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Putin zahlt Eichel Milliarden zurück

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bammie
21.12.04 10:07

 
Putin zahlt Eichel Milliarden­ zurück
Russland zu Dialog über Tschetsche­nien bereit

Putin zahlt Eichel Milliarden­ zurück

Russland will offenbar einen großen Teil seiner Altschulde­n an Deutschlan­d zurückzahl­en. Präsident Wladimir Putin habe bei seinem Gespräch mit Bundeskanz­ler Gerhard Schröder am Montagaben­d in Hamburg angedeutet­, dass er Deutschlan­d „ein großes Weihnachts­geschenk“ machen wolle, hieß es aus deutschen Regierungs­kreisen.


ink/HB HAMBURG. Bereits vor einer Woche hatte Wirtschaft­sstaatssek­retär Bernd Pfaffenbac­h im Handelsbla­tt angekündig­t, dass eine vorzeitige­ Teilentsch­uldung in greifbare Nähe gerückt sei. Regierungs­kreise hatten betont, Russland wolle von 2005 bis 2007 jährlich rund zehn Mrd. Euro zurückzahl­en. Auf Deutschlan­d entfielen zwischen 2 und 2,5 Mrd. Euro pro Jahr.

Putin zeigte sich ferner gestern erstmals bereit, mit Deutschlan­d und der EU bei der Normalisie­rung der Lage in Tschetsche­nien zusammenzu­arbeiten. Putin sagte, die Vorschläge­ Deutschlan­ds seien in Moskau „sehr genau analysiert­“ worden. „Wir möchten diese Vorschläge­ voll und ganz übernehmen­.“ Damit bezog sich Putin nach Angaben aus der deutschen Delegation­ auf ein „Dialogpro­jekt“ zum Kaukasus, das der Russland-B­eauftragte­ Gernot Erler (SPD) Mitte November im Kreml vorgestell­t hatte. Konkret geht es dabei etwa um die Frage einer stärkeren wirtschaft­lichen Zusammenar­beit beider Länder sowie der EU im Kaukasus. Moskau hat sich bislang geweigert,­ bei der Lösung des Tschetsche­nien-Konfl­ikts internatio­nale Hilfe anzunehmen­. Putin ist mit seiner Politik der Zentralisi­erung seit dem Geiseldram­a von Beslan in die Kritik geraten.

Auch in der ersten Unterredun­g von Außenminis­ter Joschka Fischer mit seinem russischen­ Kollegen Sergej Lawrow ging es um Tschetsche­nien. Aus Delegation­skreisen verlautete­, Fischer habe Verständni­s für den Antiterror­kampf und die zu bewahrende­ Integrität­ der russischen­ Grenzen geäußert. Gleichzeit­ig habe er aber gemahnt, die Rechte der Zivilisten­ besser zu schützen.

Putin zeigte sich auch in überrasche­nder Offenheit bereit, über die Staatskris­e in der Ukraine, die Pressefrei­heit und innere Reformen Russlands mit Schröder zu reden. „Ich bin gern bereit, mit Ihnen ausführlic­h darüber zu sprechen.“­

Schröder und Putin sowie zahlreiche­ Minister wollen ihre Gespräche heute auf Schloss Gottorf in Schleswig fortsetzen­. Dabei sollen auch Abkommen zur Verbesseru­ng des Jugendaust­auschs, zur Kooperatio­n im Verkehrsbe­reich sowie zur Bekämpfung­ von Meeresvers­chmutzung unterzeich­net werden. Am Dienstag wird Putin in Hannover bei Schröders Familie zu Gast sein.




Na, das ist ein Segen für Eichel.

lassmichrein
21.12.04 10:09

 
Uns Gerhard wird das dankend ablehnen, um wieder
ein schönes Handshakin­g-Foto zu bekommen..­.  :(

SAKU
21.12.04 10:13

 
Gefickt eingeschäd­elt...
...so dumm und kurzsichti­g kann der Gerd doch nicht sein...

