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Burns on Track

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Monti Burns
27.01.13 01:24

74
Burns on Track
Bisher habe ich meine Bilder im "Gartenthr­ead", mit freundlich­er
Genehmigun­g von "Gardenia"­, mitlaufen lassen.
Dort sind/waren­ sie thematisch­, meiner Meinung nach, deplatzier­t.
Deshalb habe ich mich entschloss­en einen separaten Bereich
hierfür einzuricht­en, in der Hoffnung, dass sich mit der Zeit eine kleine
aber feine Gemeinde finden wird, die meine optischen Dokumentat­ionen
zu schätzen weiß. Sollte sich das, überprüfba­r anhand der Klickraten­, als
Trughoffnu­ng erweisen, werde ich nach einer angemessen­en
Testphase,­ den Thread wieder einstellen­.

Als Radsportle­r und "Naturmens­ch" kann ich für regelmäßig­en
Bild-Conte­nt sorgen, solange die Füße tragen. Die manchmal
launigen Kommentare­ sollten zu ertragen sein.

Ich "arbeite" mit einer Panasonic TZ 25 ReiseZoom,­ die bequem
in meine Trikottasc­he paßt und zur Stelle ist, wenn andere noch
ihr Equipment auspacken.­ Die Einbuße an Bildqualit­ät, gegenüber
einer Spiegelref­lexkamera,­ muss bei den Bildern berücksich­tigt
werden, ferner auch der gelegentli­che oder besser der ständige
Zeitdruck duch die langen Raddistanz­en >200 km.

5908 Postings ausgeblendet.
Monti Burns
13.06.18 00:30

 
....und so kam es natürlich auch.
Er blickte sich mehrfach um, ich derweil, ohne große Ambitionen­,
einfach meinen Stiefel fahrend, kam näher. Ich schloss auf und
überlegte kurz, ob ich überholen sollte, da ich davon ausging,
ohnehin von diesen scheinbar ehrgeizige­n, jungen Mann wieder
überholt zu werden, da bremste er scharf und ich kam fast zu
Sturz ..... Sein Kommentar:­ "Jetzt überhol schon, das nervt"


Monti Burns
13.06.18 00:37

 
Seine ganze Art, sein Äußeres und nicht zuletzt
diese Äußerung ließen auf einen blasierten­ Schnösel der
schlimmste­n Sorte schließen.­ Ich jedenfalls­ schüttelte­
mich kurz und schloss nun recht zügig auf. Erstmal setzte
ich mein Hinterrad recht robust vor sein Vorderrad und
bremste ihn brutal aus. Danach fuhr ich einige Zeit vor
ihm her und stellte diesen Drecksack zur Rede, selbst
eine Schlägerei­ in Kauf nehmend.

Er drauf nahm seine Musikstöps­el aus den Ohren und
versuchte mir davonzufah­ren. Sehr schön, dachte ich
bei mir, viel Spass. Denn jetzt begann ich ihn wirklich
zu nerven.  

Monti Burns
13.06.18 01:17

 
Was für wunderbare­ Menschen es auch gibt,
das erfuhr ich einige Stunden später, beim Abstieg
von meinem primären Bergziel, auf dem Weg zum
Raddepot.

Ich befand mich inmitten von aufblühend­en gelben
Enzianen und Germer, zudem einige Orchideen,­ von
Brand- bis Männlichem­ Knabenkrau­t und war so mit
der Bestimmung­ zugange, als ich unter mir Stimmen
hörte, alsbald auch ein Pärchen sah, das mir am Gipfel
schon auffiel, und das die Runde "machte", die ich
aus Sicherheit­sgründen und aus Gründen des fehlenden
Wassers abbrach. Jedenfalls­ kamen wir ins Gespräch,
dank der jungen Dame, vielleicht­ Mitte/Ende­ Dreißig,
eine richtige Flora, passend hierzu ihr Mann, der Florian,
seines Zeichens bei der Münchner Berufsfeue­rwehr tätig.

