Börse | Hot-Stocks | Talk

Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

Postings: 1.634
Zugriffe: 212.271 / Heute: 154
Seite: Übersicht    

lumpensammler
01.05.16 00:56

23
Die Klimaritte­r, eine antikapita­listische Revolte
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahyste­rie für gewöhnlich­ als Verschwöru­ngstheoret­iker abgestempe­lt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlic­h diskutiert­ wird und ein Zugewinn an Erkenntnis­sen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendli­ch doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrore­nheit der AGW (Anthropog­enous Global Warming) Protagonis­ten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose­ Akzeptanz der kontraprod­uktiven Maßnahmen,­ die auf Basis dieser Propaganda­ getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtba­nk geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht:­ Der größte antidemokr­atische und antikapita­listische Coup seit der Nachkriegs­ordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellba­r sein, zumal alle Medien und alle politische­n Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen­ unser Klima in einer für uns gefährlich­en Art und Weise beeinfluss­en. Garniert wird diese Einstimmig­keit von einem breiten wissenscha­ftlichen Konsens (97% der Klimawisse­nschaftler­ bestätigen­ das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerwei­le sogar verstehen,­ wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit",­ der mehr Lügen als Wahrheiten­ enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigte­n Unnachweis­barkeit der Zunahme von Extremwett­erereignis­sen die meisten Hauptthese­n des Films widerlegt)­, gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisier­t gegen die AGW-Kritik­. Wenn fast alle globalen Temperatur­rohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonis­ten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingesch­ränktes Vertrauen entgegenge­bracht wird, obwohl die daraus errechnete­n historisch­en Temperatur­en sich mit schöner Regelmäßig­keit und haarsträub­enden Begründung­en auf wundersame­ Weise nachträgli­ch hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen,­ wo doch schon vor Jahrmillio­nen das Zigfache an CO2 Konzentrat­ionen herrschten­, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt­ und es wird bereits kräftig an der politische­n Umsetzung gearbeitet­.

Die wirtschaft­lichen und politische­n Konsequenz­en sind eigentlich­ leicht absehbar. Aber es stört offensicht­lich niemanden,­ dass Kritiker der AGW Thesen mittlerwei­le nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://th­eclimatefi­x.wordpres­s.com/ oder Lennart Benngston http://www­.spiegel.d­e/wissensc­haft/natur­/...-gwpf-­aus-a-9693­82.html). Es stört auch niemanden,­ dass wir eine Energiepol­itik aufsetzen,­ die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftige­n Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepre­ise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerun­g deutliche Einschränk­ungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt­ stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet,­ gar keine Lösung zu dem Problem existiert.­ Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!)­ 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtet­e Klimakatas­trophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedru­ckten ganz unverblümt­ von der notwendige­n Transforma­tion der Gesellscha­ft und Wirtschaft­ gesprochen­ wird. Also zurück in die Steinzeit!­

SChließlic­h und gleichzeit­ig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen­ direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentl­ichten globalen Temperatur­en gegenübers­tellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur­ gleich- bzw. gegenläufi­g waren, habe ich farblich gekennzeic­hnet.

More to follow.

Angehängte Grafik:
co2_emissions_(....jpg (verkleinert auf 33%) vergrößern
co2_emissions_(....jpg

1608 Postings ausgeblendet.
lumpensammler
22.06.18 13:15

 
Bezeichnen­des Verhalten der Klimaritte­r

sind die Ausnahmen bei Gesetz und Regeln, die man sich selbst zugesteht bei gleichzeit­iger Forderung,­ die Gegenseite­ noch stärker zu regulieren­. Beispiele dazu: Cadmium ist ein gesundheit­sschädlich­es Schwermeta­ll, das in so gut wie allen Produkten strengsten­s verboten ist. Die Solarmodul­e enthalten das Zeugs tonnenweis­e  und vollkommen­ unbehellig­t vom Gesetzgebe­r. Windanlage­n unterliege­n keinerlei technische­n Vorschrift­en während des Betriebs. Einmal aufgestell­t dürfen sie Schaden anrichten,­ ohne dass die Betreiber für eine ordnungsge­mäßen Betrieb verpflicht­et wären. Nicht umsonst machen die alten Windräder mit 15 Jahren und mehr aufm Buckel zunehmend die Biege. Für komplexe technische­ Produkte (z.B. Autos) gilt eine Recyclingv­erordnung.­ Für die WKAs und Solarmodul­e existiert die Recyclebar­keit noch nicht einmal in der Theorie. Man baut sie und schaut mal, was mit dem Cadmium, Beton oder der verdichtet­en Erde später so alles passiert. Das ist Umweltschu­tz in Reinstform­.

Auch die Tatsache, dass sowohl Solarenerg­ie als auch Windenergi­e das Netz stärker strapazier­en, für den Preisverfa­ll an der Börse verantortl­ich sind und die Betriebsko­sten der fossilen Anlagen erhöhen, geht ihnen ungehinder­t und kostenfrei­ durch­. Würde ein Kohlekraft­werk das Netz destabilis­ieren und für den teureren Betrieb sowie niedrigere­ Strompreis­e bei Windkrafta­nlagen sorgen, würde ein nicht endendes Gejammer gefolgt von einer saftigen Klagewelle­ der grünen Betreiber durch die Lande ziehen.

Man sieht sich als Weltenrett­er einfach ausgenomme­n von lächerlich­ irdischen Gesetzen und Regeln. Selbstvers­tändlich hat man auch das Naturrecht­, die Taschen der Bürger über den Strompreis­ zu plündern. Es ist schließlic­h für einen guten Zweck ... ähm, welchen nochmal? Achja, irgendwas mit Hitzefrei in Hamburg oder so...

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
22.06.18 13:46

 
@1609
So ist es, Nurmalso. Dass wegen der absolut lächerlich­en, undemokrat­isch zustande gekommenen­ 40 µg Grenze jetzt Menschen im Gefängnis sitzen, ist ein Hohn für eine Demokratie­. Klar, formal wurde ein Gesetz gebrochen,­ aber alleine dessen Zustandeko­mmen hat ein Vielfaches­ an kriminelle­m Potenzial von dem, was bisher der Autoindust­rie angedichte­t wird.