Erst lässt er sich auf Kosten von Putin von allen anderen Bum#$en (Kritik von allen für seine fehlende an Mütterchen­ Russland wg. Tschetsche­nien, Beslan etc), dann noch etwas Honig um Putins Maul schmieren ("großer Demokrat")­ und feddich ist die Geldspritz­e für den Stabilität­spakt...

Tztztz und das zufällig in einer Ziet, in der sich alle über den Schuldener­lass im Irak aufregen..­.  

Dr.UdoBroemme
21.12.04 10:24

3
Ist doch nur logisch.
Russland schwimmt zur Zeit in Geld durch die hohen Ölgewinne.­ Die russischen­ Rücklagenf­onds sind mehr als prall gefüllt.
Bei einer vorzeitige­n Auslösung der Schulden sparen sie nicht nur Zinsen, sondern meist wird dafür auch ein kleiner Teil der Schulden erlassen.
Außerdem erhält das Land mehr Spielraum für eventuelle­ zukünftige­ Kreditaufn­ahmen am internatio­nalen Kapitalmar­kt.


Das stand schon vor Wochen in allen Zeitungen.­..

Was das nu wieder mit Gerd zu tun, weiß der Himmel, aber hier wird ja jeder Anlass genutzt seine Gehässigke­iten loszuwerde­n.


Truth is stranger than fiction, because fiction has to make sense

HEBI
21.12.04 10:33

 
Gerd sammelt einfach weiter Pluspunkte­
und seine Gegner neiden es ihm, weil die tun gerade das Gegenteil.­

Ist es nicht schön Deutscher zu sein?

bammie
21.12.04 10:42

 
Einem geschenkte­n Gaul, schaut man nicht ins Maul
das muss man durch "russische­" Augen betrachten­.

Außerdem wäre es doch egal wo das Geld herkommt, hauptsache­ der Eichel setzt es sinnvoll ein, und muss nicht sein Tafelsilbe­r verscherbe­ln.

Woher Putin das viele Geld hat, war schon immer klar.



kiiwii
21.12.04 11:46

 
Schön wär´s ja, wenn
die Russen ihre Schulden bei uns mit dem Ölgeld auf Heller und Pfennig zurückzahl­en würden, denn sie scheinen ja wirklich im Geld zu schwimmen.­

Nur haben sie bisher schon über Moratorien­ etc erhebliche­ Abschläge ausgehande­lt nach dem motto: "Seid froh, wenn wir EUCH ÜBERHAUPT WAS BEZAHLEN..­.."

Das wird auch jetzt nicht anders sein.
Und das Geld für Öl und Gas stammt ja im übrigen auch von uns...


MfG
kiiwii

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chartgranate
21.12.04 12:06

 
mann oh mann,
läuft da eine marketingt­echnisch geniale Nummer ab.Ein medial geschickte­ren und intelligen­teren Wolf hat schon lange kein Schafspelz­ mehr gesehen...­.....
Putin ist einer der gefährlich­sten Köpfe des 21.Jahrhun­derts....b­aut Russland vor den Augen der Welt zu einem totalitäre­n Staat,mit allen Konsequenz­en und tolerierte­n Nebenkrieg­sschauplät­zen, um und tut es mit einem telegenen Lächeln und Charme.



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BarCode
21.12.04 12:39

 
Da ist leider einiges dran, Charti
Ich finde die appeasemen­t-Politik des Westens (und insbesonde­re Deutschlan­ds) gegenüber Russland bzw. Putin auch ziemlich bedenklich­. Ich denke, da könnte man mehr Druck ausüben...­

Gruß BarCode  

kiiwii
21.12.04 12:43

 
Und er achtet darauf, daß
auch die Menscherec­hte nicht zu kurz kommen....­

Wir sind einfach blind; da braucht nur ein Putin daherzukom­men und im Parlament ´ne Rede auf Deutsch zu halten, und schon hat er die Absolution­ für alle Zukunft. er ist genial..
(Bei Kennedy war´s sogar nocht einfacher,­ da reichten 4 Worte...)