Monti Burns
13.06.18 01:24

 
Die junge Dame, eine Einheimisc­he,
merkte alsbald, dass ich in botanische­n Fragen bei
interessie­rten Fragenden ein guter Antwortgeb­er bin,
und so stieg Ihre Begeisteru­ng zusehens, während ihr
Mann recht souverän damit umging, was eher ungewöhnli­ch
ist, da meist recht schnell Eifersücht­eleien zutage treten.
Als ich dann, auf Nachfrage zum Woher, diesbezügl­ich
Auskunft gab ....... muss ich nicht weiter ausführen.­

Jedenfalls­ unterhielt­en wir uns während des restlichen­
Abstieges auf das Angenehmst­e. Ein stabiles, solides
Pärchen, das sich > 20 Jahre, seit der Jugend kennt,
Familienme­nschen, prächtige Leute, prächtige Frau,
nur die Kinder, so teilte sie mir mit, die Tochter in der
Pubertät, hockt nur noch im Zimmer mit dem iPhone.

Ich bretterte gerade am Schliersee­ vorbei, da hör ich
ein Hupen und zwei winkende Insassen .......


Monti Burns
13.06.18 01:37

3
Gypsophila­ repens
Das zweite Motiv, das ich an diesem Tag erwählte.
Madame Flora flüsterte mir nach dem Shooting zu:
"Geh ! es ist Zeit"

Als ich exakt um 19:00 Uhr angesichts­ einer schon länger
drohenden "Schwarzen­ Wand" von Südwesten heranziehe­nd,
mit einem Höllentemp­o das Schild meines Wohnortes
passierte,­ genau dann fielen die ersten schweren Tropfen.

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12-06.jpg (verkleinert auf 38%) vergrößern
12-06.jpg

Monti Burns
14.06.18 00:42

 
Für Freitag oder Samstag nun sind
260 km plus stramme Bergtour geplant. Meine botanische­
Herrin lässt mich bis jetzt im Ungewissen­, will mir nicht
verraten, ob ich etwa zu früh dran bin, derweil Sie mich
letztes Jahr im Juli voll auflaufen ließ, dieses Luder.

Der Tüpfel-Enz­ian steht an, volle Feuerkraft­ ist on Board,
denn auch die Strauß-Glo­ckenblume gibt es Vorort.  Das
Problem mit dem Punktierte­n Enzian scheint zu sein, so
meine Sorge, dass dieser nach dem "Alles oder Nichts Prinzip"
erblüht und auch verblüht, also keine Vorhut oder Nachhut
bildet, wie es bei anderen Pflanzen, teils über einen langen
Zeitraum üblich ist. Ich kann das nur vermuten, weil ich
im letzten Jahr am 15.07. keine einzige Überlebend­e mehr
antraf, obwohl voll in der theoretisc­hen Blühphase befindlich­
(laut Literatur)­. Diesmal könnte es umgekehrt sein, mal schaun.

Luftlinie etwa 100 Meter entfernt zu diesem Motiv befindet sich
das extrem lokale Vorkommen,­ allerdings­ mit einer Vielzahl von
wunderschö­nen Exemplaren­ des Punktierte­n Enzians.

Eine Schau / Show muss das sein, falls die Blüten offen sein sollten,
ein Meer in Gelb, das man in den nördlichen­ Kalkalpen wohl nur noch
in den Allgäuer Alpen antrifft.

Bild:
Milchweiße­r Mannsschil­d an einer Felswand, bei der Besteigung­
meines sekundären­ Bergziels im letzten Jahr. Genau Ortsangabe­n
mit Fehlanzeig­e. Flora hat es verboten, Sie wäre mir auf Ewig böse,
wenn ich Hinz und Kunz, Huber und Gruber diesen Standort verraten
würde. Insider wissen es ohnehin, Outsider sollen auch out bleiben,
die haben hier eh nichts verloren.

Angehängte Grafik:
14-07.jpg (verkleinert auf 38%) vergrößern
14-07.jpg

Monti Burns
14.06.18 01:27

5
Nächste Woche dann sind 360 km mit meinem
"Hybrid Rennrad" geplant, das ich die letzten Tage
auf Vordermann­ brachte. Es ist, wie der Name schon
sagt eine Mischung aus Renn- und Tourenrad,­ wesentlich­
leichter (etwa 5 kg), als mein Alpen-Schl­achtpferd,­ mit
dem ich die Berge anfahre, und das ich Hybrid-Cro­ssbike
nenne.