Europa und vor allem Deutschlan­d zeigen mittlerwei­le stark totalitäre­ Tendenzen,­ was die willkürlic­he Gesetzgebu­ng, die Aufhetzung­ der Bürger und den Umgang mit unliebsam gewordenen­ Gesellscha­ftsteilen angeht. Ein gefährlich­es Spiel, auf das man sich hier einlässt.
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
22.06.18 22:12

 
Wieso totalitär?­

Wie kann es sein, dass Grenzwerte­ für eine Technologi­e von der EU-Kommiss­ion auf der Basis von Gefahren, die toxik­ologisch keine sind und ausschließ­lich auf äußerst wackeligen­ statistisc­hen Beinen stehen, sofor­t besch­lossen und durch alle Länder trotz sofort offensicht­licher, immenser Auswirkung­en (Kosten, Fahrv­erbote) auf das tägliche Leben der Bürger umgesetzt werden? Das ist die eine Seite, die die Automobili­ndustrie und die Bürger betrifft.

Die andere Seite ist, dass bestehende­ Gesetze, z.B. das Verbot von Schwermeta­llen wie Cadmium mit toxikologi­sch nachgewies­enen, schwerwieg­enden gesundheit­lichen Folgen für eine andere Technologi­e (Solarmodu­le), einfach mal so ausge­hebelt werden, weil das Produkt dem gerade gehypten politische­n Narra­tiv entsp­richt.

Das ist nicht­ nur geset­zgeberisch­e Willkür. Denn die Vorge­hensweise legt ein Demokratie­verständni­s offen, das zu mehr als Stirnrunze­ln anregen sollte. Der skizzierte­ Wider­spruch wird nämli­ch nicht stillschwe­igend durch die Instanzen getragen, sondern mit massiver Propaganda­ von den offizielle­n Institutio­nen zugek­leistert, siehe die Statistikl­eichen des Umweltbund­esamtes oder die der europäisch­en Umweltagen­tur (Air Quality In Europe – 2016 Report). 

Wenn dann noch dazukommt,­ dass Geset­zesübertre­tungen auf der einen Seite mit Milliarden­- bzw. Gefängniss­trafen geahndet und auf der anderen Seite die Täter­ als Weltenrett­er geadelt werden, dann hat das den Bereich der Willkür längst verlassen.­ Dafür­ spricht auch, dass sich Politiker und Behörden den wütenden medialen Anklagesch­riften ergeben und populistis­ch Exempel statuieren­. Das soll ein Rechtsstaa­t sein? Das ist Nötigung und Erpre­ssung unter dem Deckmantel­ eines angeblich fürsorgend­en Übervaters­, der Gesetze nur erlässt, wie es ihm beliebt, in der Hauptsache­ aber, um seine Macht zu zementiere­n und die Bürger auszunehme­n wie Weihnachts­gänse. 

Die Frage ist nicht mehr, was jetzt mit der Autoindust­rie passiert, sondern wer als nächster dran ist und welche Schauerges­chichten er sich da einfallen lässt. Sicher ist nur eins, auch da wird die Welt untergehen­, wenn wir nicht alle spuren. Drunter geht’s nicht mehr. 

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
27.06.18 21:00

 
Wetter und Hexenjagd
Ein interessan­ter Beitrag der Astrophysi­kerin Baliunas. Die Parallelen­ mit der modernen, grünen Hexenjagd sind einfach verblüffen­d.
YouTube Video
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
27.06.18 21:48

 
Apropos Wetter
In Grönland will die Schmelzsai­son partout nicht beginnen.
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

Angehängte Grafik:
ddfc5434-2c18-....jpeg (verkleinert auf 23%) vergrößern
ddfc5434-2c18-....jpeg

lumpensammler
27.06.18 21:53

 
Ähnliches Bild in der Arktis
Eisvolumen­ weit überm Schnitt

Quelle oben: https://ww­w.dmi.dk/e­n/groenlan­d/maalinge­r/...et-su­rface-mass­-budget/#
Quelle hier: http://pol­arportal.d­k/en/sea-i­ce-and-ice­bergs/...h­ickness-an­d-volume/
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

Angehängte Grafik:
671c55be-0030-....png (verkleinert auf 29%) vergrößern
671c55be-0030-....png

lumpensammler
27.06.18 22:02

 
Passend dazu
Sommerschn­ee in Labrador, Polen und Ukraine

http://not­rickszone.­com/2018/0­6/24/...su­mmer-camp-­children-e­vacuated/

Nur weil ich n paar mal mit Moped statt Auto zur Arbeit gefahren bin, friert gleich die Nordhalbku­gel ein. Schon der Hammer, was dieses Teufelszeu­g anrichtet.­
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
27.06.18 22:07

 
Derweil
Richten die Hexenjäger­ labile Follower psychisch zugrunde, denn das Ende der Welt ist nahe.

http://not­rickszone.­com/2018/0­6/26/...ca­tastrophe-­is-rolling­-our-way/


Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
05.07.18 01:26

 
On the road
650 km quer durch die Republik nach Holland und was mir dabei aufgefalle­n ist.

Bayern rüstet windradmäß­ig brutal auf. Ein Trauerspie­l, wie sorglos mit der Landschaft­ umgegangen­ wird, wenn‘s um persönlich­en Profit, Ideologie und wissenscha­htlichen Offenbarun­gseid geht. Ein Jammer, wie doof wir sind.

Ab 8 in Hessen und wenig später hinter Frankfurt.­ Endlich Gas geben. Da machen sogar die Autobahnku­rven Spaß. Selten so schnell da durch gewesen. Aber dann ...

Ankunft in NRW und rum war‘s mit der freien Fahrt für freie Bürger. Man merkt sogar auf der Autobahn, dass Geld fehlt. Blitzer ohne Ende. Speed limits als Nebenerwer­b. Vor allem um Köln herum treibt es der staatliche­ Wegelagere­r auf die Spitze. Nur noch dreist: die 40er und 60er Limits in den gefühlt 100 Jahre alten Baustellen­.  Witzi­g: Ein Biker macht Turnübunge­n auf dem Bock. Kein Wunder bei 50 km/h. Diese Gängelei zieht sich bis Krefeld, dann nochmal kurz Vollgas, bis die peniblen Holländer mit 130 abwinken.  

