Rückversicherer geben sich skeptisch

Dienstag, 06.09.2016 21:00 von

Seit mehreren Jahren kämpfen die Rückversicherer mit einem Verfall der Prämienpreise. Gebannt blickt die Branche nun auf das bevorstehende Branchentreffen an der Côte d‘Azur. Doch Experten glauben nicht an eine Wende.

Es ist ein Dilemma, das andere wohl gerne hätten: Geld ist mehr als genug da. Doch was für den Privatmann auf den ersten Blick als eine verlockende Perspektive erscheint, ist für viele große Rückversicherer, bei denen sich die großen Assekuranzen selbst gegen Großrisiken absichern, ein ernstes Problem.

Denn ungeachtet der großen Belastungen durch versicherte Schäden bei Naturkatastrophen wird es den Rückversicherern nach Ansicht von Experten angesichts des wachsenden Angebots wohl nicht gelingen, bei den anstehenden Vertragsverhandlungen die Preise zu erhöhen.

„Wir werden uns dieses und nächstes Jahr weiter in einem weichen Markt bewegen, weshalb wir von weiter fallenden Preisen ausgehen“, prognostiziert Johannes Bender, Versicherungsexperte der Rating-Agentur Standard & Poor‘s (S&P) am Dienstag anlässlich des bevorstehenden wichtigen Branchentreffs in Monte Carlo.

Dunkle Wolken über Monte Carlo. Beim sogenannten „Rendezvous de Septembre“ treffen sich ab dem kommenden Wochenende rund 3000 Manager und Repräsentanten von Rückversicherern und Erstversicherern, um sich erstmals ein Bild über die Konditionen für das kommende Jahr zu machen.

In der mondänen Küstenstadt finden die ersten Vorverhandlungen für die Erneuerung großer Rückversicherungsverträge im Bereich Sach- und Unfallversicherungen für das kommende Jahr statt. In vielen Gesprächen mit wichtigen Kunden loten Branchengrößen wie beispielsweise Munich Re, Swiss Re, Hannover Rück und Broker wie Aon Benfield und Willis Re dabei aus, wo der Markt steht und wie er sich weiterentwickelt. Monte Carlo ist darum eine wichtige Wegmarke für die Branche.

Eine Positionsbestimmung

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