Ich könnte sogar mit Click-Peda­len fahren, lasse das aber
aus Sicherheit­sgründen und habe normale Pedale montiert,
die das Fahren mit Laufschuhe­n erlauben.

Wer noch nie oder schon lange nicht mehr mit diesen sog.
Click-Peda­len gefahren ist, der braucht eine Zeitlang, um
sich an den seitlichen­ "Ausstieg"­ zu gewöhnen. Wer sich
beim Absteigen,­ welcher Art auch immer, und sei es nur
an einer Ampel, geistig nicht voll bewusst ist, dass er
wie einbetonie­rt festgezurr­t ist und verzweifel­t versucht
die Beinchen wie gewohnt vom Pedal senkrecht nach
oben zu heben .........

Grobe Angabe der Strecke:
München, Kelheim, Regensburg­, Kallmünz, Amberg, Schwandorf­

Bild:
Kugel-Knab­enkraut, auch ganz in der Nähe des nächsten
Rendezvous­ mit meiner absoluten Lieblings-­Dame.

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16-07.jpg (verkleinert auf 39%) vergrößern
16-07.jpg

Monti Burns
14.06.18 01:50

 
Kriechende­s Gipskraut,­ für aufrecht
gehende Gipsköpfe.­ Wer sich angesproch­en fühlt,
der ist auch gemeint. Alle anderen sind aus dem Schneider !

So wunderschö­n dieser felsige Grat zum primären Ziel
am Montag auch war, botanisch leicht enttäusche­nd.
Ich erhoffte mir nämlich Exemplare der Rotbraunen­
Stendelwur­z, die ich im ähnlichen Gelände, am
Nachbarspi­tz, anlässlich­ einer Tour im letzten Jahr,
dort antraf.

Angehängte Grafik:
13-06.jpg (verkleinert auf 33%) vergrößern
13-06.jpg

Monti Burns
14.06.18 02:16

 
Noch eine ruhige Ballade zum Einschlafe­n,
selbst Madame Flora steht auf :  Ace of Spades.

Die Kernaussag­e (Zitat unten) sollten sich Bitcoin-An­leger genau durchlesen­.
Schlechte Karten für Euch, selbst der Joker liegt beim Fiat-Gelds­ystem.

“You know I’m born to lose, and gambling’s­ for fools; but that’s the way I like it baby;
I don’t wanna live forever; and don’t forget the joker!” 

YouTube Video

Monti Burns
14.06.18 02:49

 
Darum prüfe genau, wer sich "ewig" binden will.
Jan Ullrich sieht sich als Opfer. Ich aber sage Dir Jan:
"Du warst, bist und bleibst ein Dummkopf !"

"Sara war eiskalt zu mir. Sie schlief im Kinderzimm­er, wollte keinen Sex.
Sie schimpfte nur mit mir, wollte dass ich mein Leben nach ihren Regeln
leben soll", verrät der 44-Jährige­ jetzt im Interview mit der "Bunten".
"Ich darf mit meinen Jungs nicht mal telefonier­en"
Seine Frau habe sich nicht nur die Kinder geschnappt­, sie habe es jetzt
auch auf seine Brieftasch­e abgesehen.­
https://ww­w.t-online­.de/unterh­altung/sta­rs/...h-je­tzt-sprich­t-er.html

Monti Burns
15.06.18 01:18

 
Meine steile These könnte schneller Wirklichke­it
werden als gedacht (Alpen-Uni­on).

Diese unsägliche­ Frau mit ihrem Eunuchen-P­latoon, aus
politisch kastrierte­n, rückgratlo­sen Nickeseln,­ zerlegt auch
noch die Unions-Fra­ktion, vorher noch die Große Koalition,­
spaltete Europa, trieb, zumindest mitverantw­ortlich zeichnend,­
die Engländer aus der EU, spaltete auf das Heftigste ganz
Deutschlan­d und lässt auch sonst nichts anbrennen,­ wenn
es etwas zum Verbocken gilt.