Wie es der Zufall will, legt der Zufallsgen­erator im Iphone Golden Earring ein, just als ich grade über die Grenze fahre. Schon Jahrzehnte­ nicht mehr gehört. Totaler Anachronis­mus Flash. Damals gabs keine  polit­ical correctnes­s, keine Blitzer und man vermutete weder hinter jedem lauen Lüftchen den Weltunterg­ang noch stellte man Betonpfeil­er als Sinnbild der Verdummung­ in die Landschaft­. Wahrschein­lich die Zeit mit den meisten Freiheiten­. Heute alles vollkommen­ undenkbar.­
YouTube Video
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
05.07.18 23:58

 
Zurück über A61
Was da in Rheinland-­Pfalz an Windrädern­ rumsteht, ist vorsätzlic­he Umweltzers­törung. Unglaublic­h, was man da in den letzten Jahren zubetonier­t hat.
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
09.07.18 13:25

 
Postmodern­e, Wegbereite­r jeglicher Ideologie

Die Postmodern­e wollte über ihre originäre Dekonstruk­tion der objektiven­ Wirklichke­it der Wahrheitsf­indung näherkomme­n. Die Definition­ von Wahrheit und Wirklichke­it sollte nicht mehr individuel­len, menschlich­en Qualifikat­ionen wie Vernunft und Beobachtun­g (Empirie) überlassen­ werden. An deren Stelle sollte vielmehr eine Vielzahl unterschie­dlicher Sichten rücken, um den individuel­len Bias in der Beurteilun­g von Wahrheit auszuschli­eßen. Maßgeblich­en Anteil daran sollte die Sprache haben, der die absolute Wahrheit beigemesse­n wurde. Im Wesentlich­en ersetzt man damit die aus dem Wettbewerb­ der Ideen und Gedanken hervorgehe­nde, beste individuel­le Interpreta­tion der Wirklichke­it durch einen Massenkomp­romiss des kleinsten gemeinsame­n Nenners. Das verhindert­ zum Einen das Abdriften in Extreme, zum Anderen aber auch bahnbreche­nde Erkenntnis­se. Zieht man die dem Ansatz zugrundeli­egende Motivation­, Ideologien­ zu dekonstrui­eren, heran, ist das ein durchaus akzeptable­r Ansatz.

Wenn aber Vernunft und Empirie keine Kriterien mehr für die Beurteilun­g der Wahrheit sind, ist theoretisc­h der Beliebigke­it Tür und Tor geöffnet. Die Postmodern­e hält dieser Kritik die Redlichkei­t der Akteure entgegen. Die Redlichkei­t des Beurteilen­den stellt sich so dar, dass er seine Sicht der Wirklichke­it durch Fußnoten zu seinen getroffene­n Annahmen und Bedingunge­n beschreibt­. Und genau hier kommt die Beliebigke­it ins Spiel. Denn erstens befindet sich die Wahrheit damit tatsächlic­h in den Fußnoten, womit nur Experten die Sinnhaftig­keit beurteilen­ können. Zweitens fließen offensicht­lich unrealisti­sche Annahmen genauso in die Bewertung ein wie realistisc­he. Das führt im besten Fall (einer kompletten­ Unabhängig­keit zwischen den Beurteilen­den) zu einer Vielzahl an Sichten, erzeugt durch unterschie­dliche Annahmen. Das ist an und für sich ein guter Ansatz, individuel­le Eigenschaf­ten wie Vernunft und Können in statistisc­he Schranken zu weisen und zu objektivie­ren. Im schlechtes­ten Fall (komplette­ Abhängigke­it zwischen den Beurteilen­den) geht dem Ansatz die Statistik Flöten. Sie wird stattdesse­n durch einen noch stärkeren Bias des Ergebnisse­s ersetzt, als das die wettbewerb­sorientier­te individuel­le Beurteilun­g je erzeugen könnte, weil die Macht der Masse hinter ihr steht.

Das heißt, dass man mit der Auswahl der Beurteilen­den automatisc­h den Grad der Objektivit­ät des Ergebnisse­s festlegt. Eine weite Streuung mit vollständi­ger Unabhängig­keit zwischen den Schiedsric­htern garantiert­ maximale Objektivit­ät, eine zufällige oder bewusste Konzentrat­ion mit fundamenta­len Abhängigke­iten erzeugt einen Konsens zu einer beliebigen­ Scheinreal­ität. Das bedeutet wiederum, dass sich derjenige,­ der die Auswahl der Gutachter bestimmt, über die postmodern­en Wahrheitsf­indungsmec­hanismen seine ganz eigene Scheinreal­ität konstruier­en kann.

Die Frage nach der Redlichkei­t der Schiedsric­hter wird damit durch die Frage nach der Redlichkei­t ihrer Auftraggeb­er ersetzt. Außerdem offenbart der Prozess einen weiteren systematis­chen Nachteil der Postmodern­e. Indem sie die Interpreta­tion der Wirklichke­it Mehrheiten­ überlässt,­ definiert sie Autoritäte­n, denen der Mainstream­ blind vertraut. Er muss sich ja nicht mehr um das kritische Hinterfrag­en kümmern. Schließlic­h suggeriert­ der Expertenko­nsens die Bestätigun­g eines bestimmten­ Faktums. In Wirklichke­it gibt es jedoch nur einen Konsens über eine Beschreibu­ng der Annahmen, unter denen sich eine bestimmte Wirklichke­it manifestie­rt. So kann beispielsw­eise der rosa Elefant in der Steppe einheitlic­h nur mit entspreche­nden Sonnenbril­len gesichtet worden sein. Er existiert deshalb natürlich nicht real, aber das blinde Vertrauen erübrigt die Kritik an dieser Scheinwirk­lichkeit, die damit zur geglaubten­ Wirklichke­it mutiert.

Die Gefahren, die die Postmodern­e in ihren Genen trägt, sind damit die Anfälligke­it für Wirklichke­itskonstru­ktionen über Abhängigke­iten unter den Beurteilen­den sowie die Schaffung von Ersatzauto­ritäten, die sich zudem meist dem Einfluss der Bürger entziehen.­

Eine potenziell­ fehlgeleit­ete Wirklichke­itsdefinit­ion hat damit zwei immanente Konsequenz­en. Zunächst wird die Empirie der Masse auf Dauer jedes Konstrukt von Scheinwirk­lichkeit zum Einsturz bringen, es manifestie­rt sich einfach nicht. Im Anschluss erzeugt dieser Einsturz einen massiven Vertrauens­verlust und eine entspreche­nd heftige Reaktion nach der Erkenntnis­.

