'WSJ': Großbank Wells Fargo soll für Verkaufspraktiken büßen

Donnerstag, 08.09.2016 09:48 von

NEW YORK (dpa-AFX) - Der amerikanischen Großbank Wells Fargo steht laut einem Pressebericht eine Strafe wegen unzulässiger Verkaufspraktiken ins Haus. Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles, die Finanz-Verbraucherschutzbehörde CFPB und die Kreditwesen-Aufsicht OCC wollten noch an diesem Donnerstag eine Zivilklage und einen Vergleich bekanntgeben, berichtet das "Wall Street Journal" am Morgen in seiner Online-Ausgabe und beruft sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Die Höhe einer möglichen Strafe und weitere rechtliche Konsequenzen seien dabei zunächst offen geblieben.

Wells Fargo wollte sich auf Nachfrage der Zeitung nicht zu den Gesprächen mit den Behörden äußern. Aufseher und Ermittler werfen der Bank dem Bericht zufolge vor, ihre Mitarbeiter zu stark auf Vertriebsziele verpflichtet zu haben, ohne dabei fragwürdige Verkaufspraktiken zu verhindern. Dem Staatsanwalt von Los Angeles zufolge hätten mehr als 1000 Wells-Fargo-Kunden der Bank vorgeworfen, dass die Bank ohne ihre ausdrückliche Zustimmung für sie Produkte gekauft oder Services gebucht habe. Dazu zählten etwa Kreditlinien, deren Einrichtung Umsatz für eine Bankfiliale generiert. Allerdings können es zu viele Kreditlinien einem Kunden erschweren, anderswo gute Kreditkonditionen zu erhalten./stw/nmu/stb

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