Ad hoc-Mitteilungen

Aktien Europa: Moderate Verluste nach freundlichem Wochenauftakt

Die wehende Flagge der EU.
Die wehende Flagge der EU. pixabay.com pixabay.com

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach einem freundlichen Wochenauftakt haben Europas wichtigste Börsen am Dienstag moderat nachgegeben. Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank sprach von einem ruhigen Geschehen ohne marktbewegende Nachrichten. Die Marktteilnehmer hätten bereits im Hinterkopf, dass die US-Notenbank Fed nach zuletzt überraschend guten amerikanischen Konjunkturdaten im Dezember ihre Anleihekäufe drosseln könnte ("Tapering"). Auf der Tagesagenda standen ein paar wenige Unternehmenszahlen.

Der EuroStoxx 50 verlor zuletzt 0,28 Prozent auf 3.044,42 Punkte. In Paris gab der Cac 40 um 0,30 Prozent auf 4.277,46 Punkte nach, und der Londoner FTSE 100 sank um 0,21 Prozent auf 6.714,37 Punkte.

Im Branchenvergleich favorisierten die Anleger die Baustoffproduzenten: Im Stoxx Europe 600 legte der Sektorindex dank des deutlichen Aufschlags beim Branchenvertreter CRH (CRH Aktie) als einziger Gewinner um 0,18 Prozent zu. Dagegen ging es für den Index der Rohstoffwerte am Ende der Branchenübersicht um 1,42 Prozent bergab.

Die Aktien von CRH verteuerten sich an der EuroStoxx-Spitze um 2,58 Prozent. Die Iren bestätigten im Rahmen eines Zwischenberichts die operativen Gewinnziele für die zweite Halbjahr und kündigten an, sie könnten weitere Vermögenswerte verkaufen. Im Kielwasser dieser Entwicklung zogen die Titel des Konkurrenten Saint-Gobain um 0,62 Prozent an. Für die Papiere des Baukonzerns Vinci (Vinci Aktie) ging es um 0,85 Prozent hoch.

Die Unicredit-Aktien gewannen nach Quartalsresultaten 0,92 Prozent. Die italienische Großbank berichtete zwar wegen geringerer Einnahmen aus dem Wertpapierhandel und der Kreditvergabe einen Gewinnrückgang - dieser fiel aber geringer als von Analysten befürchtet aus. Dagegen büßten die Titel der Credit Suisse im Rahmen einer schwachen Sektorentwicklung 1,08 Prozent ein. Das Schweizer Bankhaus wehrt sich gegen weitere Auflagen der Politik.

Bei Vodafone sorgte die Zahlenvorlage nach anfänglichen Verlusten für ein Kursplus von 1,91 Prozent. Der britische Mobilfunkkonzern leidet weiter unter dem schwachen Geschäft in Südeuropa und dem Heimatmarkt sowie der Konkurrenz in Deutschland: Der Umsatz und der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gingen im ersten Halbjahr zurück. Konzern-Chef Vittorio Colao sprach von einem weiterhin sehr schwierigen Umfeld in Europa. Mut mache aber das Wachstum in den Schwellenländern. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte er.

Bei GlaxoSmithKline mussten die Aktionäre hingegen Kursverluste von 1,18 Prozent verkraften. Der Pharmakkonzern berichtete enttäuschende klinische Studiendaten für seinen Wirkstoff Darapladib./gl/ag

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem wöchentlichen Marktüberblick.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Quelle: dpa-AFX