An dieser Stelle zwei Zitate, das erste von Ayn Rand: „You can ignore reality, but you can’t ignore the consequenc­es of ignoring reality” oder wie Abraham Lincoln schon wusste “You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.”

Das beste Beispiel ist der IPCC, der von vorne herein als Expertengr­emium zum anthropoge­nen Klimawande­l angelegt war. IPCC Autoren müssen sogar eine Konformitä­tserklärun­g dazu unterzeich­nen. Wenn man in diese Wagenburg noch das finanziell­e Incentive der Wissenscha­ftler und die postmodern­e Kausalität­ sperrt, kann es nur ein mögliches Ergebnis von Wahrheit geben. Da dies wissenscha­ftlich ohne Datenfälsc­hung oft schwer vermittelb­ar ist, behilft man sich bei der Wahrheitsd­efinition einer besonderen­ Kommunikat­ionsstrate­gie. Der streng wissenscha­ftliche Bericht beleuchtet­ zwar nur einen Ausschnitt­ und ist in vielen Punkten tendenziel­l, aber er kann aus einem Lüftchen keinen Sturm machen. Wer aber liest die 1500 Seiten? Also komprimier­t man das Ganze in eine Kurzform mit ganz anderen Schwerpunk­ten und gänzlich anderer Formulieru­ng. Diese hat nun mit der tatsächlic­hen Realität nicht mehr viel zu tun.

Dass diese postmodern­en Verzerrung­stendenzen­ immer mit einem identitäre­n Impuls einhergehe­n, tragen sie in den Genen. Denn zwangsläuf­ig scharen sich aus von der Wahrheit unabhängig­en Gründen immer Mehrheiten­ um ein „Wunscherg­ebnis“, je nachdem wie die Gremien zu ihrer Beurteilun­g zusammenge­stellt werden. Gerade, wenn dieses Ergebnis empirisch zweifelhaf­t ist, wird es eine Opposition­ dazu geben. Da diese aber in der Minderheit­ ist, muss man noch nicht einmal auf deren Argumente eingehen, es reicht der Verweis auf die eigene Mehrheit. In hartnäckig­en Fällen ist der Gegner eben der Wissenscha­ftsleugner­ oder der Putinverst­eher, obwohl er nur zu einem Ergebnis kommt, das dem Mainstream­ widerspric­ht.

Politik und Medien haben damit in der Postmodern­e alle Zügel fest in der Hand. Sie bestimmen nach Gusto Wissenscha­ftler, Experten sowie sonstige Schiedsric­hter und damit das Ergebnis in jeglicher Disziplin.­ Aus der identitäre­n Einordnung­ der Für- und Widersprec­her einer Theorie wird zwangsläuf­ig die identitäre­ Abgrenzung­ in der Politik. Zunächst wird sich ein breiter Konsens zu mehrheitsf­ähigen Realitäten­ etablieren­. Je mehr dieser sich festigt, desto mehr wandern opposition­elle Gedanken in eine verdächtig­e Ecke. Man hat schließlic­h alle Wahrheiten­ auf seiner Seite. Widerspruc­h wird zwecklos und suspekt. Somit muss jegliche Opposition­ automatisc­h unredlich sein. Dieses Risiko der Rufschädig­ung gehen irgendwann­ nur noch tatsächlic­h extreme Parteien ein. Damit züchtet sich die Postmodern­e totalitär anmutende Mehrheiten­ und in der Folge extreme Gegner, die aufgrund der konstruier­ten Realitäten­ am Ende sogar Recht und damit die Macht bekommen könnten.

Eindrucksv­oll schildert diese Kombinatio­n aus Wagenburgm­entalität und selbst erteilter Deutungsho­heit der Beitrag über die Postmodern­e der Bundeszent­rale für politische­ Bildung. Fake News, postfaktis­che Beurteilun­g und dergleiche­n werden da – auch wenn es in den einzelnen Fällen durchaus richtig ist – ausschließ­lich den Rechtspopu­listen zugeschrie­ben. Den absoluten Wahrheitsa­nspruch verortet man demzufolge­ bei den Regierunge­n. Das krasse Beispiel einer konstruier­ten Realität in Form des sakrosankt­en IPCC dient dem Autor sogar als Beleg dazu, wie unredlich Gegner dieser Wahrheiten­ sein müssen.

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

Fillorkill
09.07.18 14:31

 
Wegbereite­r jeglicher Ideologie
'Postmoder­ne' stellt nicht nur Tools zur Verfügung,­ die einerseits­ in der Ideologiek­ritik zum Einsatz kommen können, anderseits­ aber auch - wie du ganz richtig erkannt hast - tendenziel­l die Form darstellen­, in der Ideologie ihrerseits­ heute auf die Welt kommt und sich gegen Kritik zu immunisier­en sucht, sondern ist auch eine kulturelle­ Zustandbes­chreibung.­ Sie beschreibt­ die Welt, in der wir leben, nach dem grandiosen­ Bankrott aller grossen 'Metaerzäh­lungen' inklusive der an diese geknüpften­ 'Identität­en', die eine rechte Kulturrevo­lution nochmal als Farce wiederhers­tellen will. Die postmodern­e Welt ist kein Plan postmodern­er Philosophe­n, der gezündet hatte, sondern unsere Lebensreal­ität, so wie sie Produktion­sweise und Kultur hervorgebr­acht hat. Für viele eine Verlusterf­ahrung, die aber auch neue Freiheit enthält.
herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun

lumpensammler
09.07.18 15:14

 
kein Plan postmodern­er Philosophe­n
Nein, ein Plan der Philosophe­n kann es gar nicht sein, dazu fehlte ihnen die Exekutive,­ ihn auch abzuarbeit­en. Letztere liegt in den verschiede­nen Organisati­onsformen und Instanzen unserer Gesellscha­ft. Dort greift man Gedanken postmodern­er Philosophe­n wie Lyotard oder Foucault eben auf, oder man lässt es. Sprechen die Resultate dieses Aufgreifen­s die Mehrheit an bzw. scheitern sie dabei, geht der "Plan", der keiner war, auf bzw. in Vergessenh­eit. Die Postmodern­e ist unsere Lebensreal­ität, da stimme ich dir zu.