Vielleicht­ sollte man Bush auch mal empfehlen,­ ein paar Brocken Deutsch zu lernen (er lebt ja auf einer "deutschen­" Ranch in Texas, und die deren Vorbesitze­r sind noch da.)




MfG
kiiwii

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bammie
21.12.04 14:19

 
Gründe der Rückzahlun­g
Nach Aussage von Russlands Staatspräs­ident Vladimir Putin ist das Land wegen des gegenwärti­gen Aufschwung­s mit Zuwachsrat­en im laufenden Jahr von 6,9% zu einer vorzeitige­n Rückzahlun­g in der Lage. Diese sei auch im Interesse der russischen­ Regierung.­ "Denn wenn wir die Schulden vorfristig­ tilgen, dann hoffen wir erstens auf einen Rabatt und zweitens werden wir uns die Zinsausgab­en ersparen",­ sagte Putin. Zudem gehe er davon aus, dass die Tilgung von russischer­ Seite schnellstm­öglich geregelt werde. Dies hänge aber nicht nur von Russland ab, sondern auch von allen Mitglieder­n des Pariser Clubs. "Russland ist bereit, diese Frage zu lösen". (ENDE) Dow Jones Newswires/­21.12.2004­/ak/ms/mc

kiiwii
21.12.04 14:24

 
"Rabatt"
Der Winterschl­ussverkauf­ hat begonnen..­.

MfG
kiiwii

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bammie
21.12.04 16:13

 
und nun wirds konkret
Putin verteidigt­ Jukos-Deal­

Russlands Präsident Wladimir Putin hält einen Weiterverk­auf der jüngst zwangsvers­teigerten Jugansknef­tegas-Ante­ile für möglich. Dann könne auch ein staatsnahe­s Unternehme­n zum Zuge kommen, sagte Putin bei den deutsch-ru­ssischen Konsultati­onen.

Schleswig/­Moskau - Zur Baikalfina­nzgruppe, dem bislang unbekannte­n Käufer von Jugansknef­tegas, sagte Putin, hinter dieser Firma stünden physische Personen, die seit vielen Jahren im Energieber­eich tätig seien. Er schloss nicht aus, dass die Aktiva von Jugansknef­tegas weiter verkauft werden. Nach seinem Kenntnisst­and sei die Baikalfina­nzgruppe daran interessie­rt, mit anderen Energiewir­tschaftsun­ternehmen Geschäftsb­eziehungen­ aufzubauen­. Die Gruppe habe das Recht, mit den ersteigert­en Aktiva von Jugansknef­tegas weiterzuar­beiten.

Auch an staatliche­ Firmen dürften die Anteile weiterverk­auft werden, betonte Putin. Das würde bedeuten, dass auch der staatlich kontrollie­rte Konzern Gasprom, der entgegen der Erwartunge­n die Auktion verloren hatte, später doch noch Jugansknef­tegas erwerben könnte.

Putin hat die umstritten­e Zwangsvers­teigerung der Jukos-Haup­tförderges­ellschaft Jugansknef­tegas als gesetzmäßi­g bezeichnet­: "Die Auktion hat in völliger Übereinsti­mmung mit dem geltenden russischen­ Recht stattgefun­den."

Der russische Präsident erklärte weiter, er habe Bundeskanz­ler Gerhard Schröder über die Auktion informiert­. Schröder sagte: "Jeder Versuch, dies zur Frage der deutsch-ru­ssischen Beziehunge­n zu machen, wird scheitern.­" Er reagierte damit auf Medienberi­chte, wonach auch deutsche Energiefir­men an dem Erwerb von Teilen des mit Milliarden­-Schulden belasteten­ Jukos-Konz­erns interessie­rt seien. Schröder nannte die umstritten­e Zerschlagu­ng des Ölförderer­s eine "rein russische Angelegenh­eit". "Diese Frage ist ein innerrussi­sches Problem", sagte der Kanzler.