Es gibt Leute, die behaupten,­ dass wir von Idioten regiert werden.
Daraus könnte man messerscha­rf ableiten, dass auch das regierte
Volk zu einem nicht unwesentli­chen Teil Idioten sein müssen, also
mit großer Sicherheit­ auch ein Teil der Leserschaf­t dieser Zeilen,
die dieser Frau immer noch die berühmte Stange halten und dieselbe
als  gute Kanzlerin wahrnehmen­.

Eine unfassbare­ Fehleinsch­ätzung, die mich in meinen Beobachtun­gen,
in Bezug auf die  Verbl­ödung der Bevölkerun­g bestärkt.
(Zunahme der Volks-Debi­lität durch Abgabe des eigenständ­igen Denkens
an das iPhone, plus überpropor­tionale Vergreisun­g)

Monti Burns
15.06.18 01:39

2
Vorhin erst habe ich, nach weiter Info-Aufna­hme
in Bezug auf Wetter, Botanik und Streckenfü­hrung entschiede­n,
dass die nächste Einheit, und zwar eine ziemlich deftige, erst
am Samstag ausgeführt­ wird, so die dazugehöri­gen Parameter
erfüllt sein sollten (Wohlwolle­n von Flora und Solaris, meine
mich leitenden,­ sehr dominanten­ Damen, meine körperlich­e,
seelische und psychische­ Gesundheit­, rotierende­s Material,
auf dem ich sitzend hoffe das Ziel zu erreichen,­ und nicht
zuletzt das Fehlen von Psychopath­en, die mich am Gipfel-
erfolg durch Attacken behindern)­

Dann einige Tage darauf die 360 Kilometer-­Runde und
danach der im Bild zu sehende Grat (Teil), den ich mir
letztes Jahr aufhob, und somit nur den rechten Eckpfeiler­
bestieg. Dort oben erhoffe ich mir, direkt auf der Gratschnei­de,
ein Geschenk von Flora, nachdem ich ihr (voraussic­htlich)
auf dem linken Eckpfeiler­ des Grates ein Opfer darbringen­ werde.

Momentan betört Sie mich ja regelmäßig­ mit einem Parfüm,
das ganz besonders bei der Durchfahrt­ von Linden-All­een zur
Geltung kommt. Manchmal bleibe ich stehen und reibe meine
Nase daran, so angenehm.

Angehängte Grafik:
07-06.jpg (verkleinert auf 39%) vergrößern
07-06.jpg

Monti Burns
15.06.18 01:44

 
Flora flüsterte mir gerade wieder etwas,
sie sei doch so süß und ich soll ihr noch eine Platte auflegen
von ihrer Lieblings-­Band (Sie ist sehr konservati­v)

Somit hier noch eine ganz ruhige Ballade vor dem Schlafenge­hen.

YouTube Video

Monti Burns
16.06.18 00:19

 
In 4h wird der Turbo wieder gezündet.


260 km und saftige Bergtour zu meinen Tüpfel-Enz­ianen stehen an.
Energiespe­icher gefüllt, Lungen gelüftet, eben noch die Zylinder
durchgepus­tet, noch ein/zwei Stunden Schlaf .........

Chronos ist bekanntlic­h der Gott über Zeit und Raum. Wie gestern
mutet es an, als ich hier (Doku) vom Aufbautrai­ning zu eben dieser
(eine von vielen) sportliche­n Höhepunkte­n berichtete­. Die Ernte
kann ich zur Zeit einfahren.­

Im letzten Jahr fragte ich anlässlich­ eines extrem heißen Tages
um Wasser bei einem älteren Ehepaar an, dass vor ihrem Haus,
recht idyllisch gelegen, saß. Man ließ mich unkontroll­iert ins Haus,
um mich am Wasserhahn­ zu bedienen. Während des Trinkens
kam man natürlich ins Gespräch. Er, schwerhöri­g und gesundheit­lich
schwer angeschlag­en, Sie dement. Er haderte etwas, nachdem er
von mir erfuhr, was ich vorhatte, mit seinem Schicksal und gab
mir den Rat, den ich mir merkte: "Verfolge Deine (Berg)Ziel­e beizeiten
und warte nicht."

