Macron und Le Pen – überraschend im Nahkampf

Mittwoch, 26.04.2017 16:58 von

Macron verhandelt in Amiens mit Arbeitern, denen die Entlassung droht. Ihr Werk soll geschlossen werden. Plötzlich fährt Le Pen vor das Tor – und 290 Mitarbeiter geraten ins Zentrum des Wahlkampfs. Ein Stimmungsbericht.

Der Frankreich-Wahlkampf zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron ist zur direkten Auseinandersetzung am selben Ort geworden: Macron war am Mittwoch in seine Heimatstadt Amiens gekommen, um mit den von Entlassung bedrohten Arbeitnehmern eines Whirlpool-Werks zu verhandeln. Noch während er drinnen die Gespräche führte, fuhr kurzerhand Le Pen vor das Werkstor. Bei ihrem kurzen Auftritts vor laufenden Kameras versprach die rechtsextreme Kandidatin: „Falls ich gewählt werde, wird das Werk nicht geschlossen.“ Macron kam später auch zu den Streikenden – und wurde erst einmal ausgebuht.

Der Wahlkampf erfährt nun elf Tage vor der Stichwahl am 7. Mai eine seltsame Wendung: Plötzlich steht das Schicksal eines lediglich 290 Arbeitnehmer betreffenden Werks im Mittelpunkt der Kampagne. Le Pen nutzt den Streit für ihre Botschaft: Macron sei der Kandidat der reichen Globalisierer, der hinter verschlossenen Türen Gespräche führe, während sie an der Seite der Arbeiter stehe.

Nach seinen Verhandlungen mit den Gewerkschaften trat Macron zunächst vor die Presse und sagte, er würde sich für „eine faire Übernahme des Werks durch einen anderen Investor und für echte Verhandlungen zwischen der Unternehmensleitung von Whirlpool und den Arbeitnehmern“ einsetzen. Die Resultate des Werks rechtfertigten keine Schließung. Er werde sich für eine Übernahme durch einen seriösen Investor einsetzen.

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