frankfurt am Main. pixabay.com pixabay.com

RANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Mittwoch angesichts leicht negativer Vorgaben zunächst moderat nachgeben. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex notierte eine Dreiviertelstunde vor Börsenbeginn bei 9.173 Punkten und damit 0,22 Prozent unter dem Xetra-Schluss am Dienstag. Die noch zu Wochenbeginn markierten Rekordstände rücken damit wieder etwas in die Ferne. Der Future auf den EuroStoxx 50 deutet am Mittwochmorgen auf ein Minus von 0,30 Prozent für den Leitindex der Eurozone hin.

Im Fokus stünden weiterhin Aussagen von US-Notenbankern zur Geldpolitik sowie die tendenziell positiv aufgenommenen Entwicklungen in China, sagte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG. Nachdem die Börsen in New York aber von ihren zuletzt deutlich erhöhten Kursniveaus etwas zurückgeprallt seien, gebe es in Asien und voraussichtlich auch in Europa leichte Gewinnmitnahmen. Die Impulse von den Übersee-Börsen sind leicht negativ: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,10 Prozent seit dem Xetra-Schluss. Auf Konjunkturseite dürften laut Volkswirt Dirk Gojny von der National-Bank zahlreiche Daten aus den USA den Ton angeben.

THYSSENKRUPP (ThyssenKrupp Aktie) BEI L&S STARK: VERKAUFSVERHANDLUNGEN FÜR US-WERK

Berichte über Fortschritte beim geplanten Verkauf seiner Übersee-Stahlwerke bescherten ThyssenKrupp bei Lang & Schwarz ein vorbörsliches Kursplus von mehr als einem Prozent. Der Industrie- und Stahlkonzern verschiebt wegen "exklusiver Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des US-Werks in Calvert/Alamaba" seine für diesen Donnerstag geplante Zahlenvorlage für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den 2. Dezember. Dies könnte allerdings bedeuten, dass ThyssenKrupp das verlustträchtige Stahlwerk in Brasilien behalten müsse, so dass die Aktie sich schwankungsanfällig zeigen könnte, sagte ein Händler. Zudem könnte die von Medien berichtete, geplante Kapitalerhöhung etwas belasten.

Die Einigung mit der Deutschen Bahn wegen eines Schienenkartells sei positiv. In Berichten war zuvor eine Schadensersatzzahlung von 150 Millionen Euro genannt worden. Die sei weniger als befürchtet, so der Börsianer. Zudem habe die US-Ratingagentur Moody's (Moody's Aktie) den Ausblick für den Stahlsektor auf "Stable" erhöht.

Ansonsten sorgten auch Analystenkommentare für vorbörsliche Kursausschläge. Die Titel der Deutschen Post büßten gut ein Prozent ein. Hier belastete laut Börsianern eine Abstufung durch die US-Bank Merrill Lynch. Dagegen ging es für Metro im MDax etwas bergauf, nachdem Barclays die Papiere des Handelskonzerns hochgestuft hatte und nun eine Übergewichtung empfiehlt. Im TecDax gaben die Titel von Compugroup knapp drei Prozent ab. Laut einer ersten Händlereinschätzung waren die Quartalszahlen mehr oder weniger wie erwartet ausgefallen. Zudem bestätigte der Spezialist für Ärzte-Software seinen Ausblick. Börsianer werteten die Zahlen eher kursneutral./gl/rum

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Quelle: dpa-AFX