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Aktien Europa: Leichter bei deutlich dünnerer Nachrichtenlage

Die Flagge der Europäischen Union.
Die Flagge der Europäischen Union. pixabay.com pixabay.com

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Freitag leichte Verluste verzeichnet. Der EuroStoxx 50 gab im frühen Verlauf 0,21 Prozent auf 3.061,60 Punkte ab. Damit liegt der Leitindex der Eurozone 12 Punkte unter seinem Hoch seit Februar 2011, das er am Mittwoch erreicht hatte. In Paris verlor der CAC 40 zuletzt 0,30 Prozent auf 4.286,90 Punkte und bleibt damit nahe seines 5-Jahreshochs. Der Londoner FTSE 100 fiel um 0,05 Prozent auf 6.727,84 Punkte.

Europäische Aktien bleiben erste Wahl, sagte Marktanalyst Jörg Rohmann vom Broker Alpari in Frankfurt. Denn die Europäische Zentralbank EZB dürfte aus seiner Sicht bald die "Bazooka" nachladen. Die Inflationsrate für die Eurozone, unvermindert hohe Arbeitslosigkeit sowie Äußerungen von EZB-Mitglied Nowotny, wonach neue Liquiditätsmaßnahmen geplant seien, machten die Möglichkeit neuer EZB-Aktionen wahrscheinlich. Nach der Zahlenflut der vergangenen Tage ist die Nachrichtenlage aber vor dem Wochenende deutlich ausgedünnt, wie Händler betonten.

Schwächster Sektor waren die europäischen Nahrungsmittelwerte mit einem Minus von 0,73 Prozent im Branchenindex mit AB Inbev am EuroStoxx-Ende. Trotz positiven Analystenkommentaren nach dem Quartalsbericht des weltgrößten Brauereikonzerns standen minus 1,29 Prozent auf 75,61 Euro zu Buche. L'Oreal setzten ihre Korrekturbewegung nach negativ aufgenommenen Zahlen vom Vortag fort.

Bester Sektor in Europa waren dagegen die Telekomwerte im Stoxx 600 Telecoms mit einem Aufschlag von 0,85 Prozent. Vodafone-Aktien kletterten nach erneut kursierenden Übernahmespekulationen an der Stoxx-Spitze um 1,92 Prozent auf 228,80 Pence hoch. Kreisen zufolge bereite der US-Telekomkonzern AT&T (AT&T Aktie) eine mögliche Übernahme des britischen Mobilfunkriesen im kommenden Jahr vor, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Vorabend. Merrill Lynch blieb daraufhin auf "Buy" mit einem Kursziel von 240 Pence. Vodafone würde "kulturell" gut zu AT&T passen, schrieb Analyst Emmet Kelly.

Aktien der Royal Bank of Scotland (Royal Bank of Scotland Aktie) (RBS) rutschten um 3,81 Prozent auf 353,60 Pence ab. Die seit der Finanzkrise größtenteils verstaatlichte unternimmt einen neuen teuren Anlauf zur ersehnten dauerhaften Erholung. Das Unternehmen kündigte am Freitag die Gründung einer internen Bad Bank an, die Problempapiere im Umfang von 38 Milliarden britischen Pfund (knapp 45 Milliarden Euro) abwickeln soll./fat/ag

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Quelle: dpa-AFX