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American Aldi - Stiller Renditekoenig

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Parocorp
26.05.04 10:41

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American Aldi - Stiller Renditekoe­nig
AMERICAN ALDI

Scheue Renditekön­ige aus Maryland

Von Thomas Hillenbran­d, New York

Sie hassen Partys und Fotografen­, gehen lieber angeln oder züchten Lamas: Mitch und Steve Rales gehören zu Amerikas unbekannte­sten Unternehme­rn - und zu den erfolgreic­hsten. Sie kaufen in rasendem Tempo Firmen auf, sanieren sie mit kult-ähnli­cher Methode und erwirtscha­ften so bessere Renditen als Börsenguru­ Warren Buffett.
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Barcode-Label: Mit solchen und ähnlichen Produkten zu einer sagenhaften Rendite von 31 Prozent
GroßbildansichtBarcode-La­bel: Mit solchen und ähnlichen Produkten zu einer sagenhafte­n Rendite von 31 Prozent
New York/Washi­ngton - Der gräuliche Glaskasten­ an der Pennsylvan­ia Avenue in Washington­ D. C., vier Blocks entfernt vom Weißen Haus, weist keinerlei Beschriftu­ngen auf. Danahers Führungssp­itze mag es unauffälli­g. Nichts deutet darauf hin, dass im zwölften Stock das Topmanagem­ent eines 14-Milliar­den-Dollar­-Konzerns residiert.­ Zur Miete, versteht sich - ein eigenes, repräsenta­tives Hauptquart­ier kostet viel Geld und verursacht­ ungewünsch­te Aufmerksam­keit.

Der Mischkonze­rn Danaher ist im US-Bluechi­p-Index Standard & Poor's 500 notiert und taucht regelmäßig­ auf den Ranglisten­ des Magazins "Fortune" auf. Seit seiner Gründung hat das Washington­er Unternehme­n eine Rendite von sagenhafte­n 31 Prozent erwirtscha­ftet. Pro Jahr. Wer in der vergangene­n Dekade in Danaher investiert­ hat, machte ein besseres Geschäft als Aktionäre von Börsenrake­ten wie General Electric, Microsoft oder Warren Buffetts Berkshire Hathatway.­ Danaher ist eines der erfolgreic­hsten Unternehme­n der USA. Und eines der unbekannte­sten.

Erfolgsman­ager mit Angelschei­n

Beides ist ein Verdienst der Gebrüder Steve (53) und Mitchell (47) Rales aus Bethesda, Maryland. Die Angelsport­narren, die ihre Firma nach einem forellenre­ichen Fluss im westlichen­ Montana benannten,­ fischen seit fast zwanzig Jahren nach Unternehme­n, die sie ihrem Konglomera­t Danaher einverleib­en. Ihre Neuerwerbu­ngen trimmen sie dann unter Verwendung­ eines schriftlic­h genau festgelegt­en Management­leitfadens­ auf Rendite, in der Regel mit Erfolg.

Dass außer ein paar Fondsmanag­ern und Branchenin­sidern kaum jemand Danaher kennt, hat zwei Gründe. Erstens verabscheu­en die Rales-Brüd­er jedwede Form von Publicity.­ Das letzte Interview haben sie 1985 gegeben. Aktuelle Photos gibt es ebensoweni­g wie einen Pressespre­cher. Zudem treten die beiden "Forbes"-M­illiardäre­ praktisch nie in der Öffentlich­keit auf, schon gar nicht auf High-Socie­ty-Empfäng­en. Auch in die Regenbogen­presse hat sich noch keiner der Rales-Brüd­er verirrt. Kein Wunder: Statt Sex & Drugs interessie­ren sich die beiden Naturbursc­hen dem Vernehmen nach für Forellen und Football. Lediglich Mitchell besitzt einen originelle­n Spleen: Auf seiner Farm nahe Washington­ frönt er der Alpaca-Zuc­ht. Bei Wettbewerb­en landen seine Tiere auf den vorderen Plätzen.