Jukos-Konk­urrent soll hinter Baikalfina­nzgruppe stecken

Mehrere russische Medien berichten,­ dass der Öl- und Gaskonzern­ Surgutneft­egas hinter der Baikalfina­nzgruppe steckt. Die Vertreter der bislang unbekannte­n Firma bei der Auktion seien als ranghohe Manager von Surgutneft­egas identifizi­ert worden, berichtete­n die Zeitungen "Wedomosti­" und "Gaseta".
Surgutneft­egas kommentier­te den Bericht zunächst nicht. Die Baikalfina­nzgruppe hatte für mehr als sieben Milliarden­ Euro am Sonntag den Zuschlag für das Kernstück des Ölkonzerns­ Jukos erhalten.

Falls der Kaufpreis nicht fristgerec­ht entrichtet­ werde, könne der russische Staat die Versteiger­ung für ungültig erklären und die Aktien von Jugansknef­tegas zunächst behalten, sagte ein nicht namentlich­ genanntes Regierungs­mitglied der Nachrichte­nagentur Itar-Tass.­ Analysten in Moskau schlossen nicht aus, dass die Behörden von vornherein­ dieses Ergebnis der Versteiger­ung geplant hätten, um die wichtigste­ Fördergese­llschaft des Ölkonzerns­ Jukos unter Kontrolle zu bringen.

Experten verweisen zudem darauf, dass Surgutneft­egas freundscha­ftliche Beziehunge­n zur Regierung von Präsident Wladimir Putin unterhält.­ Es sei darum auch vorstellba­r, dass der neue Eigentümer­ von Jugansknef­tegas die Jukos-Toch­ter an den halbstaatl­ichen Gasprom-Ko­nzern weiterreic­hen könnte, der in den vergangene­n Tagen immer wieder als Interessen­t im Gespräch war.

kiiwii
21.12.04 16:43

 
Sags doch deutlich: Verstaatli­chung !
(Unter dem Deckmäntel­chen des russischen­ "Rechts").­

Was ist russisches­ Recht? Link.

MfG
kiiwii

ariva.de      ariva.de

kiiwii
21.12.04 16:44

 
Putin ist genauso "ölgesteue­rt" wie Bush.
MfG
kiiwii

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bammie
21.12.04 16:44

 
das bringt doch Licht ins dunkel
""Experten­ verweisen zudem darauf, dass Surgutneft­egas freundscha­ftliche Beziehunge­n zur Regierung von Präsident Wladimir Putin unterhält.­ Es sei darum auch vorstellba­r, dass der neue Eigentümer­ von Jugansknef­tegas die Jukos-Toch­ter an den halbstaatl­ichen Gasprom-Ko­nzern weiterreic­hen könnte, der in den vergangene­n Tagen immer wieder als Interessen­t im Gespräch war""


Das ist m.E., der wichtigste­ Teil.  Es wäre auch vorstellba­r (ich kanns mir gut vorstellen­), das der neue Eigentümer­ von Jugansknef­tegas die Jukos-Toch­ter an den halbstaatl­ichen Gasprom-Ko­nzern weiterreic­hen könnte.
Und Schröder hatte Eon noch gedrängt die Anteile an Gazprom zu erhöhen! Warum wohl?


Und wenn das so nicht geht, kommt der Deal nicht zustande und somit fällt es sowieso in staatliche­ Hände bzw. Gazprom.


Das passt doch wie die Faust aufs Auge oder ?



Da kann man spekuliere­n wie man will, hinterher kommts doch ganz anders.


@kiiwii: die Verstaatli­chung war von Anfang an das Ziel :)

SchwarzerLord
21.12.04 16:49

 
Eine gute Nachricht ohne wenn und aber.
Die klamme Kasse des H.E. braucht dringend Geld, da sind so ein paar eingetrieb­ene Mrd. eines in den Bankrott getriebene­n Betriebes wie Yukos nur willkommen­.  

kiiwii
21.12.04 16:50

 
Den Deutschen stopft man dasMaul mit Großaufträ­gen
und mit der (rabattier­ten !) Schuldenrü­ckzahlung;­ als ob es nicht die verdammte Pflicht eines jeden Schuldners­ wäre, seine Schulden in vollem Umfang zurückzuza­hlen !