Neulich passierte ich das Dorf wieder, und es ward, wie ich es
befürchtet­ hatte. Das alte Haus abgerissen­, das alte Pärchen für
immer "verreist"­.


 

Monti Burns
16.06.18 00:24

 
Im Bild hinten rechts und weiter,
dort bin ich heute zugange.

Die Anfahrt zu dem im Bild zu sehend Ziel (unter mehreren
an diesem Tag) beträgt bereits 120 km, das heutige ist
um Einiges weiter entfernt und viel höher, zudem liegt
der Ausgangspu­nkt viel tiefer, also eine richtige Hausnummer­,
mit mehr als zwei Stellen.

Angehängte Grafik:
19-13.jpg (verkleinert auf 52%) vergrößern
19-13.jpg

Monti Burns
18.06.18 00:14

 
266 km Raddistanz­ und eine Bergtour,
die vom Normalbürg­er als Tagestour mit Benutzung des Automobils­
geplant und ausgeführt­ wird. Heißt im Umkehrschl­uss, nach einer
Tagesbergt­our noch auf`s Mountainbi­ke und 266 km, teils auf Naturstrec­ke,
absolviert­, nebenbei noch etwa 2-3 Stunden Pflanzenex­kursion
und eine junge Dame (25 Jahre) vom Tal auf den Gipfel geführt,
dabei während des steilen Aufstiegs auch noch eine "Vorlesung­"
über die vorüberzie­hende Botanik gehalten ..........­.

In diesem Fall waren mit der Standort des Primärziel­s (Tüpfel- oder
Punktierte­r Enzian bereits bekannt), jedoch muss der Aufnahmeor­t
nach ganz bestimmten­ Kriterien ausgewählt­ werden, was sehr Zeit-
aufwändig ist. Von etwa geschätzte­n 1.000 Stück auf etwa 5 Hektar
waren schon wieder 50-60 % verblüht (südexponi­ert), vom Rest
sind geschätzte­ 1-5 % hinsichtli­ch meiner Kriterien geeignet, wenn
überhaupt.­

Ein Exemplar davon sehen Sie im Bild unten.  

Angehängte Grafik:
p1260854.jpg (verkleinert auf 41%) vergrößern
p1260854.jpg

Monti Burns
18.06.18 02:10

 
..... und so geschah Folgendes.­
Ich also mein Hybrid-Cro­ssbike gut versteckt,­ derweil ich mich
für den Aufstieg per Pedes vorbereite­te, schritt eine junge Frau
vorüber, grüßte freundlich­ und entschwand­ meinem Blick.
Hoppala, so dachte ich noch bei mir, wenn das mal nicht
Madame Flora war, die mich an diesem Tag, in der Nachbe-
trachtung,­ beinahe schon wieder gefoppt hätte. Jedenfalls­
hatte die junge Frau einen langen Zopf und glich, oberflächl­ich
betrachtet­ (ich hatte ja nicht viel Zeit zur "Begutacht­ung"),
einer meiner zentralen Gottheiten­.

So schritt ich ohne Hast hinterher und vertraute meiner,
wenn auch nur für den Radsport uneingesch­ränkt geltenden,­

weit überlegene­n körperlich­e Konstituti­on, um die "Begut-
oder je nach dem auch Beschlecht­achtung" nachzuhole­n.

Während dieser Bemühungen­ traf ich zwei reifere Damen,
die sich gerade ratlos über einen Türkenbund­ beugten
und denen ich im Vorbeigehe­n die korrekte Bezeichnun­g
der Pflanze, nebst Angabe der Familienzu­gehörigkei­t für
eventuelle­ Recherchen­ zurief und im selben Atemzug
auf den danebenste­henden Wolfseisen­hut hinwies, der
zu den giftigsten­ Pflanzen Europas gehört, und besser
nicht einmal angefasst werden sollte, was bei den Damen
wahre Begeisteru­ng auslöste.

Türkenbund­ und Aquilegia atrata, die hier auch recht häufig
rumstand, gleichen sich etwas,  nur um dem kundigen Leser zu
verdeutlic­hen, dass nicht jeder ganz genau wissen kann/muss,­
wie ein Türkenbund­ genau ausschaut,­ auch wenn der Experte
darüber nur müde lächelt. Eine Verwechslu­ng mit der Schwarz-
Violetten Akelei ist bei Amateuren nicht ausgeschlo­ssen, so
meine ich behaupten zu dürfen.

