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Airbus übertrifft die Erwartungen

Mit soliden Geschäftszahlen hat der Flugzeugbauer Airbus die Erwartungen der Anleger übertroffen. Am Freitag verteuerte sich die Aktie zunächst um mehr als vier Prozent.
Großraumflugzeug Airbus A380
Großraumflugzeug Airbus A380

Tom Enders, Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus, sieht sein Unternehmen auf Kurs. "Wir sind auf gutem Weg, unsere Vorgaben zu erreichen", sagte er bei Präsentation der Halbjahresbilanz. Dank zahlreicher Bestellungen von zivilen Fluggesellschaften lag das Auftragsvolumen von Airbus im ersten Halbjahr 2015 um acht Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Der Bau von Passagierflugzeugen ist das wichtigste der drei Geschäftsfelder des Konzern, in diesem Sektor steigerte Airbus den operativen Gewinn in den ersten sechs Monaten um fünf Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 auf mehr als 1,4 Milliarden Euro. Besonders das zweite Quartal 2015 lief für Airbus im Zivilbereich offenbar glänzend.

Der Absturz des Militärtransporters A400M trübte hingegen die Bilanz deutlich: Airbus musste eine Sonderbelastung in Höhe von 290 Millionen Euro ausweisen, weil nach dem Unfall Testflüge gestoppt wurden und Verzögerungen in der Produktion entstanden. Aufgrund dieser Belastung sank der operative Gewinn der Gesamtkonzerns (EBIT) im zweiten Quartal um zwölf Prozent auf 988 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch konnte Airbus von April bis Ende Juni unter dem Strich einen Reingewinn von 732 Millionen Euro verzeichnen - 36 Millionen mehr als im Vergleichszeitraum.

An der Börse kamen die Zahlen gut an: Am Freitagvormittag kletterte der Preis der Airbus-Aktie zunächst um mehr als vier Prozent. 

Airbus Group (vormals EADS) ist der größte Luft- und Raumfahrtkonzern Europas. An dem Konzern sind Frankreich, Spanien und Deutschland als größte Aktionäre über Holdingsgesellschaften beteiligt. Die Aktie von Airbus ist Bestandteil von MDAX und EuroStoxx 50.

Erst vor wenigen Tagen hatte Konkurrent Boeing seine Jahresprognose einkassiert. Der Gewinn des US-Unternehmens lag im zweiten Quartal mit 1,1 Milliarden Dollar rund ein Drittel unter dem des Vorjahreszeitraums. Als Grund führte der Konzern deutlich höhere Kosten für den Bau von Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe an. Der Umsatz war um elf Prozent gegenüber dem 2. Quartal 2014 gestiegen und betrug 24,5 Milliarden US-Dollar.

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