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AKTIE IM FOKUS 2: Starkes Heimatgeschäft lässt Telekom glänzen

Beleuchtetes Logo der Deutschen Telekom an einer Filiale in Wiesbaden.
Beleuchtetes Logo der Deutschen Telekom an einer Filiale in Wiesbaden. © ollo / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images © ollo / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Telekom-Aktien haben sich am Donnerstag nach einem unerwartet starken Quartal und einem angehobenen Jahresausblick das Siegertreppchen im Dax gesichert. Mit knapp 15,60 Euro übertrumpften die Papiere ihr bisheriges Zwischenhoch von Mitte Juni um rund 2 Cent, zu dem sie die Erholung vom Corona-Crash geführt hatte. Zur Mittagszeit standen die Anteilsscheine noch mit etwa zwei Prozent im Plus.

Händler sprachen von überraschend starken Quartalszahlen sowohl beim Umsatz als auch dem operativen Ergebnis (Ebitda). Dafür verantwortlich machte Goldman-Analyst Andrew Lee vor allem das starke Geschäft auf dem Heimatmarkt. Auch in Deutschland habe die Telekom die Erwartungen an Umsatz und das operative Ergebnis getoppt, sagten Händler.

Auch Analyst Ulrich Rathe von Jefferies Research fand lobende Worte für die Entwicklung hierzulande. Die Telekom habe den Gegenwind, den die Viruskrise auf die Erlöse mit mobilen Diensten ausgeübt habe, im deutschen Heimatmarkt durch eine starke Entwicklung im Festnetzbereich mehr als ausgeglichen.

Der Branchenexperte verwies auch auf die "rekordverdächtig" niedrigen Kundenabgänge bei der Festnetztelefonie. Zudem habe der Konzern für das Breitbandgeschäft noch mehr Kunden anwerben können als zum Jahresstart. Und auch das Geschäft mit neuen Mobilfunkkunden befand Rathe als strapazierfähig.

Weniger beeindrucken konnte es, dass die Telekom im Zuge der Übernahme des US-Mobilfunkers Sprint auch ihre Ergebnisprognose für das Jahr angehoben hat. Dies spiegelt laut Lee und Rathe nur den bereits bekannten Ausblick von T-Mobile US wider. Händler schränkten daher die Bedeutung ein. Bereinigt um die Effekte der Fusion von T-Mobile US mit Sprint seien die Prognosen unverändert geblieben, hieß es.

Die US-Tochter hatte im zweiten Quartal dank der Übernahme des kleineren Rivalen Sprint mit einem Umsatzsprung und einem unerwartet hohen Gewinn glänzen können. Gepaart mit einem überraschend optimistischen Ausblick hatte dies der Aktie des inzwischen nach Kundenvolumen zweitgrößten US-Mobilfunkers in der vergangenen Woche ein Rekordhoch beschert.

Von einem solchen ist das Papier der Deutschen Telekom noch Meilenweit entfernt. Mehr als 100 Euro kostete die Aktie einmal kurz nach der Jahrtausendwende, doch mit dem Platzen der Dot.com-Blase ging es dann schnell abwärts. Mittel- und langfristig ist die Aktie für Anleger damit ein Flop, besser sieht es aber auf kurze Sicht aus: Seit dem im Zuge des Corona-Crashs erreichten März-Tief bei rund 10,40 Euro ging es bis dato um rund 50 Prozent aufwärts./tav/tih/jha/

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Quelle: dpa-AFX