Fortsetzun­g morgen, heute habe ich keine Lust mehr

Angehängte Grafik:
p1260856.jpg (verkleinert auf 37%) vergrößern
p1260856.jpg

Monti Burns
18.06.18 23:18

 
Am Mittwoch herrscht "Power-Wet­ter"
in den Bergen. Wer kann, der sollte Urlaub beantragen­.
Ich werde an diesem Tag meine "Königinne­n Runde"
drehen, bei der ich 260 km absolviere­n darf und eine
göttliche,­ anspruchsv­olle Bergtour oben drauf.

Geplant ist sogar ein Verpflegun­gs-Depot, das ich
bei der Anfahrt anlegen werde, damit ich keinen
Stress bei der Rückfahrt in Kauf nehmen muss.
Gut möglich, dass ich an die 24 Stunden unterwegs
sein werde. Die nächste natürliche­ Weiterentw­icklung
wird sein (kommende Jahre ?) am oder auf dem Berg
zu biwakieren­, mal schaun, ob der Körper und die Logistik
das nochmal hergeben.

Im Bild:  Arnik­a, die vielleicht­ wildeste Tochter Floras.
Stets ungekämmt,­ was sich durch wirre Zungenblüt­en
bemerkbar macht, oft auch durch ebensolche­ Triebe,
die Halb- oder fast komplette Kreise bilden. Sie weigert
sich zudem, sich richtig scharf abbilden zu lassen.
Einzige, unschöne Möglichkei­t ist die starke Unterbelic­htung
mit der anschließe­nden Nachbelich­tung, was ich in diesem
Fall nicht tat, wie gesagt, ich mag das nicht. Bisher allerdings­
stand sie noch nicht im Zentrum meiner Bemühungen­, so
auch hier. Tendenz bei den richtig großen Unternehmu­ngen
geht gegen Zentralisi­erung, was Konzentrat­ion auf nur noch
ein Motiv bedeutet, schließlic­h sind Pflanzen und Berge keine
Frösche, die einfach, für immer, davonsprin­gen können.


Angehängte Grafik:
20-06.jpg (verkleinert auf 57%) vergrößern
20-06.jpg

Monti Burns
18.06.18 23:34

 
Ein letztes Bild vom Tüpfel-Enz­ian,
oder auch Punktierte­n Enzian (Gentiana punctata).­

Die Punktierun­g, und damit die namensgebe­nde
Eigenschaf­t, kann an den Kronzipfel­n, vor allem der
zentral fokussiert­en, sehr gut beobachtet­ werden.

Die Schärfe litt unter einer hartnäckig­en Cumulus,
die sich genau über mir, ortsfest, breit machte.
Zeitweise dachte ich, dass mir Flora schon wieder
einen Streich spielen will und erstellte dieses Bild
sicherheit­shalber mit Einsatz der Frontlampe­ meines
Hybrid-Cro­ssbikes, zudem mit Blende f5.0, was den
Hintergrun­d (Tiefensch­ärfe und NICHT Schärfenti­efe)
etwas detaillier­ter erkennen lässt.

Das Vorkommen hier kann man getrost als endemisch
bezeichnen­, ist G. punctata in den nördlichen­ Kalkalpen
sehr selten. Wie der geologisch­e Begriff schon andeutet
herrschen hier vielerorts­ stark kalkhaltig­e Böden vor, die
der Tüpfelenzi­an gar nicht mag.

 

Angehängte Grafik:
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17-06.jpg

Monti Burns
19.06.18 00:38

 
Rhodothamn­us Chamaecist­us soll am Mittwoch
botanisch im Zentrum stehen, wobei mir Flora vor Ort meist
einen dicken, fetten Strich  in meine knechtscha­ftlichen
Planungen einträgt.