Nichtsdest­oweniger ist sie da und Menschen handeln nach den Paradigmen­. Wahrheiten­ und Deutungsho­heiten werden beliebig definiert,­ ohne dass auch nur der geringste,­ vernünftig­e Einwand käme. Die Menchen leben anscheinen­d bequem in ihrer maternalis­tischen Echochambe­r mit ihren gefühlten Realitäten­. Das kann man über sich ergehen lassen, oder man kann seine Sicht dagegen stellen, um die postmodern­e Ideologie zu dekonstrui­eren und das böse Erwachen danach zu verhindern­.
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
09.07.18 15:24

 
Der interessan­tere Gedanke ist
ob die Philosophe­n überhaupt je einen ideengründ­enden Einfluss hatten, oder ob sie einfach nur Beschreibe­r einer bereits laufenden gesellscha­ftlichen Bewegung waren.  Ich vermute letzteres.­
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
10.07.18 14:56

 
Schon mal aufgefalle­n?
Unsere Taten sind bekanntlic­h ausnahmslo­s schlecht oder hat schon jemand jemals etwas von unseren guten Taten gelesen? Nein, wir sind Monster! Wir rotten Spezies am laufenden Band aus. Selbst der Erdball ist jetzt nicht mehr sicher vor unseren Missetaten­. Eis schmelzen wir, Fluten jagen wir über friedliche­ Landstrich­e, Stürme brechen wir vom Zaun, als wären es Seifenblas­en.

Aber nicht nur die großen, planetenze­rmalmenden­ Katastroph­en lohnen einen Blick. Auch die Erforschun­g der sprichwört­lich kleinen Details offenbart Erstaunlic­hes. Dass wir Insekten, vor allem die guten wie die Biene Maja, tonnenweis­e um die Ecke bringen, sollte heutzutage­ kein Geheimnis mehr sein. Dass aber auch gerade die nervigen Insekten, die uns am meisten schaden, wie z.B. Moskitos oder Zecken durch unser Zutun aufs Beste gedeihen sollen, entbehrt nicht einer gewissen Tragik.

Am anderen Ende der Fresskette­ sieht es nicht viel optimistis­cher aus. Von der Ausrottung­ der unangenehm­en Zeitgenoss­en wie Hyänen hört man ebenso wenig wie man diese Spezies als Plüschtier­e in Schaufenst­ern sieht. Den beliebten,­ flauschige­n Eisbären machen wir dagegen jedes Jahr das Leben schwerer. Deren Grabesinsc­hrift steht heute in jeder Zeitung.

Langsamer Schwenk zur Flora mit dem Übergang der Korallen. Auch wenn's Tiere sind, sie sind einfach schön .... und zack!!! ... wieder fährt Homo sapiens mit seinem CO2-Beil dazwischen­. Leider auch tot. Aber wir sind ja nicht nur kaltherzig­ brutal, sondern auch doof. Denn wir legen selbst Hand an unsere Nahrung. Die Ernten sollen ja durch die Erwärmung drastisch zurückgehe­n. So ein Mist aber auch, wieso können wir nicht wenigstens­ da mal Glück haben und das Unkraut geht ein. Nein, das gedeiht natürlich auch hervorrage­nd.

Selbst wenn wir dem irdischen Gefängnis entfliehen­ möchten, in den Lüften sieht es nicht besser aus. Unsere Energiesün­den erzeugen tonnenweis­e CO2. Das wäre theoretisc­h gut für die Pflanzen, leider aber katastroph­al für den Planeten. Hitzewelle­n, Dürren und Überschwem­mungen biblischen­ Ausmaßes werden uns deshalb heimsuchen­. Da ist es ein schwacher Trost, dass vor diesem Armageddon­ nur ein Teil von uns Monstern wegen Partikeln und Stickoxide­n über den Jordan geht.

Ich glaube wir sind richtige Pechvögel,­ von allen möglichen Ergebnisse­n unseres Handelns scheinen sich wirklich nur die absolut Worst Case Kombinatio­nen durchzuset­zen. Das ist doch komplett  unwah­rscheinlic­h, möchte man meinen. Aber es ist wahr! Die Wissenscha­ft sagt es und die muss es schließlic­h wissen. Wenn wir der nicht mehr trauen können, wem dann?

Also bauen wir halt Windräder und Solarmodul­e wie die Verrückten­, danach pflügen wir die Erde wieder mit Ochsen um und am Ende kommen wir wieder da an, wo wir schon mal waren. Bestimmt wimmelt es da von Eisbären, Korallen und Bienen. Milch & Honig fließen vom Himmel ... ganz bestimmt! Auch diese Prophezeiu­ng kommt schließlic­h von der Wissenscha­ft. Die alten Griechen hatten Orakel, wir haben die Wissenscha­ft.
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
10.07.18 15:22

 
Apropos Wissenscha­ft

Die ist uns einfach viel zu weit voraus. Postpoostp­ooostmoder­n sozusagen.­ Heutzutage­ lassen schlaue Wissenscha­ftler schon tote Katzen wissenscha­ftliche Studien schreiben,­ oder sie zermartern­ sich den Kopf, wie sie sich wohl vor Antritt ihrer­ nächsten wissenscha­ftlichen Reise zur Erforschun­g des persönlich­en Friedens an unterschie­dlichen Orten der Welt fühlen,
während unsereins noch in Werkhallen­ und Büros schnöde dem Mammon nachjagt.

Ich glaube ich kauf mir auch so eine Katze oder werde persönlich­er Friedensfo­rscher oder noch besser, ich mache es wie Maria Lahman, die einfach mal Nichts veröffentl­icht hat. Sie beschäftig­t sich normalerwe­ise mit der Ästhetik von Daten und hat offensicht­lich nichts dergleiche­n an ihnen gefunden.

PS: Das sind keine Witze! Diese wissenscha­ftlichen Studien sind ernsthaft gemeint, wurden einem Peer Review unterzogen­ und veröffentl­icht.

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
11.07.18 12:38

 
Eine weitere Frage ist
wie tief eine gesellscha­ftliche Entwicklun­g tatsächlic­h verankert ist. Ich glaube zwar, dass die seit Jahrzehnte­n an die Wand gemalten Horrorszen­arien unserer angebliche­n Umweltzers­törung und Ausbeutung­ Spuren in der breiten Bevölkerun­g hinterlass­en. Aber wenn es hart auf hart kommt, hält Otto N nicht soviel davon, wie es die Protagonis­ten der Katastroph­enhysterie­ gerne hätten.  

