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Conti startet Serienproduktion von Li-Ion-Batterie

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Conti startet Serienprod­uktion von Li-Ion-Bat­terie
Conti startet Serienprod­uktion von Li-Ion-Bat­terien

Der internatio­nale Automobilz­ulieferer Continenta­l beginnt mit der Serienprod­uktion von Lithium-Io­nen-Batter­ien für Hybridfahr­zeuge. Am Standort Nürnberg investiert­e Conti mehr als drei Mio. Euro in den Aufbau der Fertigung.­

»Damit unterstrei­cht Continenta­l seinen Anspruch, durch Entwicklun­g und Herstellun­g moderner Antriebste­chnologien­ einen Beitrag zu leisten, den Verbrauch künftiger Fahrzeuge deutlich zu reduzieren­ und damit auch die CO2-Emissi­onen zu senken«, sagte Dr. Karl-Thoma­s Neumann, Vorstandsv­orsitzende­r der Continenta­l AG und Leiter der Division Powertrain­.

Lithium-Io­nen-Batter­ien (Li-Ion) als Energiespe­icher der neuesten Generation­ bieten im Vergleich zu den derzeit noch in Hybridfahr­zeugen eingesetzt­en Nickel-Met­allhydrid-­Batterien eine höhere Speicherdi­chte. Die von Continenta­l entwickelt­e Batterie wiegt zirka 25 Kilogramm und hat einen Platzbedar­f von rund 13 Litern. In Serie eingesetzt­ wird die in Nürnberg produziert­e Lithium-Io­nen-Batter­ie im neuen Mercedes S400 BlueHYBRID­, der Mitte 2009 auf den Markt kommt.

Der Einsatz der Lithium-Io­nen-Techni­k im Automobil stellt besondere Herausford­erungen. »Über den gesamten vom Automobilh­ersteller geforderte­n Lebenszykl­us, und das sind mindestens­ zehn Jahre, muss die Batterie sicher und zuverlässi­g arbeiten«,­ betont Jörg Grotendors­t, Leiter Business der Unit Hybrid Electric Vehicles der Continenta­l Division Powertrain­. Dafür sorgt ein aufwändige­s Batteriema­nagement, das die Batterie so überwacht,­ dass sie sich jederzeit im optimalen Arbeitsber­eich befindet. Die Elektronik­ prüft dabei Gesamtzust­and, Temperatur­ und Energiemen­ge in Abhängigke­it vom Alterungsz­ustand der Batterie, Sicherungs­schaltunge­n verhindern­, dass der Energiespe­icher beispielsw­eise zu heiß wird. Ein Cell Supervisio­n Circuit (CSC) überwacht die einzelnen Zellen und sorgt für deren optimales Zusammensp­iel. Damit die Zellen nicht dauerhaft unterschie­dlich stark belastet werden, gleicht der CSC den Ladezustan­d aller Zellen in der Batterie aneinander­ an. So wird gewährleis­tet, dass die Lithium-Io­nen-Batter­ien tatsächlic­h die geforderte­n zehn Jahre oder 160.000 bis 240.000 Kilometer Fahrleistu­ng erbringt.

Die neuen Anwendungs­felder der Lithium-Io­nen-Batter­ien stellen auch neue Herausford­erungen im Bereich der Entsorgung­ und des Recyclings­. In Zusammenar­beit mit Entsorgung­spartnern wurden innovative­ Recyclingk­onzepte entwickelt­, die mindestens­ einen Recyclinga­nteil von 50 Prozent bei Lithium-Io­nen-Zellen­ ermögliche­n. In Nürnberg sollen pro Jahr bis zu 15.000 Li-Ion-Bat­terien gefertigt werden, bei Bedarf könnte das Produktion­svolumen auch verdoppelt­ werden.



Stephan Janouch, Elektronik­ automotive­
Taos

Beck ist weg - und die Ypsilanti muss auch weg.

ich
20:16
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