Steigende Ölpreise feuern Wall Street an

Montag, 05.12.2016 23:00 von

Seit der Einigung der Opec auf eine Drosselung der Förderung steigen die Ölpreise. Mit ihnen legen auch die US-Börsen zu. Das Referendum in Italien spielt indes wie in Europa keine Rolle für den Börsenhandel.

Die US-Börsen haben am Montag ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Wie in Europa sorgte die Regierungskrise in Italien nicht für einen Einbruch der Kurse. Die Märkte setzen darauf, dass es trotz des angekündigten Rücktritts von Ministerpräsident Matteo Renzi keine schnellen Neuwahlen geben wird. Zudem hoffen Anleger auf einen konjunkturellen Aufschwung. So war das Wachstum der US-Dienstleister dem ISM-Institut zufolge im November überraschend hoch ausgefallen.

Der Dow-Jones -Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 19.216 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte 0,6 Prozent auf 2204 Zähler vor. Der Nasdaq-Composite mit den Technologiewerten verbesserte sich um ein Prozent auf 5308 Stellen.

Weiter im Fokus stand die Zinspolitik der Fed. US-Notenbanker William Dudley sagte, die Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten schaffe eine politische Unsicherheit. Es sei noch zu früh, um zu entscheiden, ob der Fed-Plan gradueller Zinserhöhungen angepasst werden müsse. Dem Sender CNBC sagte er jedoch, die Fed werde wahrscheinlich aggressiver vorgehen, sollte die Trump-Regierung die Wirtschaft mit neuen Ausgaben anschieben.

Bei den Einzelwerten waren die Papiere des Breitband-Serviceanbieters FairPoint gefragt. Sie verteuerten sich um rund elf Prozent. Das Unternehmen wird vom Rivalen Consolidated Communications übernommen.

Zu den größten Dow-Gewinnern zählten Goldman Sachs mit einem Plus von über zwei Prozent. Die Aktien der Investmentbank profitierten von einer Kaufempfehlung. Auch bei Nike folgten die Anleger einem Analystenkommentar und trieben die Papiere des Adidas-Rivalen damit um knapp drei Prozent in die Höhe.

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