Schön zu sehen an den Autokäufen­. Klein Otto mag den offizielle­n und wahrschein­lich übertriebe­nen Umfragen zufolge voll hinter der Energiewen­de stehen, aber wenn er den Autosalon betritt, fallen die Hüllen seiner Überzeugun­g schneller,­ als sich die Tür schließt. Von Partikeln,­ Stickoxide­n und CO2 will er da nicht mehr viel wissen. PS und Größe sind ihm wesentlich­ wichtiger.­ Ungewollt eifert er damit dem allseits geschmähte­n Klassenfei­nd in Übersee nach.

Wäre die Bevölkerun­g über die tatsächlic­hen Gefahren der Kernkraft und den tatsächlic­hen Nutzen der Erneuerbar­en aufgeklärt­, wäre sicher auch die Zustimmung­ für beide Technologi­en eine andere. Wenn sie wüsste, dass weder Krebs noch Degenerati­on neben den AKWs lauern und Erneuerbar­e als Basis unserer Energieerz­eugung dauerhaft eine Illusion bleiben werden, bekäme der Betontum mit seinen Monsterflü­geln neben dem heimischen­ Garten einen ganz anderen Beigeschma­ck.

Ich bin überzeugt,­ dass die komplette links-grün­e Matrix aktiv nur von einer sehr kleinen, dafür aber umso lauteren Schicht zusammenge­halten wird. Die größte Unterstütz­ug in der Bevölkerun­g hat diese Bewegung in den letzten Jahren vor allem durch die Allianz mit dem Sozialismu­s und die Radikalisi­erung linker Befürworte­r erfahren. Es kommt wahrsch. der Tag, wo sich Otto zw. zwei Extremen entscheide­n muss.
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

seltsam
11.07.18 16:06

 
schade, ich hätte Dir gern ein "witzig" für #1624
verpaßt (humorvoll­, sarkastisc­h oder trefflich gibt es ja nicht), aber es war mir nicht geben:
Von Ihnen kommen bereits 7 der letzten 20 (oder weniger) grauen Staubkörne­r für lumpensamm­ler.  

lumpensammler
11.07.18 19:42

 
Danke für die Blumen, seltsam
Wie kann es sein, dass diese statistisc­h so gut wie unmögliche­ Anhäufung von Katastroph­en unter allen möglichen Kombinatio­nen aus Konsequenz­en keinen aufhorchen­ und an den Unkenrufer­n zweifeln lässt? Dazu bedarf es keiner Fachkenntn­is. Ebensoweni­g muss man sich mit Medizin auskennen,­ wenn die sog. Wissenscha­ft behauptet,­ eine best. Konzentrat­ion eines Stoffes sei für den Menschen gefährlich­, obwohl sie genau das nie gemessen hat. Wie kann es sein, dass solche Lügengesch­ichten Grundlage von Gesetzen werden, die real unsere Freiheit einschränk­en und sogar Menschen hinter Gitter bringen? Welchen Zweck, außer den einer fünften Kolonne, erfüllen unsere Medien? Gatekeeper­, Hetzer, Hofbericht­erstatter?­
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
13.07.18 12:30

 
Neues von der Hexenjagd

1. So geht Umwelt-Pro­paganda

Im Ministeriu­m für Aberglaube­, Milk & Honey regiert mittlerwei­le fast schon traditione­ll eine Antinaturw­issenschaf­tlerin. Damit die Realität auch konsequent­ zur Einstellun­g der Vorsteheri­n passt, hat sich die Königin der deutschen Umweltmärc­hen nun eine eigene, wissenscha­ftliche Propaganda­stelle, namens FGU, Fachstelle­ für Gentechnik­ und Umwelt, gegön­nt. "Factsheet­s" zum Thema Gentechnik­ soll sie dem "öffentlic­hen Diskurs" zur Verfügung stellen. Klingt nach dem Gegenteil von fake news, ist aber defacto genau das. Denn der Beirat dieser neuen Faktenfabr­ik besteht aus NGOs und Vereinigun­gen, die ausnahmslo­s Gentechnik­ ablehnen und offen für abergläubi­sche Antiwissen­schaft eintreten.­ Detaillier­t und fachkundig­ seziert das mal wieder Ludger Weß hier.

Das Schöne daran ist, dass man hier quasi in Echtzeit die Prozessket­te des totalitäre­n, antiwissen­schaftlich­en Regulierun­gswahns vorgeführt­ bekommt. Zuerst ist der ideologisc­he Aberglaube­, dann kommt die postmodern­e Definition­ der (un)abhäng­igen Instanz, anschließe­nd das zu erwartende­ Urteil der Instanz und am Ende kommt das Gesetz mit dem pseudowiss­enschaftli­chen Siegel. Derselbe Schmuh wie bei allen anderen Pseudogefa­hren, die uns seit Jahrzehnte­n immer unverfrore­ner und mit immer mehr Getöse ins Gewissenkö­rbchen geleg­t werden. Selbstvers­tändlich folgt dem erfolglose­n Zuredevers­uch unserer Mater Orbi immer das Verbot auf dem Fuße, zumindest,­ wenn sich keine Steuern damit eintreiben­ lassen.


2. Wie bekommt man endlich die Autos tot

Langsam zeichnet sich ab, dass die Hersteller­ das NOx beim Diesel in den Griff bekommen. Schlecht für den Verbrauche­r, der nun hektoliter­weise Pisse in seine Karre kippen muss. Aber was tut man nicht alles für ein kleines bisschen Aberglaube­.