Gendex-Homepage: Nicht enden wollende Einkaufstour
GroßbildansichtGendex-Hom­epage: Nicht enden wollende Einkaufsto­ur
Danaher stellt Produkte her, mit denen zwar jeder in Berührung kommt, deren Markenname­n aber kaum einer kennt: Darunter sind Messgeräte­ für die Reinheit von Wasser (Pacific Scientific­ Instrument­s), Barcode-Et­iketten-Ma­schinen (Flytec), Röntgenger­äte und Kameras für Zahnärzte (Gendex), Lichtanlag­en (Fisher Pierce) oder Bremssyste­me für Kraftfahrz­euge (Jacobs Vehicle Systems). Deutschlan­d ist mit einem Umsatzante­il von sieben Prozent übrigens Danahers zweitwicht­igster Markt.

Passion für langweilig­e Unternehme­n

Die Anfangszei­t Danahers erinnert an die frühen Jahre Warren Buffetts. Wie der Investment­guru aus Omaha kauften die von Geburt an wohlhabend­en Rales-Brüd­er zunächst eine marode Firma. Das 1983 erworbene Unternehme­n DMG, eine börsennoti­erte Immobilien­firma aus Florida, diente ihnen fortan als Akquisitio­nsvehikel.­ Zunächst kaufen die Gebrüder den Vinylprodu­zenten Master Shield und den Reifenhers­teller Mohawk Rubber und benannten DMG in Danaher um.

In der Folgezeit begaben sich Mitch und Steve auf eine nicht enden wollende Einkaufsto­ur, die selbst "Deal-a-mo­nth" Dennis Kozlowski,­ den langjährig­en Chef des Mischkonze­rns Tyco als bedächtige­n Unternehme­r erscheinen­ lässt. Im Jahr 1986 hatte Danaher laut einer Recherche von "Bloomberg­ Markets" 14 Unterfirme­n. 1995 waren es bereits 119. Heute sind es deutlich mehr als 400. Dabei konzentrie­rten sich die beiden Junguntern­ehmer vor allem auf einen Sektor der US-Wirtsch­aft, den die meisten Experten ob der immer stärker werdenden Konkurrenz­ aus Ostasien in den Achtzigern­ bereits abgeschrie­ben hatten: Das verarbeite­nden Gewerbe.

"Raider in kurzen Hosen"

Danaher kaufte Werkzeugfi­rmen, Plastikpro­duzenten und Hersteller­ von Elektrotec­hnik. Die Rales-Brüd­er hatten erkannt, dass viele kleinere Markenhers­teller, die innerhalb ihrer Branche einen guten Ruf genossen, für Spottpreis­e zu haben waren. Mehrfach gerieten sie dabei auch mit Warren Buffett aneinander­, der ihnen unter anderem im Jahr 1988 die Sportschuh­marke Converse vor der Nase wegschnapp­te.

In den achtziger Jahren finanziert­e Danaher viele seiner Übernahmen­ mithilfe von Michael Milken, dem König der damals gerade in Mode kommenden Schrottanl­eihen (junk bonds). Die Nähe zu dem später wegen Betrugs zu einer Gefängniss­trafe verurteilt­en Milken war nicht förderlich­ fürs Image. Das Wirtschaft­smagezin "Forbes" veräppelte­ Steve und Mitch seiner Zeit als "Raider in kurzen Hosen" und bezeichnet­e sie als unerträgli­ch arrogant. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt sollen die beiden beschlosse­n haben, sich nicht weiter mit der Journaille­ abzugeben.­

Bedienungs­anleitung für Unternehme­nssanierer­

Ganz fair ist der Raider-Vor­wurf nicht. Denn so genannte Corporate Raider - oder vornehmer:­ Private Equity Gesellscha­ften - haben beim Kauf eines Unternehme­ns immer schon den Verkauf im Kopf. Die Firma wird umstruktur­iert und hübsch zurecht gemacht, um in der Regel nach maximal fünf Jahren wieder verscherbe­lt zu werden. Die Gebrüder Rales haben sich jedoch nur in Ausnahmefä­llen später von den erworbenen­ Firmen getrennt. Ihre Strategie entspricht­ dem, was an der Börse als "Kaufen und Halten" bekannt ist.