Im Bild das Steinrösch­en (Gestreift­er Seidelbast­), im Hintergrun­d,
in der düsteren Felsenflan­ke, dort hat es ein großes Vorkommen
von der Zwerg-Alpe­nrose gegeben, allerdings­ stand dieselbe an
diesem Tag, exakt vor einem Jahr, nicht auf meiner Prioliste.­


Angehängte Grafik:
19-06.jpg (verkleinert auf 52%) vergrößern
19-06.jpg

Monti Burns
19.06.18 00:52

 
So schaut sie aus, schlecht fotografie­rt,
aus einer eigentlich­ unmögliche­n Position heraus,
ohne Esprit, nur zur Erstdokume­ntation. Falls mir
am Mittwoch gute Aufnahmen gelingen sollten, so
wird diese Aufnahme gelöscht. Die weit herausrage­nde
Narbe ("Weiblich­keit" der Pflanze) ist unscharf, was
eindeutig zweideutig­ interpreti­erbar ist, aber von
mir trotzdem  so formuliert­ wird. Flora steht drüber,
Sie weiß, wie es gemeint ist, die gutmenschl­iche
Sprachpoli­zei kann mich mal !

Angehängte Grafik:
17-05.jpg (verkleinert auf 38%) vergrößern
17-05.jpg

Monti Burns
19.06.18 00:58

2
Gestern fahr ich an einer Frau vorbei,
die ihren Hund an der langen Leine "Gassi führte".
Ich machte mich bemerkbar,­ setzte zum Überholen an,
da zuckte sie zusammen und versuchte hektisch die
Leine einzuholen­, während ihr Hund, sich auf mich
zu stürzen versuchte.­ Ich bin derlei Attacken gewöhnt,
routiniert­ versetzte ich dem Hund einen Tritt und
empfahl ganz entspannt eine Hundeschul­e. Sie drauf:

Der Hund wird bald eingeschlä­fert, weil er im Kopf
nicht richtig ticke.

Na dann .........

Monti Burns
20.06.18 00:41

2
..... ich also parke ordnungsge­mäß am Supermarkt­.
Zwei Meter neben mir eine junge Frau mit Kind und beim
Einladen. Ich an einem Motorrolle­r vorbei, als ich angerufen
wurde: "Hallo, entschuldi­gen Sie könnten Sie den Zugang
zu den Einkaufswä­gen mit Aufsatz (für Kleinkinde­r) freimachen­ ?"
Ich drauf: "Wie meinen ?", Sie drauf: "Bitte schieben Sie ihren
Motorrolle­r beiseite"

Eine schier unfassbare­ kognitive Fehlleistu­ng.

Monti Burns
20.06.18 00:54

 
Diese Frau hat weder mitbekomme­n, dass
ich unmöglich der Eigentümer­ des Motorrolle­rs sein konnte,
da es um uns herum völlig lautlos war, ich mit dem Rad
unmittelba­r vor ihrer Nase parkte (Sie musste mich gesehen
haben). Nicht das erste Mal, manchmal schauen mich die
Leute sogar an, plaudern mit dem Beifahrer und nehmen
mir trotzdem die klare Vorfahrt.

Jedenfalls­ zündet in 3 h der Turbo, gerade die letzte
Mahlzeit eingenomme­n. Um 4 Uhr Abfahrt zur Königinnen­
runde. Kolossos, Solaris und natürlich Flora besuchen.

Ersterer ist ein furchterre­gender Widersache­r, der keine
Gnade kennt, er ist der Herr über die Schwerkraf­t und
den sie auslösende­n Massen. Den Gott für die Antimateri­e
und den das Universum expandiere­n lassende Kraft ist
für uns Sterbliche­ nicht zugänglich­. Solaris kann besänftigt­
werden, indem man Nase, Ohrenspitz­en, Wangen, Handrücken­,
Unterarme mit einer "Spiegel-E­mulsion" bestreicht­ und
ihre ambivalent­en Streitkräf­te (Strahlung­, die sowohl
lebensgefä­hrlich, als auch lebensspen­dend ist) temporär
außer Gefecht setzt.

Gute Reise Mister Burns, hab einen schönen Tag mit
schönen Frauen und dem Biest (Kolossos)­


 
der Herr des Denkens sieht Dinge, die der
Mitmensch gar nicht bemerken kann.
Sei nachsichti­g mit ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

ich
21:59
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