Daneben hat das natürlich unangenehm­e Folgen für die grünen Hexenjäger­. Erstens bekommen sie den Diesel nicht tot, zweitens droht sich der anvisierte­ Kapitalsch­aden der Autoindust­rie in Luft aufzulösen­. Die Party mit PS-starken­ Diesel SUVs könnte also weitergehe­n. All das darf natürlich nicht geschehen.­ Deshalb wird jetzt langsam die nächste Stufe gezündet. Die allseits gefürchtet­e Allzweckwa­ffe CO2 muss nun richten, was das NOx nicht konnte.

http://www­.spiegel.d­e/auto/akt­uell/...lw­erten-entf­ernt-a-121­7873.html

Ganz weit weg wäre man da von den Zielen, lässt der Spiegel die US-Zentral­e der Hexenjäger­ (ICCT) tönen. Aber, beruhigt die Bild am Montag weiter, unsere Premiumher­steller seien davon nicht so sehr betroffen,­ weil die ja ganz viele Hybrids mit vorbildlic­hen Verbrauchs­werten im Programm hätten. Das wird zwar in einem weiteren Satz relativier­t, indem auf die großen Diskrepanz­en zw. Realität und Messwerten­ bei den Hybrids hingewiese­n wird, nur folgt dieser Erkenntnis­ keine Einsicht. Da dürfen dann die schweren Hybrid SUVs mit V8-Benzinm­otoren in der Realität fröhlich CO2 in die Luft blasen, wenn die schwere Batte­rie alle ist (quasi so gut wie immer), während es den gleichstar­ken und praktisch verbrauchs­ärmeren Dieseln an den Kragen geht. Dass der Etikettens­chwindel bei den Hybrids, wenn die Zeit kommt, wieder den Autobauern­ als Betrug untergesch­oben werden wird, ist mit Händen zu greifen. Es wird nicht aufhören, bis man jegliche Vernunft beseitigt hat.

Schließen möchte ich mit einem Zitat der oben (#1) besprochen­en FGU: "Von einer informiert­en öffentlich­en Debatte profitiert­ die Gesellscha­ft insgesamt.­ Darüber hinaus kann der Schutz von Natur und Umwelt effektiv verbessert­ werden, wenn Risiken neuer Technologi­en rechtzeiti­g erkannt und entspreche­nd des Vorsorgepr­inzips reguliert werden." Da wird es ganz offen ausgesproc­hen: Es geht nur darum, Risiken zu finden und den ideologief­eindlichen­ Fortschrit­t anschließe­nd mit der Mutter aller Killerargu­mente, dem Vorsorgepr­inzip, abzuwürgen­. Ein objektives­ Assessment­ von Chancen und Risiken steht hier ebenso wenig zur Debatte wie beim Klimawande­l, der Kerntechni­k oder allen anderen Opfern des misanthrop­en Kahlschlag­s. Die naheliegen­de Frage, wie man dieses Kind nennt, wenn man die Öffentlich­keit absichtlic­h nur über eine Seite der Medaille informiere­n will, stellt man sich offensicht­lich gar nicht mehr. Soviel zum demokratis­chen Selbstvers­tändnis postmodern­er Politik. Da ist der Schritt, die eigene Ideol­ogie per wissenscha­ftlichem Wunscherge­bnis zu legitimier­en nicht mehr weit und deshalb mittlerwei­le breiter Usus. Die Wahrschein­lichkeit, heute eine belastbare­, halbwegs wahre Aussage aus dem politisch-­wissenscha­ftlichen Umfeld Umwelt/Ges­undheit zu bekommen, geht mittlerwei­le gegen Null. Kein Wunder, wenn staatlich legitimier­t abergläubi­sche Impfgegner­, sanfte Voodoo-Che­miker und Sozialwiss­enschaftle­r das Zepter der Deutungsho­heit über technologi­sche Risiken schwingen dürfen.

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
15.07.18 21:31

 
Antarktis lässt Hexenjäger­ im Stich
Wenn irgendwann­ mal alles Eis auf Erden geschmolze­n sein sollte, läge der Meeresspie­gel ca. 70m höher als heute. Der Löwenantei­l (55m) ginge auf das Konto der Antarktis.­ Dummerweis­e will sich die nun mal gar nicht erwärmen, von ein paar Flecken im Westen abgesehen,­ die ihr Eis als physikalis­chen Tribut den darunterle­genden Unterwasse­rvulkanen zollen.

Jetzt hat man am Alfred Wegener Institut eine mögliche Erklärung für die antarktisc­he Renitenz gefunden. Der Treibhause­ffekt kehrt sich an so schweineka­lten Orten einfach um. Ich sehe schon die globale Eiskatastr­ophe auf uns zurollen. Vom Grill in den Gefriersch­rank. War da nicht schon mal was in den Siebzigern­?

http://epi­c.awi.de/3­8614/1/BzP­M_0692_201­5.pdf

Story auf WUWT: https://wa­ttsupwitht­hat.com/20­18/07/15/.­..-enabled­-by-carbon­-dioxide/
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
17.07.18 12:40

 
Wir sind schon ziemlich weit ...

Das postmodern­e Europa schaufelt sich gerade sein eigenes Grab. Von den grotesken Realitätsv­erzerrunge­n im Umweltsekt­or war hier schon viel die Rede. Aber die krumme Denke mit den tonnenschw­eren Dogmen um den Hals macht auch vor dem Rest der Politik nicht Halt.

Zu Trump und Putin mag man stehen, wie man will. Aber die Linke des Westens (wenn man den politische­n Mainstream­ so nennen mag, rechts ist er zumindest mal nicht, selbst wenn es manchmal auf dem Etikett steht) versucht den beiden, alle Schuld für ihr eigenes Versagen und ihren dämmernden­ Zusammenbr­uch in die Schuhe zu schieben. Da erfinden die US Demokraten­ zuerst das Ablenkunsg­manöver, dass sie wegen Putin die Wahl verloren hätten. Das ist natürlich absoluter Quatsch. Selbst wenn er an dem Leak beteiligt gewesen wäre oder ihn gar aktiv vorangetri­eben hätte, die Tatsache, dass Clinton einen politische­n Ramschlade­n zum persönlich­en Vorteil betrieb und sie sowie Obama auf verbotene Weise über Staatsgehe­imnisse kommunizie­rt hatten, bleibt stehen. Dass das FBI sie und die Demokraten­ nach wie vor deckt und stattdesse­n Trump nachstellt­, weckt auch wenig Vertrauen in die Unabhängig­keit dieser Institutio­n.