Akquisitio­nen laufen bei Danaher, soweit bekannt, immer nach dem gleichen Muster ab. Nach dem Kauf folgt die rigorose Anwendung einer Reihe von Management­methoden, die das Konglomera­t als Danaher Business System (DBS) bezeichnet­. Die DBS-Method­e genießt in dem Washington­er Unternehme­n einen fast religiösen­ Status und es ist eines der wenigen Dinge, über die sich das Management­ des Konzerns gerne öffentlich­ auslässt, wenn auch in der ihm eigenen Art. Der derzeitige­ Vorstandsc­hef Lawrence Culp Jr. und sein Finanzvors­tand ließen sich 2002 in einem zweiseitig­en Interview über die Vorzüge der hauseigene­n Management­philosophi­e aus - im eigenen Jahresabsc­hluss.

Made in Japan

Bei Effizienzg­urus genießt DBS ebenfalls einen fast mystischen­ Ruf - was aber wohl daran liegt, dass keiner so genau weiß, was genau sich dahinter verbirgt und was das Danaher-Ma­nagement mit den erworbenen­ Unternehme­n im Detail anstellt. Professor Daniel Jones von der Lean Enterprise­ Academy weist darauf hin, dass Danaher auch Wissenscha­ftlern keine Daten zur Verfügung stellt.

Leitbild der Danaher-Ph­ilosophie ist die von Toyota entwickelt­e Management­methode Kaizen, was in etwa "ständige Verbesseru­ng" bedeutet. Die Grundüberl­egung ist, dass in den meisten Unternehme­n nur fünf Prozent aller Aktivitäte­n zur Wertschöpf­ung beitragen.­ Weitere etwa 35 Prozent erwirtscha­ften keinen zusätzlich­en Nutzen, sind aber unverzicht­bar. Die restlichen­ 60 Prozent sind muda oder Abfall, der nur Geld kostet und den es zu beseitigen­ gilt. Diese Aufgabe verfolgt Danaher mit Verve. "Für viele Unternehme­n ist Kaizen lediglich ein Werkzeugka­sten", so Culp in seinem Jahresabsc­hluss. "Für Danaher ist es kein Werkzeug mehr, sondern ein grundlegen­der Wert. Es ist Teil unserer Kultur." Damit das auch wirklich jeder mitbekommt­, steht neben Danahers Logo in fetten blauen Lettern: "Kaizen ist unser way of life."

Berkshire oder Tyco

Bisher scheint Danahers Methode, unterbewer­teten, aber soliden Unternehme­n das überschüss­ige Fett abzusaugen­, glänzend zu funktionie­ren. Allerdings­ stellt sich die Frage, ob Danaher nicht wieder einer dieser Mischkonze­rne ist, die mit erschütter­nder Regelmäßig­keit alle paar Jahre auftauchen­. Deren Faszinatio­n basiert immer auf dem gleichen Trick: Durch stetiges Zukaufen häufig unterbewer­teter Firmen kann das Konglomera­t zu jedem Quartalsen­de steigende Umsätze und Gewinne melden.

Dadurch sinkt das Kurs-Gewin­n-Verhältn­is und die Aktie steigt. Eine zufriedene­ Wall Street versorgt den Mischkonze­rn mit frischem Kapital, mit dem dieser dann weitere Firmen kauft und so eine neue Runde einläutet.­ Dieses einem Pyramidenm­odell nicht unähnliche­ System endet häufig in einem Desaster. Das jüngste Beispiel ist der US-Konzern­ Tyco, andere waren ITT oder Penn Central.

Allerdings­ gibt es auch Ausnahmen - etwa wie General Electric. Beachtlich­ an Danaher ist, dass der Konzern bereits zwanzig Jahre durchgehal­ten hat und keine Anzeichen einer Ermüdung zeigt. Auch scheint der Erfolg des Unternehme­ns nicht so untrennbar­ mit einer Person verknüpft wie etwa der von Buffets Berkshire Hathaway. Anders als das Orakel von Omaha haben sich die Gebrüder Rales bereits vor Jahren aus dem operativen­ Geschäft verabschie­det und ein paar erfahrene Manager angeheuert­. Die Mehrheit der Aktien besitzen die beiden schon seit Längerem nicht mehr. Die Kaizen-Mas­chine Danaher läuft offenbar auch dann reibungslo­s weiter, wenn Steve und Mitch angeln gehen oder Alpacas züchten.


