ROUNDUP: Covestro für 2017 zuversichtlich - Gewinn- und Dividendensprung 2016

Montag, 20.02.2017 08:25 von

KÖLN (dpa-AFX) - Die Bayer-Kunststofftochter Covestro blickt nach einem Gewinnsprung mit Zuversicht auf das laufende Jahr. 2016 profitierte der Konzern von einer starken Nachfrage. Die Auslastung der Anlagen verbesserte sich deutlich. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs im Zuge niedrigerer Verkaufspreise hat sich der Gewinn mehr als verdoppelt. Den Aktionären winken 1,35 Euro je Aktie als Dividende - 65 Cent mehr als ein Jahr zuvor. Im Schlussquartal legten sowohl Preise als auch Verkaufsmengen zu.

„Unsere Strategie ist aufgegangen“, sagte Konzernchef Patrick Thomas am Montag laut Mitteilung. Er zeigte sich für 2017 zuversichtlich. Covestro erwarte eine solide Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen. Auch im laufenden Jahr rechnen die Leverkusener mit einem weiteren Mengenwachstum. Der Zuwachs dürfte im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich liegen.

2016 profitierte Covestro auch von Engpässen der Konkurrenz. Trotz deutlich niedrigerer Preise sank der Umsatz nur um 1,5 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. Im Zuge einer höheren Auslastung und geringerer Rohstoffkosten verdiente Covestro operativ deutlich mehr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen schnellte trotz sinkender Verkaufspreise um 22,7 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro hoch. Unter dem Strich hat sich der Gewinn mit 795 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Kunststoffspezialist übertraf damit die eigene Prognose und die Erwartungen der Analysten. Vorbörslich legten die Aktien auf der Handelsplattform Tradegate um fast drei Prozent zu.

Das stärkste Mengenwachstum verzeichnete Covestro 2016 beim transparenten Kunststoff Polycarbonat. Dieser wird etwa für CD-Rohlinge verwendet. Auch das Polyurethan-Geschäft lief gut. Diese Materialien werden als Schäume etwa in der Auto-, Bau- und in der Elektroindustrie verwendet. Beim Geschäft mit Beschichtungen und Spezialchemikalien blieb die Dynamik am geringsten. Der Preisdruck bei Polycarbonat und Spezialchemikalien hielt auch im Schlussquartal an. Dank höherer Mengen und Preise legte das operative Ergebnis aber bei Polyurethan stark zu. Treiber waren etwa die Automobil- und Bauindustrie.

Auch nach dem Börsengang im Herbst 2015 hält der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer noch rund 64 Prozent an Covestro. Der Kunststoffspezialist mit weltweit rund 15 600 Mitarbeitern war zuvor als Bayer MaterialScience bekannt. Die Materialien werden etwa in der Auto-, Bau- und in der Elektroindustrie verwendet./jha/fbr/stk

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