Chancen und Risiken von CFDs

Risiken

Der CFD-Handel ist mit zahlreichen Risiken verbunden. Wie andere Wertpapiere auch unterliegen CFDs Kursschwankungen, die zum Verlust des investierten Kapitals führen können. Durch die Hebelwirkung ist dieses Marktpreisrisiko besonders ausgeprägt. Beim CFD-Handel können mit wenig Kapitaleinsatz große Positionen bewegt werden – schon geringe Kursveränderungen können deshalb große Verluste nach sich ziehen.

Bei bestimmten CFD-Brokern besteht zudem ein Nachschussrisiko: Verluste sind dann nicht nur auf das eingesetzte Kapital beschränkt – stattdessen können die Hebelwirkung und das Margin-Prinzip von CFDs dazu führen, dass der Verlust weit über das eingesetzte Kapital hinausgeht. 2015 berichteten Medien über einen Anleger, der beim CFD-Handel 2.800 Euro eingesetzt hatte und letztendlich 280.000 Euro verlor. Anleger sollten sich deshalb genau informieren, welche Regelungen zur Nachschusspflicht bei ihrem CFD-Broker gelten.

Daneben gibt es weitere Risiken, die sich aus der Beschaffenheit von CFDs ergeben. Schwankungen der Finanzmärkte – die sogenannte Marktvolatilität – können zu Kurslücken führen, d.h. zur abrupten Veränderung eines Kurses. Das kann im Zweifelsfall dazu führen, dass eine für einen CFD erteilte Stop-Loss-Order überhaupt nicht oder nur zu einem ungünstigen Kurs ausgeführt wird. Neben der Kurslücke können auch Ausfälle und Störungen der elektronischen Handelssysteme dazu führen, dass Aufträge nicht oder nur verzögert ausgeführt werden – CFD-Broker schließen in diesen Fällen eine Haftung aus.

Ein weiteres CFD-Risiko besteht in der Glattstellung von Handelspositionen seitens des Brokers. Sobald ein CFD-Handelskonto zu wenig Deckung für den Ausgleich der Margin-Zahlungen aufweist, kann der Broker die offenen Positionen automatisch schließen.

Chancen

Mit CFDs können sowohl Long- als auch Shortpositionen bei zahlreichen Basiswerten eingenommen werden. Anleger können daher mit CFDs auch von fallenden Kursen profitieren. Die Hebelwirkung von CFDs kann auf der einen Seite zu hohen Verlusten führen, wirkt aber auch in die andere Richtung: Schon ein geringer Kapitaleinsatz ermöglicht Anlegern hohe Gewinne – vorausgesetzt, dass diese die Entwicklung des CFD-Basiswertes richtig einschätzen.

Ein wesentlicher Vorteil beim Handel mit CFDs – gegenüber anderen Wertpapierarten wie z.B. Zertifikaten oder Aktien – sind die geringen Kosten. Insbesondere Trader mit hoher Handelsfrequenz profitieren von den fehlenden Kauf- und Verkaufsgebühren. Zudem sind die Preise von CFDs ausgesprochen transparent: CFDs bewegen sich nahe am Basiswert; auch die Spreads, d.h. die Differenzen zwischen An- und Verkaufspreis, unterscheiden sich bei CFDs in der Regel kaum vom zugrunde liegenden Basiswert.

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Margin und Hebel

Beim CFD-Handel wird eine sogenann­te Margin als Sicherheitsleistung hinterlegt. Daraus ergibt sich die Hebelwirkung von CFDs: Schon mit geringem Kapitaleinsatz können große Handelspositionen eingenommen werden.

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Hedgen mit CFDs

Anleger können ihre Handelsposi­tionen durch Hedging mit CFDs absichern. Dabei können sowohl Kursrisiken als auch Währungsrisiken abgesichert werden.

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Jochen Stanzl
11.07.18 - Jochen Stanzl