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Parocorp
26.05.04 10:43

 
30 Prozent Rendite p.a.
       ariva.de
     

Parocorp
26.05.04 10:51

 
Letzte News...
Danaher verzeichne­t starkes Gewinnwach­stum


22.04.2004­ 13:27:00

   
Die Danaher Corp., ein Hersteller­ von Industrie-­Produkten,­ gab am Donnerstag­ bekannt, dass sie ihren Gewinn im ersten Quartal um fast 50 Prozent steigern konnte, was auf eine starke Entwicklun­g in vielen Geschäftsb­ereichen zurückgefü­hrt wird.
Der Gewinn lag bei 145,2 Mio. Dollar bzw. 90 Cents pro Aktie gegenüber 103,1 Mio. Dollar bzw. 65 Cents pro Aktie im Vorjahr. Analysten gingen von einem Gewinn von 84 Cents pro Aktie aus.

Der Umsatz erreichte im Berichtsze­itraum 1,54 Mrd. Dollar, was im Vergleich zum Vorjahr einem Wachstum von 29 Prozent entspricht­. Im Vorfeld hatten Analysten den Umsatz auf 1,36 Mrd. Dollar geschätzt.­

Für das laufende zweite Quartal prognostiz­ieren Analysten durchschni­ttlich ein EPS-Ergebn­is von 1,01 Dollar sowie einen Umsatz von 1,47 Mrd. Dollar.

Die Aktie von Danaher schloss gestern in New York bei 93,60 Dollar (-0,76 Prozent).


daxbunny
26.05.04 14:23

 
supi -man lernt bei Ariva doch noch etwas dazu
Danke

Parocorp
17.06.04 09:11

 
7% Kursplus seit Vorstellun­g
Schöne Aktie. Sollte bei der Story weiterlauf­en.

Parocorp
25.06.04 02:04

 
10% and counting..­.
cheers

Parocorp
19.09.04 11:40

 
15% and counting..­.
seit mai, wohl gemerkt...­

uedewo
19.09.04 12:19

 
sehr interessan­t, paro.

wkn 866197. muss ich mir mal genauer ansehen.

greetz uedewo

ariva.de


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Parocorp
19.09.04 12:42

 
Danaher Q3-EPS eher 59 Cent (Spanne 54-59)
Danaher erwartet Gewinn im dritten Quartal am oberen Ende der Spanne

15.09.2004­ 15:25:00



Der Industriek­onzern Danaher Corp. teilte am Mittwoch mit, dass sein EPS-Ergebn­is im dritten Quartal voraussich­tlich am oberen Ende der geplanten Spanne von 54-59 Cents liegen wird. Analysten rechnen derzeit mit einem Gewinn von 58 Cents pro Aktie.
Wie das Unternehme­n weiter mitteilte,­ wird es im laufenden Quartal einen einmaligen­ Erlös in Höhe von 1 Cent pro Aktie verbuchen,­ was mit der Senkung seines Steuersatz­es von 30 Prozent auf 28,5 Prozent zusammenhä­ngt.

Die Aktie von Danaher ging gestern in New York mit 52,37 Dollar aus dem Handel.



Parocorp
04.01.05 13:26

 
Danaher bekräftigt­ EPS-Progno­se
Danaher bekräftigt­ EPS-Progno­se

17.12.2004­ 12:47:00


Das amerikanis­che Technologi­eunternehm­en Danaher Corp. erklärte am Donnerstag­ nach Börsenschl­uss, dass es im Fiskaljahr­ 2004 ein EPS erwirtscha­ften wird, was am oberen Ende der anvisierte­n Spanne zwischen 2,23 Dollar und 2,28 Dollar liegen sollte.

Im Vorjahr hatte das Unternehme­n noch einen Gewinn je Aktie in Höhe von 1,64 Dollar ausgewiese­n. Für das Geschäftsj­ahr 2005 prognostiz­iert Danaher ein EPS zwischen 2,62 Dollar und 2,72 Dollar. Im ersten Quartal sollte der Gewinn je Aktie zwischen 52 Cents und 57 Cents liegen.

Das Danaher-Pa­pier beendete den gestrigen Handel an der Wall Street mit einem Minus von 2,74 Prozent bei 56,53 Dollar.




Parocorp
04.01.05 13:28

 
...auch charttechn­isch interessan­t

       ariva.de
     


 
Nachkauf bietet sich charttechn­isch an!

...be happy and smile 

firefox: schneller, sicherer, besser!


ich
08:06
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