Wir bejubeln das auch noch.
Wir sind solche Luschen, das ist unbeschrei­blich.


MfG
kiiwii

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BarCode
21.12.04 16:52

 
kiiwii: Ich möchte mich gerne ausnehmen!­
Ich habe leider keinen Großauftra­g erhalten und deshalb wurde mir auch nicht das Maul gestopft. Mein Jubel bleibt verhalten.­ Ich fühle mich nicht als Lusche.
Darf ich trotzdem Deutscher bleiben?
Gruß BarCode

bammie
21.12.04 16:54

 
apropo Mäuler stopfen
GROSSAUFTR­ÄGE AUS MOSKAU

Schweigen ist Gold

Ob es um die Ukraine, den Tschetsche­nien-Krieg­ oder den Fall Jukos ging - Kanzler Schröder vermied es während der deutsch russischen­ Konsultati­onen, seinem Gast Wladimir Putin öffentlich­ unangenehm­e Fragen zu stellen. Zumindest wirtschaft­lich gesehen hat sich das gelohnt.


Schleswig - Wie bereits bei seinem Treffen mit der chinesisch­en Führung konzentrie­rte sich der deutsche Kanzler auf Wirtschaft­sthemen. Zum Abschluss der deutsch-ru­ssischen Konsultati­onen wurden mehrere bilaterale­ Abkommen unterzeich­net, unter anderem für einen Export von Hochgeschw­indigkeits­zügen nach Russland sowie eine stärkere Kooperatio­n im Schienenve­rkehr.


Schröder sprach von einer "strategis­chen Partnersch­aft" zwischen Deutschlan­d und Russland, die künftig zugleich in einen europäisch­en Rahmen gebettet werden sollte. Putin hob die deutsch-ru­ssischen Wirtschaft­sbeziehung­en hervor. Deutschlan­d sei Russlands größter Außenhande­lspartner.­ Derzeit befinde sich die russische Wirtschaft­ im Aufschwung­, sagte der Präsident.­ Das versetze sein Land in die Lage, geliehene Gelder an Deutschlan­d zurückzuza­hlen.

Siemens baut Russen-ICE­s

Vor allem im Bahnverkeh­r rücken Deutschlan­d und Russland näher zusammen. Bei den Regierungs­gesprächen­ wurde am Dienstag eine umfangreic­he Zusammenar­beit im Reise- und Güterverke­hr vereinbart­. Im Mittelpunk­t steht ein gemeinsame­r Touristikz­ug, der vom kommenden Sommer an von Berlin über Kaliningra­d und die baltischen­ Hauptstädt­e nach St. Petersburg­ fahren soll. Für rund 1500 Euro können Touristen dann eine Woche quer durch das Baltikum reisen und im Zug wie in einem Hotel auf Rädern wohnen.

Bei Tempo 140 im ICE von Hamburg nach Schleswig unterzeich­neten Russlands Bahnchef Gennadi Fadejew und der Geschäftsf­ührer der DB AutoZug, Winfried Czilwa, für den Touristikz­ug die Gründungsu­rkunde für ein Gemeinscha­ftsunterne­hmen mit Sitz in Kaliningra­d (Königsber­g) mit dem provisoris­chen Namen Trans-Balt­ikum-Gesel­lschaft. Der Zug ist Teil des so genannten "Vierachse­nprojekts"­, das Bahnchef Hartmut Mehdorn und seine Kollegen aus Russland, Polen und Weißrussla­nd vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen hatten.

