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Aktien Europa: Märkte treten auf der Stelle - Ernüchterung

Flaggen vor dem EU-Parlament in Straßburg.
Flaggen vor dem EU-Parlament in Straßburg. pixabay.com pixabay.com

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas wichtigste Börsen sind zum Wochenschluss mehr oder weniger auf der Stelle getreten. Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank sprach von einem uneinheitlichen Bild am letzten Handelstag dieser Woche. Während die Aussagen der künftigen US-Notenbankchefin Janet Yellen die Märkte in den USA und Asien gestützt hatten, bewegten sich die wichtigsten Indizes in Europa nur in einer engen Spanne. Yellen hatte am Donnerstag bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington gesagt, die lockere Geldpolitik der USA soll auch unter ihr erst einmal beibehalten werden. Die US-Wirtschaft müsse sich noch weiter erholen und die Konjunktur robuster werden.

Laut Händler Ishaq Siddiqi von ETX Capital macht sich unter den europäischen Anlegern nach den Zahlen zum Wirtschaftswachstum am Vortag Ernüchterung breit. Daher auch die verhaltene Kursentwicklung. Der EuroStoxx 50 stand am späten Vormittag bei 3.048,60 Punkten und damit um 0,17 Prozent tiefer. In Paris trat der Cac 40 bei 4.283,52 Punkten auf der Stelle. Der Londoner FTSE 100 rückte um 0,33 Prozent auf 6.688,12 Punkte vor.

In der Branchenbetrachtung fiel vor allem der Versorgersektor mit einem Minus von mehr als einem Prozent auf. GDF Suez, Centrica und Enel (Enel Aktie) waren mit Kursverlusten zwischen 4,53 und 1,32 Prozent die größten Verlierer. Die Experten der HSBC hatten zuvor zwar die Kursziele für viele Energietitel angehoben, äußerten sich aber unverändert skeptisch zu dem Sektor. Viele der Papiere hätten seit Anfang September zu stark zugelegt. Insgesamt bleibe die finanzielle Lage vieler Unternehmen schwach und es drohten nach wie vor politische Eingriffe.

Unter den Einzelwerten stach im Leitindex der Eurozone vor allem die Aktie des französischen Medien- und Telekomkonzerns Vivendi (Vivendi Aktie) mit einem Kursaufschlag von mehr als drei Prozent hervor. Die Franzosen haben im dritten Quartal überraschend gut abgeschnitten und ihre Jahresprognose bekräftigt. Das Unternehmen hatte die Zahlen am Vorabend nach Börsenschluss vorgelegt. Der Mediensektor führte die Branchenübersicht mit fast einprozentigem Zuwachs an./rum/ag

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Quelle: dpa-AFX