Pressestimme: 'Der Tagesspiegel' zum Ende von Air Berlin

BERLIN (dpa-AFX) - "Der Tagesspiegel" zum Ende von Air Berlin:

"Eine kollektive Lösung für alle 8000 Mitarbeiter war von den Verantwortlichen weder angestrebt worden, noch war sie realistisch. Air Berlin (Air Berlin Aktie) war unsanierbar, deshalb gab es auch kein Angebot für eine Komplettübernahme, das die Gläubiger überzeugt hat. Einige Betriebsräte und die Gewerkschaft Verdi, die Personal der Verwaltung und am Boden vertritt, hat die Mitarbeiter zu lange im Glauben gelassen, dass es einen geordneten Betriebsübergang geben könnte. Das war unredlich, denn die Alternative zum zeitweiligen Weiterbetrieb der Airline mithilfe des 150-Millionen-Euro-Staatskredits wäre nur das sofortige Aus gewesen, inklusive fristloser Kündigung von 8000 Mitarbeitern. Nun also übernimmt Lufthansa (Lufthansa Aktie) die Filetstücke samt ungefähr 3000 Mitarbeitern. Immerhin war Lufthansa-Chef Carsten Spohr so ehrlich, zu erklären, dass er Preiserhöhungen auf einzelnen Strecken nicht ausschließe."/yyzz/DP/nas

Quelle: dpa-AFX