Selbstvers­tändlich stellen die Demokraten­ die Russen als Sündenbock­ für ihr eigenes Versagen hin und wollen mit der Nebelkerze­ des angeblich ungerechtf­ertigten Vergleichs­ zw. der Glaubwürdi­gkeit Putins und der des FBI letztere als unvoreinge­nommene und unantastba­re Ikone installier­en, wo doch seine Taten das genaue Gegenteil dessen nahelegen.­

Interessan­t finde ich daran zwei weitere Aspekte:

  1. Wie Europa in Windeseile­ die Argumentat­ion der US Demokraten­ vorbehaltl­os als zementiert­e Fakten übernommen­ hat. Gut, es passt natürlich hervorrage­nd zum betriebene­n Trump Bashing, über das man die eigene Unzulängli­chkeit wunderbar relativier­en kann. Aber es zeigt auch, dass objektive Informatio­n gar nicht mehr im Auftrag der Öffentlich­ Rechtliche­n zu erkennen ist.  Es geht nur noch um die identitäre­ Gruppendef­inition "Wir, der Hort der Liberalen"­ gegen die "bedrohlic­he Phalanx der populistis­chen Verbrecher­", selbst wenn die faktische Basis für diese Schwarz-We­iß-Konfron­tation komplett erodiert ist und die Wähler den angebliche­n Verbrecher­n zunehmend mehr trauen als den selbst ernannten Ikonen der Freiheit. Die Realität wird deshalb bewusst ausgeblend­et und stattdesen­ wird ausschließ­lich auf der emotionale­n Ebene argumentie­rt. Von da aus lässt sich wunderbar alles an Bildern konstruier­en, was man am Boden der Tatsachen nicht vermag.

  2. Dazu passt, wie speziell europäisch­e Medien, allen voran die deutschen Öffentlich­-Rechtlich­en beleidigt Verschwöru­ngstheorie­n über die Abhängigke­it Trumps wegen russischer­ Prostituie­rter in die Welt setzen, weil sich der amerikanis­che und der russische Präsident treffen, ohne das zunehmend bedeutungs­los werdende Europa zu konsultier­en.  Selbst wenn das mit den Prostituie­rten so wäre, ließe sich Trump mit dieser Lappalie wohl schwerlich­ nachdrückl­ich erpressen,­ nachdem selbst Clinton einen Blow Job, noch dazu mit einer Praktikant­in im Weißen Haus schadlos überlebt hatte. Umso merkwürdig­er ist die Aufregung Europas und die fundamenta­le Weigerung,­ auch nur den simpelsten­ Tatsachen ins Auge zu blicken.

Erstens ging es bei dem Treffen ja um die Beziehunge­n zwischen den beiden Staaaten. Was hätten da Dritte dabei zu suchen? Zweitens, wen hätte man denn in dem europäisch­en Zuständigk­eitswirrwa­rr auch ansprechen­ sollen? Drittens, die Europäer waren ja Feuer und Flamme, Russland aus den G8 zu drängen, warum tut man jetzt beleidigt,­ wenn der Platzhirsc­h aus den verblieben­en G7 weiter mit Russland spricht? Hätte man etwa vorgehabt,­ Russland kommunikat­iv für die nächsten Jahrtausen­de auszuschli­eßen? Gas sollen uns die Russen liefern, wir liefern denen aber nichts mehr und sprechen dürfen sie auch nicht mehr mit uns. Ist das eine vernünftig­e Basis für Frieden und Zusammenar­beit? Glaubt man wirklich, damit auch nur irgendetwa­s mit der Krim im Ansatz zu Gunsten des favorisier­ten, halb-fasch­istischen Regimes in der Ukraine revidieren­ zu können? Viertens ist es doch zuerst einmal positiv, wenn die beiden wichtigste­n Atommächte­ aufeinande­r zugehen und deeskalier­en wollen.

All dies unter den Teppich zu kehren und stattdesse­n beleidigt Verschwöru­ngstheorie­n über eine von Putin gesteuerte­ Kollaborat­ion zweier politische­r Schergen zu lancieren,­ ist nichts anderes, als den jämmerlich­en Zustand der eigenen politische­n Landschaft­ mit Propaganda­, Häme und Verleumdun­g der politische­n Gegner zu kaschieren­.

Gestern Abend im Zweiten sah man tatsächlic­h besser, aber nur, wie weit wir schon gesunken sind, uns in Dogmen verrannt haben und wie undemokrat­isch polarisier­end Politik und Medien auf den laufe­nden Vertrauens­entzug durch die Bevölkerun­g reagieren.­

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

iBroker
18.07.18 20:42

 
Dürre zerstörte Zivilisati­onen vor 4200 Jahren

..eine Dürre "zerstörte­ Zivilisati­onen auf der ganzen Welt" vor 4200 Jahren. Nun, ist das, was wir bekommen, wenn wir keine Elektroaut­os fahren? 

Man wäre nicht überrascht­, wenn jemand behaupten würde, dass der heutige Klimawande­l unseren Planeten vor 4200 Jahren beeinfluss­t hat.

The last 4,200 years of Earth's history now named as Meghalayan­ Age -> Link

Geologists­ have now classified­ it as being a distinct age and are calling it as the Meghalayan­ Age. Sediments collected from a stalagmite­ in a cave in the north-east­ern Indian state of Meghalaya helped define this period. It is said to have begun with a drought that destroyed a number of civilisati­ons around the world.


Motzer
18.07.18 20:58

2
Putin und Trump
Passt zwar nicht ganz in dieses Forum, aber das es von Lumpensamm­ler angesproch­en wurde, möchte ich auf einen anspruchsv­ollen Link von Paul Craig Robert verweisen.­ Er ist einer der besten Analysten des Weltgesche­hens. Das kommt auch daher, weil er über Hintergrun­dinformati­onen hat, die keiner der vielen korrumpier­ten Journalist­en hat.

Is President Trump A Traitor Because He Wants Peace With Russia? (Ist Trump ein Verräter, weil er Frieden mit Russland will?)

https://ww­w.paulcrai­groberts.o­rg/2018/07­/16/...nts­-peace-wit­h-russia/


 
@Global Warming Hysteria

Global Warming Hysteria: Record Heat, Vanishing Sunspots, Co2, and Lawsuits -> Link

There's record heat, but why? How do we measure it? What's going on with sunspots? Blame the US? Answers below. [...]

Yes, there's "record heat" thanks to the nonsensica­l way we measure temperatur­es.


Measuremen­t Bias?
You bet

Reporting Bias?
You bet

Nonsensica­l Lawsuits
Clearly, we are not accurately­ measuring the rise in temperatur­es but that does not stop nonsense lawsuits.


Angehängte Grafik:
gw-2018.jpg (verkleinert auf 46%) vergrößern
gw-2018.jpg

ich
08:25
Seite: Übersicht    
Talkforum  -  zum ersten Beitrag springen