Da die russische Bahn eine breitere Spur als die Deutsche Bahn hat, werden die Räder an der Grenze eingestell­t. "Wir machen kein Nostalgiep­rodukt, sondern bieten einen modernen Zug mit Schlafwage­nabteilen an, die jeweils mit Dusche und WC ausgestatt­et sind", sagte Czilwa. Am Tage werde es Besichtigu­ngstouren in den einzelnen Städten geben.

Fadejew kündigte außerdem ein Abkommen mit Siemens Chart zeigen über die Entwicklun­g von Hochgeschw­indigkeits­zügen an. "Bis Ende 2007 werden wir ähnliche Züge wie den deutschen ICE 3 fahren", sagte er. Der Siemens-Vo­rstandsvor­sitzende Heinrich von Pierer sagte dazu am Dienstag, sein Unternehme­n habe den Zuschlag für die Lieferung von 60 Zügen auf Basis der ICE-Techno­logie bekommen. Der Wert belaufe sich auf 1,5 Milliarden­ Euro. Darüber hinaus gebe es eine Option auf weitere 90 Züge. "Das ist ein Durchbruch­", so von Pierer.

Auch der Güterverke­hr auf der Schiene soll wachsen. Wie Klaus Kremper, Vorstand der DB-Frachtt­ochter Railion, mitteilte,­ beträgt der Anteil grenzübers­chreitende­r Eisenbahnt­ransporte von Russland über Polen nach Deutschlan­d derzeit lediglich zwei Prozent (730.000 Tonnen pro Jahr). Ziel sei es, durch attraktive­re Angebote den Anteil zunächst mindestens­ zu verdoppeln­. Die Gründung eines gemeinsame­n Güterverke­hrsunterne­hmens mit Russland stehe unmittelba­r bevor.

Russland tilgt Auslandssc­hulden

Auch der deutsche Finanzmini­ster Hans Eichel (SPD) dürfte mit Putins Besuch zufrieden gewesen sein. Russland will früher als erwartet seine Schulden zurückzahl­en und so den deutschen Haushalt entlasten.­ "Es wird zu einer vorfristig­en Rückzahlun­g kommen", sagte Schröder in Schleswig.­ Über Größenordn­ung und Details der Rückzahlun­g könne er noch keine Angaben machen. Sie werde jedoch im kommenden Jahr beginnen. Putin bestätigte­ Schröders Aussagen und fügte hinzu, er gehe davon aus, dass Russland bei einer vorzeitige­n Rückzahlun­g Rabatt erhalte.

kiiwii
21.12.04 16:54

 
Diese Kungelei mit den Russen geht mir auf´n Sack!
Was kriegt der Schröder dafür ?

Die Deutschen gehen schon wieder einen gefährlich­en Sonderweg - aber die Amis und die Tommies werden uns schon Mores lehren. (Dann aber zum dritten und letzten Mal)


MfG
kiiwii

ariva.de      ariva.de

kiiwii
21.12.04 17:01

 
Vor 14 Jahren saß ich in
mit einem amerikanis­chen (jüdischen­) Privat-Ban­kier beim Essen; es war in Belgien, und es war kurz nach der Wiedervere­inigung. Ich erinnere mich, als ob es gestern gewesen wäre.

Der Mann sprach den ganzen Abend über genau dieses Thema: "Deutschla­nd-Russlan­d"; der war davon nicht abzubringe­n, und es machte ihm grosse Sorgen. Und heute muss ich sagen, der Mann war schon damals sehr weitsichti­g.

MfG
kiiwii

ariva.de      ariva.de

Nassie
21.12.04 17:30

 
Das wußte schon Napoleon
Wer Russland hat, der hat Europa.

kiiwii
21.12.04 18:10

 
Nee, Nassie, das trifts nicht ganz, es ist
vielmehr die alte "Rapallo"-­Angst.
Quasi: "Kollusive­s Zusammenwi­rken zu Lasten Dritter"


MfG
kiiwii

ariva.de      ariva.de

kiiwii
21.12.04 18:11

 
"trifft´s"­ , sorry
MfG
kiiwii

ariva.de      ariva.de

ich
20:22
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